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Ein touristisches Highlight


Nachricht von: Das Gelbe Blatt
Bad Tölz - Wolfratshausen, 26.12.2011 12:00


„Unser Vorzeigeobjekt“: Christian Orschler, Landrat Josef Niedermeier, Erhard von Knepach und Markus Krinner, der Leiter des Infozentrums, (von links) ziehen eine positive Bilanz zum Zehnjährigen.
Von HEYDRUN MÜLLER, Kochel - Futuristisch anmutend fächert sich das Dach des Infozentrums zwischen Felswand und dem Walchenseekraftwerk auf, verbindet quasi archaische Naturkraft, Energietechnik und moderne Architektur im Dienst der Stromerzeugung aus Wasserkraft. Vor zehn Jahren eröffnete der damalige Ministerpräsident Edmund Stoiber das „Erlebniskraftwerk Walchensee“. Jetzt zog e.on-Pressesprecher Christian Orschler eine rundherum erfolgreiche Bilanz.
„Es ist ein idealer Standort, hier an der Wiege der Wasserkraft in Bayern, das Thema zu zeigen“, sagte Orschler. Rund 100.000 Besucher kommen jedes Jahr, insgesamt eine Million Menschen aus aller Welt, sogar aus Hollywood, fanden den Weg nach Altjoch. Sie besichtigen die Turbinen und Generatoren des Walchensee-Kraftwerks, das im Jahr 1924 in Betrieb genommen und 1983 zum geschützten Industriedenkmal erklärt wurde. Im angeschlossenen Informationszentrum können sie sich über die Geschichte und die technischen Hintergründe des Speicherkraftwerks aufklären lassen. „Es ist unser Vorzeigeobjekt, ein touristisches Highlight und das größte Infozentrum in Deutschland“, schwärmte Orschler. E.on-Sprecher Erhard von Knepach wies darauf hin, dass die Ausstellung im Infozentrum ständig den neuesten Entwicklungen angepasst werde. Dafür werden, je nach Umfang der Aktualisierung, 30.000 bis 50.000 Euro pro Jahr investiert.
Für Orschler war das Jubiläum auch ein willkommener Anlass, um auf die Bedeutung der Wasserkraft als Energielieferant hinzuweisen. Sie stelle den Hauptteil der erneuerbaren Energien und trage in Bayern, wo e.on rund 130 Wasser- kraftwerke betreibe, 16 Prozent zur Stromerzeugung bei.
„Wasserkraft ist prägend für unseren Landkreis“, betonte auch Landrat Josef Niedermeier. Er bedankte sich für die intensive und offene Kommunikation mit dem Energiekonzern und bescheinigte e.on den Willen zur Transparenz, wenn es um die Stromversorgung gehe. Technische und ökologische Gründe sprächen zwar gegen ei- nen Ausbau des Walchenseekraftwerks zu einem Pumpspeicherkraftwerk. Doch angesichts der neuen Techniken sieht Niedermeier auch künftig, beispielsweise an der Isar, ein großes Potenzial für die Wasserkraft im Landkreis

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