Geschlossene Gesellschaft
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Das Gelbe Blatt
Bad Tölz - Wolfratshausen, 29.12.2011 12:00 |
 Platzt die Co-Finanzierung in Sachen Erweiterung, klönnte es am Ickinger Rilke-Gymnasium zu Abweisungen externer Schüler kommen. Von THOMAS KAPFER-ARRINGTON, Icking/Landkreis - Eigentlich wollte Landrat Josef Niedermaier in Sachen Erweiterungsbau des Ickinger Gymnasiums im Kreisausschuss keine Stellung mehr beziehen: „Es ist alles gesagt.“ Doch dann tat er es doch – und es zeigte sich zum wiederholten Mal erheblicher Diskussionsbedarf.
Niedermaier nahm Bezug auf einen Antrag von CSU-Kreisrat Thomas Holz. In einer vorangegangenen Sitzung forderte dieser den Landrat auf, umgehend in Verhandlungen mit den Nachbarlandkreisen einzusteigen, um Wege zu einer Co-Finanzierung auszuloten. Doch der Antrag war schon damals so gut wie nichtig, denn die Gespräche liefen bereits. „Der Antrag ist eigentlich abgearbeitet“, sagte Niedermaier nun im Kreisausschuss. Er verwies darauf, dass es noch erheblichen Diskussionsbedarf innerhalb des Landkreises München – und hier vor allem mit den drei Kommunen Schäftlarn, Straßlach-Dingharting und Baierbrunn gebe. Hintergrund ist, dass diese drei Gemeinden keinem Schulverband im Landkreis München angehören, allerdings ihre Schüler in dortige Schulen schicken – wie auch ins Rainer-Maria-Rilke-Gymnasium in Icking – allerdings ohne anteilsmäßig an die Kosten dieser Infrastruktur beteiligt zu sein.
Wie bereits in der Vorwoche im Kreis-Schul- und -Bauausschuss rechnete Niedermaier mögliche Beteiligungen vor, sagte aber auch: Er werde das Thema erst dann wieder in den Schulausschuss bringen, wenn sich Lösungen abzeichneten.
Prof. Matthias Richter-Turtur (FUW) forderte, die Diskussion zur Erweiterung „nicht immer nur an den Kosten festzumachen“. Die Frage der Finanzierung könnte abgekoppelt von der Erweiterung geklärt werden. Was Niedermaier ganz anders sieht: „Dann nehmen wir uns jegliche Diskussionsgrundlage einer aufgeteilten Finanzierung.“ Was auch Vize-Landrat Werner Weindl (CSU) so sieht: „Wir können doch nicht einfach in finanzielle Vorleistung gehen, wir müssen erst die Beteiligung klären.“ Für das Rilke-Gymnasium sei es aber wichtig, möglichst schnell das Vorgehen abzustecken. „Doch liegt das nicht an uns“, wie Niedermaier nachschob. Für Weindl indes steht fest: „Den Gemeinden im Landkreis München muss klar sein, dass im Ernstfall für deren Kinder in Icking kein Platz mehr ist. Wo ihm Niedermaier beipflichtete: „So weit wird’s kommen.“ |
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