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Lebensqualität im Alter


Nachricht von: Das Gelbe Blatt
Bad Tölz - Wolfratshausen, 30.05.2011 12:00


Auch Bürgermeister Helmut Forster (l.) ließ sich den ersten gemeinsamen Auftritt von Bayerns Sozialministerin Christine Haderthauer (2.v.r.) und Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner nicht entgehen.
Von PETER HERRMANN, Wolfratshausen - Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner und Bayerns Sozialministerin Christine Haderthauer haben am Montagnachmittag die Arbeit des Altenheims mit einer hohen Auszeichnung gewürdigt. Der „Grüne Haken“ steht für Lebensqualität und mehr Transparenz auf dem Pflegemarkt.
Schnell füllte sich die kleine Cafeteria des ASB-Seniorenwohnparks Isar-Loisach. Schließlich wollte sich kaum ein Heimbewohner den gemeinsamen Auftritt von Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner und der bayerischen Sozialministerin Christine Haderthauer entgehen lassen. „Wir werden oft miteinander verwechselt. Jetzt können sie endlich einmal unsere Ähnlichkeiten überprüfen“, leitete Haderthauer ihr Grußwort ein.
Der Anlass des Besuches war die Verleihung des „Grünen Hakens“. Nahezu 200 ehrenamtliche Gutachter sind seit mehr als zwei Jahren zwischen Flensburg und Garmisch unterwegs, um Altenheime zu begutachten. Sie interessieren sich vor allem für die Lebensqualität, die den Bewohnern geboten wird. Stimmt diese, bekommt das Heim den „Grünen Haken“. Die Senior-Experten im Alter zwischen 50 und 80 Jahren engagieren sich ehrenamtlich für das Projekt Heimverzeichnis, das von der BIVA, der Bundesinteressenvertretung der Nutzerinnen und Nutzer von Wohn- und Betreuungsangeboten im Alter und bei Behinderung, ins Leben gerufen wurde. „Wir alle wollen im Alter gut gepflegt werden. So wichtig und unverzichtbar die Prüfungen durch unsere Profis der bayerischen Heimaufsicht sind, so wertvoll können daneben die Beurteilungen der Lebensqualität eines Heimes durch Ehrenamtliche sein“, erklärte Haderthauer. Denn für die Betroffenen und ihre Angehörigen seien in dieser Lebenssituation neben den fachlichen Gesichtspunkten natürlich auch die Wohlfühlfaktoren besonders bedeutend. Parteikollegin Aigner weiß aus eigener Erfahrung, wie es in einem Altenheim zugeht. Als Mädchen half sie oft mit ihren Geschwistern in einem von ihrem Vater verwalteten Heim aus. „Damit die Senioren sich wohlfühlen, müssen die Lebensumstände in den Altenheimen stimmen. So wie es hier in Isar-Loisach der Fall ist“, zeigte sich Aigner begeistert. Die seit 2007 bestehende Einrichtung ist die erste Stätte des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) in Bayern, die den „Grünen Haken“ verliehen bekam. Der Wolfratshauser Seniorenpark ist somit in der Online-Datenbank www.heimverzeichnis.de aufgeführt. Das bundesweite und übersichtliche Verzeichnis führt alle Heime der stationären Langzeitpflege in Deutschland auf und zeigt, welche Heime aus Sicht ihrer Bewohner verbraucherfreundlich sind: Derzeit sind es bundesweit etwa 1.300. Eine Orientierungshilfe zu bieten, ist auch einer der Gründe, weshalb das Projekt Heimverzeichnis vom Bundesministerium für Verbraucherschutz gefördert wird. Als Mindestanforderung für die Auszeichnung eines Heimes mit dem „Grünen Haken“ müssen die Einrichtungen in den Bereichen Autonomie, Menschenwürde und Teilhabe jeweils mindestens 80 Prozent von 121 Kriterien erfüllen. Nach dem Festakt überzeugten sich Christine Haderthauer und Ilse Aigner bei einem Rundgang noch einmal vom ausgezeichneten Zustand des Seniorenwohnparks.

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