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Bad Tölz - Wolfratshausen

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"Hätte nichts dagegen"


Nachricht von: Das Gelbe Blatt
Bad Tölz - Wolfratshausen, 15.11.2011 12:00


Nach dem Wegzug der Landwirtschaftsschule könnte das Gebäude an der Bahnhofstraße in Wolfratshausen „Außenstelle“ für das Rainer-Maria-Rilke-Gymnasium werden.
Von THOMAS KAPFER-ARRINGTON, Icking/Wolfratshausen - Gespannt wartet der Landkreis auf die Gemeinden Schäftlarn, Baierbrunn und Straßlach-Dingharting im Nachbarlandkreis München. Denn solange sie sich nicht mittels Beschluss klar zur Gründung eines Zweckverbands in Sachen Erweiterung des Ickinger Reiner-Maria-Rilke-Gymnasiums äußern, hängt der Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen in der Luft.
Landrat Josef Niedermaier hat die Bürgermeister deshalb schriftlich um eine Stellungnahme zur Bereitschaft an einer Zweckverbandslösung gebeten. Kommt die nicht zustande, braucht es eine Alternative. Dabei kommt der Landwirtschaftsschule Wolfratshausen womöglich wieder Bedeutung zu.
Der Unmut unter den Kreisräten in der Causa „Ickinger Gymnasium“ wächst. Denn die Beratungen zum Haushalt stehen unmittelbar bevor. Und im Entwurf für das Zahlenwerk 2012 sind die 3,1 Millionen Euro für einen Erweiterungsbau bereits berücksichtigt. Dennoch: Nach aktueller Beschlusslage ermöglicht es aber nur die finanzielle Kooperation aus dem Nachbarlandkreis, dieses Gebäude tatsächlich zu errichten. Und von dort gab es zumindest in Sachen Investitionskostenzuschuss eine Ablehnung. Offen diskutiert wird nun die Option eines Zweckverbandes, den wiederum der Nachbarlandkreis Starnberg tendenziell ablehnt. Der Zweckverband gilt als kompliziert, müsste die Schuldenlast ebenso auf alle Vertragspartner verteilt werden, wie es auch den Umstand zu berücksichtigen gilt, dass es für alle drei Landkreise aufgrund ihrer spezifischen Steuerkraft differenzierte Fördersätze des Staates gibt.
ÖDP-Kreisrat Josef Maier aus Ascholding fordert nun offen ein klares und schnelles Bekenntnis zum weiteren Vorgehen ein, „zumal wir jetzt über den aktuellen Haushalt beraten“. Darin enthalten sind 3,1 Millionen Euro für den Erweiterungsbau in Icking, „obwohl wir nicht wissen, ob der überhaupt realisiert wird“. Womöglich muss am Ende generell nach einer Alternative zum Neubau gesucht werden. Eine Option wäre die ehemalige Landwirtschaftsschule in Wolfratshausen, die, nach Umzug der Schule nach Holzkirchen ins Grüne Zentrum, frei wird. Am Tölzer Landratsamt betonte man zwar, durch die aktuellen Beschlüsse zur Erweiterung der Ickinger Schule diese Option nicht weiter verfolgt zu haben. Doch die Gedankenspiele, wenigstens ein paar Klassen von Icking nach Wolfratshausen auszulagern, existierten bereits. Für Wolfratshausens Bürgermeister Helmut Forster durchaus vorstellbar: „Ich hätte da nichts dagegen.“

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