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Zoff mit den Fußballern


Nachricht von: Das Gelbe Blatt
Bad Tölz - Wolfratshausen, 03.02.2012 12:00


Untragbarer Zustand: der Kochler Bauhof. Darüber entbrannte nun ein hitziger Streit.
Von ANDRÉ LIEBE, Kochel - Dass die Mitglieder des FC Kochelsee Schlehdorf keine Möglichkeit sehen, sich am Um- bau des Bauhofes zu beteiligen, obwohl dort künftig die Umkleidekabinen der Fußballer untergebracht werden sollen, ist am Montag im Gemeinderat auf massive Verärgerung gestoßen. Ein paar Tage vorher hatte FC-Chef Gerd Weidehaas bei der Jahreshauptversammlung des Vereins erklärt, dass den Mitgliedern schlicht die Zeit fehle, um sich an den Arbeiten zu beteiligen; außerdem kritisierte er die Pflege des Fußballplatzes durch die Gemeinde.
Bürgermeister Thomas Holz reagierte darauf merklich angesäuert. Er erinnerte daran, dass die Gemeinde seit Jahren 50.000 Euro als Zuschuss an den FC im Haushalt für einen Kabinenneubau vorgehalten habe. Als dieses Projekt an der mangelnden Finanzkraft des Vereins gescheitert sei, habe man angeboten, die entsprechenden Räume im Bauhof zur Verfügung zu stellen. „Es kann nicht sein, dass wir uns solcher Kritik aussetzen müssen, wo wir doch nur helfen möchten“, sagte Holz. Und „ganz entschieden“ wies er die Kritik bezüglich der Platzpflege durch Mitarbeiter des Bauhofes zurück. „Andernorts macht so etwas der Verein selber“, zürnte Holz und fügte hinzu: „Dann soll halt der Vorsitzende des FC mal selber mit Schaufel und Rechen arbeiten.“ Verwundert reagierte der Rathauschef auch auf die Äußerung von Weidehaas, dass die Fußballer bei der Errichtung der Umkleidekabinen im neuen Bauhof aus Zeitmangel nicht mithelfen könnten. „Es ist schon erstaunlich, wenn ein Verein jegliche Unterstützung verweigert.“ Kopfschütteln rief die Stellungnahme des FC-Vorsitzenden auch bei Gemeinderat Johann Demleitner hervor: „Wenn ein Verein nichts mehr selber auf die Füße bringt, dann ist das eine Totgeburt.“ Und Vize-Bürgermeister Johann Resenberger, der als Vertreter der Gemeinde bei der FC-Versammlung anwesend war, verstand die Welt nicht mehr: „Da wird man hingestellt wie ein Verbrecher.“


Untragbare Zustand: die Umkleidekabinen auf dem Fußballplatz. Darüber entbrannte nun ein hitziger Streit.




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