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Bad Tölz - Wolfratshausen

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Die großen lauten Wölfe


Nachricht von: Das Gelbe Blatt
Bad Tölz - Wolfratshausen, 13.11.2011 12:00


Sechs Mann verursachen einen Höllenlärm: Beim Auftritt von Big Bad Wolf im Kursaal ging der Punk ab - und zwar nicht nur, weil die Verstärker zu laut eingestellt waren.
Von WOLFGANG BREITWIESER, Bad Heilbrunn - Mit dem Konzert der Rockband „Big Bad Wolf“ hat die Gemeinde Bad Heilbrunn bei ihrem Musikfestival 2011 zum Endspurt geblasen. Und zwar recht kräftig, denn der Kursaal und auch die nähere Umgebung bebten einen ganzen Abend lang. Es war ganz nach dem Geschmack der meisten Zuhörer, auch wenn sich einige nach einer halben Stunde schon Stöpsel in die Ohren steckten, denn die Verstärker waren einfach zu laut eingestellt. Das Sextett aus Holzkirchen war dabei zunächst nur ein Quintett, denn ein Verstärker war ausgefallen, so dass Gitarrist Wolfgang erst ein neues Gerät herbei schaffen musste. Was, wie man später merkte, wahrlich nicht notwendig gewesen wäre.
Auf ihrer Homepage versichert die Band zwar, sie bringe die Songs der sechziger und siebziger Jahre so rüber, wie sie damals geschrieben wurden. Das schaffte „Big Bad Wolf“ zumindest in Bad Heilbrunn aber nicht. Denn die Begleitmusik war zu laut, so dass der Gesang, um nicht unterzugehen, rausgedröhnt werden musste und dadurch unverständlich wurde. Bei den Originalstücken, ob nun von Elvis, den Beatles oder von Creedance Clearwater Revival, stand der Gesang immer im Mittelpunkt und die Instrumente sorgten für Begleitmusik im Hintergrund. Im Kursaal war das umgekehrt. So wurde der Abend für das Publikum, die in alten Erinnerungen schwelgen und die Oldies genießen wollten, zur Enttäuschung. Für jene aber, die lieber ausgelassen tanzen wollten und ohnehin eher zum Disco-Sound tendieren, sollte es ein schöner Abend werden, auch wenn die Tanzfläche zu klein war, um einen echten Rock’n’ Roll hinzulegen. Viele begnügten sich deshalb darauf, mit einem Weißbierglas in der Hand rhythmisch die Hüften zu wippen. Wäre die Akustik besser gewesen, hätte man sich an der Musik besser erfreuen können, denn gut spielen können die „großen bösen Wölfe“ allemal. Allein Drummer Sven war schon das Eintrittsgeld wert.
Das Bad Heilbrunner Musik-Festival 2011 endet am 25. und 26. November. Zunächst tritt Danny Street, der im vergangenen Jahr als Teil der „Balladiers“ am Festival teilgenommen hatte, im Landgasthof Reindlschmiede (Beginn: 20 Uhr) auf. Der Gitarrensolist verspricht einen ruhigen Song-Abend mit Pop-Balladen, die mit kleinen Hintergrundgeschichten gewürzt werden. Auch ein Gast darf heuer wieder kurz auftreten, diesmal Chiara Scholz. Und tags darauf sorgen Svea Thompson und Markus Eberhard im Café der Park-Villa (Beginn: 20 Uhr) für einen romantischen Liederabend mit beglei- tenden Texten aus mehreren Jahrhunderten. Karten für beide Konzerte sind im Vorverkauf in der Gästeinformation (Tel: 08046/323) erhältlich.

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