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Löcher im Müll und in der Kasse


Nachricht von: Das Gelbe Blatt
Miesbach, 09.09.2011 16:00


Dieser Bagger gräbt sich in den Müll, 20 Meter tief muss der Schacht für die Sanierugsarbeiten auf der Haushamer Altdeponie werden. Foto: Thanner
Von FRIDOLIN THANNER, Hausham – Das VIVO Kommunalunternehmen muss tief in die Tasche greifen, um die ehemalige Mülldeponie am Brenten in Hausham in Schuss zu halten. Insgesamt rund sechs Millionen Euro werden die nötigen Sanierungsarbeiten in den kommenden Jahren kosten. Die ersten Arbeiten laufen bereits, derzeit ist schweres Gerät im Einsatz.
Mit Kamerabefahrungen wird der Zustand der Sickerwasserleitungen auf der bis in die zweite Hälfte der 80er Jahre aufgeschütteten Deponie untersucht. Doch in eines der verlegten 150-Millimeter-Rohre drückt ein Gegenstand, so dass die Kamera nicht mehr durchpasst. Und in einer zweiten Leitung hängt ein Stück Spülschlauch, der bei der Reinigung abriss. Deshalb ist es nun nötig, zwei mindestens 20 Meter tiefe Schächte zu graben, um an die Leitungen zu kommen. Diese werden dann saniert und für Sickerwasser sowie für laufende Kontrollen wieder durchgängig gemacht. Bis es soweit ist, gibt es aber noch eine Menge Arbeit. Ein kleiner Bagger gräbt sich derzeit in den Müll, dann werden die Ränder des entstehenden Schachtes mit Beton ausgespritzt. So geht es Stück für Stück bis hinunter auf 20 Meter. Bereist begonnen haben auch „Baumaßnahmen zur Ableitung von Oberflächenwasser im Einfahrtsbereich der Deponie, um die Sickerwassermengen zu reduzieren“, wie die VIVO mitteilt.
Diese Maßnahmen des ersten Bauabschnitts sollen rechtzeitig vor dem Wintereinbruch abgeschlossen sein. In den Folgejahren stehen dann laut VIVO-Sprecherin Beate Weindl die von den Fachbehörden, der Regierung von Oberbayern und dem Landesamt für Umwelt, verlangten Verbesserungsmaßnahmen zur Oberflächenabdichtung der Deponie an. Insgesamt erwartet das Warngauer Unternehmen Kosten von bis zu sechs Millionen Euro, davon zirka 1,5 Millionen Euro im Jahr 2011. Diese immensen Summen möchte die VIVO aber ohne Erhöhung der Abfallgebühren stemmen. Weil aber auch für die Altflächen keine Deponierückstellungen zur Verfügung stehen, wird die Finanzierung nach einem Beschluss des Verwaltungsrats des VIVO Kommunalunternehmens weitgehend aus dem Eigenkapital des Unternehmens erfolgen. „Der finanzielle Spielraum wird dadurch für die nächsten Jahre stark eingeengt“, teilte Weindl mit.

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