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Nachwuchs ist der ganze Stolz


Nachricht von: Das Gelbe Blatt
Bad Tölz - Wolfratshausen, 26.12.2011 12:00


Sorgt für Furore in der 2. Kreisliga: das Team der 2. Jugend des SV Kochel mit Nico Linner, Flori Jauernig, Mannschaftsführer Constantin Gerg und Corinna Geiger (von links).
Von ALEXANDER KRAUS, Kochel - Für die aktiven Tischtennisspieler im Oberland endet in diesen Tagen die Vorrunde der Saison 2011/2012. Der SV Kochel ist mit fünf Mannschaften am Punktspielbetrieb beteiligt und kann auf ein durchaus erfreuliches Hinrundenergebnis zurückblicken. „Vor allem die beiden Nachwuchsteams sind der ganze Stolz des Vereins“, erklärt Franz Daffner.
Aber auch die 1. Herrenmannschaft hat ihre Erwartungen mehr als erfüllt. Nach dem lang ersehnten Aufstieg in die 2. Kreisliga belegt das Team um Mannschafts- führer Hannes Riechwald nach Abschluss der Vorrunde den fünften Platz. Diese erfreuliche Entwicklung ist nicht zuletzt auch den beiden 16-jährigen Talenten Alexander und Christian Geiger zu verdanken, die neben ihrem etatmäßigen Einsatz in der 1. Jugendmannschaft auch schon öfter bei den Herren spielen. Und dort haben sie ohne großen Respekt so manchen Routinier von der Platte gefegt. Deshalb überrascht es nicht, dass beide die Vorrunde mit positiver Bilanz abschließen.
Nicht ganz so erfreulich fällt das Resümee für das 2. Herrenteam aus. Durch ihren durchaus berechtigten Einsatz bei den Herren verdrängten die Geiger-Brüder das Kochler Tischtennisurgestein Franz Daffner und seinen Teamkollegen Jörg-Peter Osburg aus der 1. Mannschaft. Doch obwohl die Zweite durch Daffner und Osburg verstärkt wird, blieb sie einiges schuldig in der 3. Kreisliga. „Mit einem siebten Platz kann man bei diesem Spielerpotenzial nicht unbedingt zufrieden sein“, sagt Mannschaftsführer Daffner und fügt hinzu: „Wir geloben Besserung“. Mit konstanter Leistung sind in der Rückrunde sicher noch einige Plätze aufzuholen.
Völlig ohne Druck kann die 3. Herrenmannschaft aufspielen. Es mangelt nicht am nötigen Ehrgeiz, aber das Team um Spielführer Sebbo Mayr spielt selten in seiner Stammbesetzung. So ist auch der vorletzte Tabellenplatz in der 3. Kreisliga nicht verwunderlich. „Für uns zählt einzig und allein, dass wir nicht Letzter werden“, erklärt Mayr, der mit seiner Truppe durch die Auflösung der 4. Kreisliga in die 3. Kreisliga quasi zum Zwangsaufstieg verdonnert wurde.
„Zweifelsohne das Aushängeschild des SV Kochel ist die 1. Jugend“, sagt Franz Daffner stolz. Zwischenzeitlich ist das Quartett vom Kochelsee in der 1. Bezirksliga, der Eliteliga Oberbayerns, angekommen. Nach drei Siegen, darunter sogar gegen den FC Bayern, und zwei Unentschieden belegt das Team zur Saisonhalbzeit einen erfreulichen sechsten Platz. Einen großen Anteil daran hat nicht zuletzt Jennifer Krauß, einziges Mädchen in dieser Liga. Die 17-jährige Schülerin weist nach der Vorrunde nicht nur eine ausgeglichene Bilanz auf, sondern hat dabei auch die ein oder andere männliche Nummer eins geschlagen. Deshalb ist sich Mannschaftsführer Stefan Föllmer auch sicher: „Mit dem Abstieg haben wir nichts zu tun.“ Mit ein wenig Stolz verrät Spartenleiter Uli Krauß, dass bereits einige Anfragen von Spitzenspielern benachbarter Vereine eingingen, ob sie für den einzigen Vertreter des Oberlandes in der Bezirksliga antreten dürfen.
Richtig rund läuft es auch bei der 2. Jugend. „Das haben wir nun wirklich nicht erwartet, sie überraschen nicht weniger als die große Jugend“, berichtet Betreuer Franz Linner. Die Jüngsten im Verein spielen mächtig auf in der 2. Kreisliga und stehen mit nur einem Punkt Rückstand auf Tabellenführer TuS Geretsried auf Rang zwei. „Sie nutzen konsequent die derzeit großzügigen Trainingsmöglichkeiten in der Kochler Schulturnhalle“, sagt Linner. Und dass mit Konstantin Gerg und Corinna Geiger gleichzeitig auch die beiden besten Spieler dieser Liga aus Kochel kommen, ist sicher auch auf das fleißige Training zurückzuführen.
Die Rückrunde beginnt für die Herren am 19. Januar mit dem Lokalderby gegen Bichl. Die Jugend tritt am 21. Januar in Kolbermoor an, „eine vergleichsweise kurze Strecke“, merkt Spartenleiter Uli Krauß an, wenn man bedenkt, das Reisen zu Auswärtsspielen gut 150 Kilometer weit sein können.

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