Polizeischutz an der Baugrube
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Nachricht von:
Das Gelbe Blatt
Bad Tölz - Wolfratshausen, 02.12.2011 15:00 |
 Polizeischutz angefordert: Der Streit zwischen der Gemeinde und Max Hoefter einen neuen Höhepunkt erreicht. Von WOLFGANG BREITWIESER, Bad Heilbrunn - Die kleine Brunnmeister-Wiese gegenüber der Ruine des Kurhotels in der Heilbrunner Ortsmitte sorgt wieder einmal für einen heftigen Streit zwischen der Gemeinde und der Eigentümerin, der Kurfürstin GmbH & Co KG, hinter der sich wiederum die Jodquellen AG verbirgt. Diesmal musste Bürgermeister Thomas Gründl sogar die Polizei einschalten.
Schon vor einem Jahr hatte der in der Schweiz lebende Max Hoefter, Vorstandsvorsitzender des Unternehmens, die Wiese aufbaggern lassen, um, wie es hieß, nach alten Grundmauern zu suchen. In Wirklichkeit, so munkelt man in Bad Heilbrunn, sei es Hoefter, der seit vielen Jahren mit der Gemeinde im Streit liegt, nur darum gegangen, die Ortsmitte zu verunstalten. Denn die Baugrube wurde ohne ersichtlichen Grund monatelang offen gelassen. Jetzt ist Gleiches wieder passiert.
In den vergangenen Tagen hat Hoefter die gerade erst etwas zugewachsene Wiese an anderer Stelle erneut aufbaggern die Wasserleitung der Gemeinde, die seit über 30 Jahren durch die Brunnmeister-Wiese verläuft, freilegen lassen. Vor ein paar Wochen hatte Hoefter die Gemeinde aufgefordert, die Leitung zu verlegen, was Bürgermeister Thomas Gründl aber abgelehnt hatte, da derzeit ein neuer Bebauungsplan aufgestellt wird und man erst nach Abschluss der Planungen wisse, ob eine Verlegung notwendig und sinnvoll ist. Ein Baurecht besteht auf der Wiese nicht mehr, da das alte Brunnmeister-Anwesen 1967 abgebrannt ist und nie wieder aufgebaut wurde und der Bestandsschutz erloschen ist.
Dem Freilegen der gemeindlichen Wasserleitung konnte Gründl deshalb nicht tatenlos zusehen, da die Baugrube wieder offen blieb und nachts Frost angesagt war. Der Bürgermeister stellte Hoefter ein Ultimatum, bis wann das Loch wieder zugeschüttet sein müsse, um ein Platzen der Rohre zu verhindern, was bedeutet hätte, dass 250 Haushalte ohne Wasser dastehen würden. Hoefter aber ignorierte das Ultimatum, so dass Gründl von sich aus die Grube, und zwar wegen der Brisanz unter Polizeischutz, teilweise zuschütten ließ, um die Sicherheit zu gewährleisten. Erst als die Arbeiten erledigt waren, kam ein Fax von Hoefter im Rathaus an, freilich nicht mit der Zusage, die Sache selbst in Ordnung zu bringen, sondern mit der Drohung, die Gemeinde solle jegliche Arbeiten tunlichst unterlassen, sonst werde man Schadenersatzansprüche geltend machen.
Gründl sieht dieser Einschüchterung gelassen entgegen, da „ja gar kein Schaden entstanden ist“. Das Landratsamt hat das Vorgehen der Gemeinde inzwischen gebilligt. Vor ein paar Tagen hat im Rathaus außerdem ein Gespräch des „Arbeitskreises Ortsmitte“ stattgefunden. Während die Eigentümer des Sanatoriums Strauß und des einstigen Hotels „Post“ sich zur Zusammenarbeit mit der Gemeinde be- reit erklärten, um die Ortsmitte neu zu gestalten, waren Hoefter oder einer seiner Mitarbeiter der Einladung nicht gefolgt. |
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