www.merkur-online.de

Nachrichten
Miesbach

Zurück zur Übersicht Artikel kommentieren

Garagen am Auerberg sollen weg


Nachricht von: Das Gelbe Blatt
Miesbach, 06.01.2012 12:00


Mehrere Garagenzeilen in der Auerbergsiedlung sollen nach dem Willen der Regierung weichen. Foto: Fischer
Von MARTINA FISCHER, Hausham – Garagen waren ein wichtiges Diskussionsthema in der vergangenen Haushamer Gemeinderatssitzung. Oder genauer: das Verschwinden von Garagen im Rahmen des Städtebauförderungs-Programmes „Soziale Stadt“ für die Auerbergsiedlung. Es stellt eine Grundbedingung der Regierung von Oberbayern dar, damit Zuschüsse fließen. Zu entscheiden galt es, ob das Programm, für das sich die Kommune beworben hat, weiter verfolgt werden soll.
390.000 Euro hat Hausham im vergangenen Jahr für die „Soziale Stadt“ beantragt. 50.000 Euro Förderung hätte die Gemeinde bei der Durchführung von Maßnahmen erhalten. „Da haben wir uns gedacht: dann zumindest ein Bolzplatz“, sagte Bürgermeister Hugo Schreiber. Ein solcher sei aber nicht als Einzelmaßnahme förderbar, erklärte die Regierung. Es müsse ein Gesamtkonzept umgesetzt werden, das durch einen Städteplaner und runde Tische mit den Bewohnern erstellt wurde. In diesem war ein zentraler Platz in der Siedlung angedacht. Dort stehen aber derzeit noch 43 Garagen. 33 sollen weichen und es wird wohl nicht wieder dieselbe Zahl neu errichtet.
„Die Garagen sind abbruchreif“, gestand Schreiber ein. Er fragte sich allerdings, ob der von der Regierung verlangte Abriss als erster Schritt der Maßnahme sinnvoll sei, zumal mit Bewohnerprotesten gerechnet werden könne. Ein weiterer Streitpunkt war die Frage, ob die Gemeinde eine Summe, deren Höhe noch nicht klar ist, in die Veränderung der Siedlung investieren solle. Bis zu 2,7 Millionen Euro könnten es sein, wenn alle vom Städteplaner vorgeschlagenen Maßnahmen verwirklicht werden. Bis zu 60 Prozent Zuschüsse sind möglich.
„Wenn wir in den Genuss der Städtebauförderung kommen wollen, müssen wir auch städtebaulich was machen. Nur ein Bolzplatz bringt es nicht“, sagte Hubert Lacrouts (CSU). Dabei erwartete er eine „Riesenaufwertung“ für die gesamte Siedlung. „Sprengstoff“ sah Thomas Danzer (SPD) im Garagenabriss und wollte eine weiterhin enge Einbindung der Bewohner in den Prozess. Auch Willi Eisenlöffel (FWH) erwartet Widerstände und plädierte dafür, zur Kostenreduktion nur Einzelmaßnahmen durchzuführen. Schließlich habe die Gemeinde auch andere Aufgaben wie Straßensanierungen. Dass die Planung nicht dem Konzept der Arbeitsgemeinschaft entspreche, monierten Peter Wagner (SPD) und Gerhard Klante (FWH). Letzterer empfand, dass die Bewohner von der Regierung übergangen würden. „Wollen wir da hinten das soziale Umfeld verbessern? Das sind nicht nur die Garagen“, wandte Lacrouts ein.
Gegen eine Stimme entschied der Gemeinderat, weiter am Förderprogramm „Soziale Stadt“ teilzunehmen und die Planungen voranzutreiben.

Ihre Kommentare

06.01.2012 23:15, Hausham, Herr Maier (nicht geprüft)
Die Bewohner werden die letzten sein die hier um Ihre Meinung gefragt werden. Die sollen das später nur wieder bezahlen. So sind die Fahrzeuge wenigstens vor Sachbeschädigung geschützt. In den letzten Jahren haben es die Jugendlichen nähmlich geschaft so ziemlich alles was man Ihnen zur Verfügung gestellt hat gnadenlos zu demolieren. Das wäre wie Perlen vor die Säue. Aber wer es sich irgendwie leisten kann zieht dort sowieso weg. Vor 25 Jahren konnte man dort gut wohnen, aber jetzt ist es das reinste Ghetto. Hängt aber rein an der Vergabepraxis der Wohnungen.


Jetzt eigenen Kommentar schreiben!

Ihr Kommentar:






Kleinanzeigen aufgeben
Das Gelbe Blatt online lesen

19.05.2012

16.05.2012

12.05.2012

09.05.2012


Bildergalerien
Närrischer Höhepunkt: Maschkera feiern den Faschingsendspurt bei großen Umzügen
Beeindruckende Tradition: 5500 Trachtler beim 100. Gaufest in Schliersee
Top-Nachrichten
Nachrichten in Ihrer Umgebung
LocalXXL Nachrichten
Meistkommentierte Artikel