Schadensausmaß ungewiss
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Das Gelbe Blatt
Bad Tölz - Wolfratshausen, 29.11.2011 12:00 |
 Helikopter und Bodenkräfte wurden den Flammen und Glutnestern Herr: Seit Freitag ist der Brand am Schwarzberg gelöscht. Von RALF FASTNER, Lenggries - Der Katastrophenfall ist aufgehoben. Der Löscheinsatz am Schwarzberg ist seit vergangenem Freitag beendet, der Waldbrand auf einer Fläche von etwa 14 Hektar gelöscht. Eine Schadenssumme kann nicht genannt werden. Dafür ist es noch zu früh. „Zuerst muss man sehen, wie viel des Baumbestandes noch abstirbt“, sagt mit Rudolf Plochmann der Leiter der Bayerischen Staatsforsten Bad Tölz.
Zu der Schadenssumme könne Plochmann also erst im Frühjahr bis Sommer 2012 nähere Auskünfte geben. Dann stellt sich freilich die Frage der Wiederaufforstung am Schwarzberg. „Der Umfang kann dann erst beschlossen werden.“
Unklar bleibt zunächst ebenso die Ursache des Flächenbrandes. „Die Brandermittler haben begonnen die Brandstellen zu begehen“, heißt es seitens des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd. Die Ermittlungen hat die Kriminalpolizei Weilheim inne. Noch am Donnerstag sind durch Aufnahmen einer Wärmebildkamera Brandherde entdeckt worden, diese konnten aber mittels Löschwasseraußenlastbehälter abgelöscht werden konnten. Zusätzlich war ein Helikopter des österreichischen Innenministeriums mit einer Wärmebildkamera im Einsatz.
„Der Katastrophenfall ist beendet“, sagte Landrat Josef Niedermaier am Freitag erleichtert. Seit Sonntag, 20. November, hielt der Brand die Einsatzkräfte in Atem. Immer wieder tauchten neue Glutnester auf, teils vom Wind wieder angefacht. Über 700 Kräfte von Feuerwehr, BRK, Wasserwacht, Bergwacht, Polizei, Bundeswehr, Bundespolizei, Staatsforst, Landratsamt und privaten Firmen waren im Einsatz. „Das hervorragende Zusammenspiel der verschiedenen Organisationen hat ganz wesentlich dazu beigetragen, die gefährliche Lage binnen kurzer Zeit in den Griff zu bekommen“, hielt Landrat Niedermaier fest. Ausschlag gebend sei laut Niedermaier der Einsatz von Hubschraubern gewesen: „Solch einen Brand hätte man vor 30 Jahren nicht bekämpfen können. Da hätte man einfach nur gewartet.“ Besonders zu würdigen sei aber der „enorme persönliche Einsatz aller Helfer, die teils unter schwierigsten und gefährlichen Verhältnissen, dazu beigetragen haben, diesen Waldbrand zu beenden“, sagte der Landrat.
Neben den Feuerwehren aus dem Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen waren zusätzlich Floriansjünger aus dem Landkreis Garmisch-Partenkirchen im Einsatz. Wertvolle Unterstützung kam zudem aus dem benachbarten Tirol von der Feuerwehr Schwaz, von Feuerwehren aus dem Landkreis Weilheim-Schongau sowie von der Münchner Berufsfeuerwehr sowie der Staatlichen Feuerwehrschule Geretsried.
„Es war ein Musterbeispiel an gelungener gegenseitiger Zusammenarbeit sowohl über Zuständigkeitsbereiche, als auch über Landesgrenzen hinweg“, sagte Niedermaier. |
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