Eltern begehren auf
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Das Gelbe Blatt
Bad Tölz - Wolfratshausen, 30.05.2011 12:00 |
 Weil im Ickinger Gymnasium immer mehr Schüler unterrichtet werden, fürchtet man in Geretsried Schülerlenkungsmaßnahmen. Von THOMAS KAPFER-ARRINGTON, Icking/Geretsried – Die Diskussion um die angespannte Raumsituation am Ickinger Gymnasium hat die sachliche Ebene endgültig verlassen. Denn am Dienstag brachte sich der Elternbeirat des Geretsrieder Gymnasiums ein, kritisierte Überlegungen, Schüler etwa nach Geretsried auszulagern – und ruderte einen Tag später schon wieder zurück.
Der Reihe nach: Michael Lentrodt, Vorsitzender des Elternbeirates am Geretsrieder Gymnasium, schrieb einen scharfen Brief an Landrat Josef Niedermaier. Darin warf er ihm vor, die angespannte Raumsituation in Icking nur dadurch heilen zu wollen, Schüler an eine andere Schule, speziell nach Geretsried, zu schicken. Dieses Unterfangen erscheine „geradezu abwegig“, moniert Lentrodt. Denn seit Jahren und trotz Erweiterungsbau werde das Geretsrieder Gymnasium auch künftig an chronischem Platzmangel leiden, erklärt er weiter. Lentrodt moniert, dass die Elternvertretung in die Überlegungen der Schülerlenkung nicht mit einbezogen werde. Es werde außer Acht gelassen, dass in Geretsried auch nach der Erweiterung Bedarf an neuen Räumen herrsche, etwa an Kollegstufenzimmern, Klassenräumen und Lehrerzimmern, wettert der Elternbeiratsvorsitzende. Gleichzeitig kündigt Lentrodt Widerstand an: „Wer glaubt, in Geretsried aufgrund seiner Sozialstruktur weniger Rücksicht nehmen zu müssen als in Icking, der sollte nicht unterschätzen, dass auch in Geretsried das Potenzial ist, sich zur Wehr zu setzen.“
Dieser Ton kam bei Landrat Niedermaier nicht gut an. Denn, so schrieb der zurück, der Landkreis als Sachaufwandsträger könne solche Schüler-Umschichtungen gar nicht vornehmen. „Dies ist Sache der Schulleiter und der Ministerialbeauftragten“, ärgert er sich. Er wundert sich, dass sich Lentrodt vom bisher gut verlaufenden Weg des vertrauensvollen Dialogs verabschiedet habe. Aktuell sehe es sogar so aus, als könne man in Icking vier anstelle drei Eingangsklassen unterbringen. Darüber hinaus sei der Trend zu mehr Übertritten ans Gymnasium im Landkreis nicht eingetreten: „Der Druck liegt eher bei den Realschulen.“ Die Antwort saß offensichtlich. Denn schon tags drauf ließ Lentrodt wissen: Das Schreiben resultiere aus einem veralteten Informationsstand. Man sei davon ausgegangen, „dass der Landrat weiterhin die von ihm verfolgte Linie beibehält, nämlich auf eine Verlegung von Schülern nach Geretsried hinzuwirken“. |
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