Abschluss einer kulinarischen Erfolgsgeschichte
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Nachrichten von
Das Gelbe Blatt
Penzberg, 29.07.2010 18:00 |
 Die „Cooktainers“ ziehen zum Abschluss des Unternehmens eine sehr positive Bilanz: (vorne von links) Leonie Zeitler, Nadja Alimoradian, Felix Meindl, Anna Eichhorn, Stefanie Stockinger, Leonie Finke, Jülide Sanal und Sarah Walter sowie (hinten von links) Martin Schwarz, Mendsaikhan Mendsuren, Jacob Fischer, Carolin Wernhard, Bianka Roppelt und Lehrerin Angela Bode. Von FRIEDERIKE WOLFERMANN, Penzberg - Da könnte sich so manches Dax-Unternehmen eine Scheibe abschneiden: Die Schülerfirma „Cooktainers“ des Penzberger Gymnasiums schloss ihr Geschäftsjahr mit einem Riesenerfolg ab und zahlte ihren Aktionären eine Rendite von 15 Euro pro 10-Euro-Aktie aus. Nun wird die Firma aufgelöst, und die Akteure hoffen, dass das im nächsten Schuljahr von den nächsten Elftklässlern neu zu gründende Unternehmen des Gymnasiums an dem sensationellen Ergebnis nicht gleich von vorn herein verzweifelt.
Felix Meindl, der Vorstandsvorsitzend der „Cooktainers“, präsentierte bei der Abschlussveranstaltung noch einmal die Erfolgsgeschichte des Unternehmens. Und die ist in der Tat beeindruckend, hatten die Mitglieder der Schülerfirma von der Idee, über Gestaltung, Probekochen und Fotografie, bis hin zur Produktion eines Kochkalenders und eines Kochbuchs mit internationalen Rezepten von vielen der 74 in Penzberg beheimateten Nationen alles selbst auf die Reihe gebracht. Und quasi als Sahnehäubchen verkauften sich Kalender und Buch auch noch sehr gut: Aus einem Umsatz von über 10.000 Euro wurden 3.822 Euro Gewinn erzielt. Wie in einer richtigen Aktiengesellschaft, mussten dabei auch Lohnkosten und Steuern abgeführt werden - zwar nicht ans Finanzamt, sondern an die Organisation „Junior“, welche bundesweit den Wettbewerb mit den Schülerfirmen durchführt.
Beim bayernweiten „Junior“-Wettbewerb setzen sich die Penzberger als Sieger gegen 75 Mitbewerber durch, im Deutschlandfinale landeten sie unter den ersten Zehn. „Vom Gewinn her, den unser Unternehmen erzielt hat, hätten wir eigentlich locker siegen müssen“, wie Felix Meindl anmerkte. Doch wurde nicht nur das Geschäftliche, sondern auch Dinge wie der Präsentationsstand bewertet, für den die „Cooktainers“ nach der Änderung der Maße kein Geld mehr ausgaben, was letztlich ja die Rendite geschmälert hätte. Trotzdem war es für die 18 Schüler und die betreuende Lehrerin Angela Bode eine tolle Erfahrung, und so manch ein Teilnehmer ist nun bei der Berufswahl auf gänzlich andere Möglichkeiten gestoßen.
Margit Mintzel, die Direktorin des Gymnasiums, zeigte sich stolz, „wie hervorragend unsere Schule repräsentiert wurde“ und meinte, dass alle Beteiligten von diesen Erfahrungen für ihr weiteres berufliches Leben profitiert hätten. „Daran werdet Ihr immer wieder denken und Mut fassen, wenn auch nicht immer so schnell ein so großer Erfolg zu erzielen ist“, gab sie den jungen Geschäftsleuten mit auf den Weg. |
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