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Der Garlandhang wird sicherer


Nachricht von: Das Gelbe Blatt
Bad Tölz - Wolfratshausen, 25.11.2011 12:00


Neue Homepage: Hans Konetschny von der Lawinenwarnzentrale stellte den überarbeiteten Internetauftritt seines Hauses vor.
Von KARL BOCK, Bad Heilbrunn - Noch ist kein Schnee in Sicht, doch die Lawinenkommissionen im Landkreis wollen für den kommenden Winter gerüstet sein und trafen sich deshalb unter der Leitung von Toni Stowasser vom Landratsamt zur Vorbesprechung im Gasthaus Ramsau. Dabei gab es gute und schlechte Nachrichten.
Wie Peter Gröbl vom Wasserwirtschaftsamt Weilheim ausführte, ist es wegen der vom Ministerium verfügten Sparmaßnahmen derzeit nicht möglich, die Lawinenverbauung am Fahrenberg oberhalb des Walchensees fortzuführen. Ursprünglich war geplant gewesen, hier im kommenden Jahr einen weiteren Bauabschnitt im steilen Berggelände anzugehen. „Das werden wir auf 2013 verschieben müssen“, so Gröbl. Und das, obwohl die Lawinenwarnzentrale Bayern für diesen Bereich ein Computersimula- tionsprogramm erarbeitet hat, mit dessen Hilfe ermittelt wurde, ob und wo man am besten Baumaßnahmen vornimmt. Bekanntlich wird am Fahrenberg schon seit Jahren viel Geld für den Lawinenschutz der B 11 zwischen Urfeld und Walchensee ausgegeben.
Einen verbesserten Schutz vor Schneebrettern erhofft man sich im kommenden und allen folgenden Wintern am Brauneck. Wie Bergbahn-Geschäftsführer Peter Lorenz ausführte, habe man im Sommer an dem extrem steilen Garlandhang über 80 Böcke aus Robinienholz errichtet, um den Abgang von so genannten Grundlawinen zu verhindern. Derartige Lawinen hatte es trotz der vorsorglichen Lawinensprengungen in schneereichen Wintern immer wieder gegeben, einmal musste sogar der bei den Skifahrern so beliebte Steilhang gesperrt werden, da extreme Gefahr bestand. „Wir werden heuer genau beobachten, wie sich die Baumaßnahme auswirkt“, sagte Lorenz. Noch nicht soweit ist man mit dem Speicherteich am so genannten Garlandkessel , der für weitere Beschneiungen errichtet werden soll. Wie am Rande des Treffens in Ramsau zu erfahren war, ist dessen Bau frühestens im kommenden Jahr möglich.
Und noch eine weitere Baustelle beschäftigte die Behördenvertreter und Lawinenfachleute im Landkreis: die so genannte Ertüchtigung des Sylvensteinspeichers. Wegen der umfangreichen Baumaßnahmen - der Damm soll zur Verstärkung mit einer Betonwand aus- gerüstet werden - kann der Verkehr teilweise nur einspurig fließen. Hier wurde mitgeteilt, dass die Baustelle in wenigen Wochen bis April nächsten Jahres ruhen wird und deshalb der Verkehr zweispurig über den Damm laufen kann. Das bedeutet freie Fahrt nach Österreich und in die dortigen Skigebiete.
Skifahrer können sich im kommenden Winter wie auf der neu gestalteten Homepage des Lawinenwarndienstes Bayern in München über die Schneelage infor- mieren. Wie Hans Konetschny mitteilte, verzeichnete man in der vergangenen Saison über zwei Mil- lionen Zugriffe. Heuer neu im Netz ist die internationale Homepage www.avalanche.org.

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