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Hilfskonvoi auf Testfahrt


Nachricht von: Das Gelbe Blatt
Penzberg, 20.11.2011 12:00


„Wesentlicher Bestandteil des Brandschutzes“: Landrat Friedrich Zeller, der dritte Bürgermeister Ludwig Schmuck und Kreisbrandrat Rüdiger Sobotta (vorne von links) bei der Dienstversammlung der Feuerwehren.
Von HEYDRUN MÜLLER, Penzberg - Die Herbstdienstversammlung der Führungskräfte der Feuerwehren im Landkreis Weilheim Schongau fand diesmal in Penzberg statt. Bei den Grußworten wurde deutlich: der Dank der Kommunalpolitiker für ihren Einsatz für die Allgemeinheit ist den Floriansjüngern gewiss. Penzbergs dritter Bürger- meister Ludwig Schmuck nannte die Feuerwehren einen „wesentlichen Bestandteil des Brandschutzes“, würdigte, dass die Männer beim Einsatz ihre Gesundheit und ihr Leben riskierten, unterstrich, dass sie für Städte und Gemeinden von entscheidender Bedeutung seien und vergaß auch nicht den Dank an die Angehörigen, die zuhause darum bangen, „dass die Feuerwehrler gesund vom Einsatz zurück kommen“.
Diesen anerkennenden Worten schloss sich Landrat Friedrich Zeller rückhaltlos an. Zeller stellte sogar einen internationalen Vergleich an und attestierte den heimischen Wehren eine „perfekte Organisation.“ Für die Versammelten hatte Zeller ein Geschenk besonderer Art mitgebracht. Der Ausbau des Dachgeschoßes des Amtsgebäudes II der Kreisbehörde an der Steinhartstraße in Weilheim werde im Zuge der Renovierung mit einem besonderen Raum für den Katastrophenschutz versehen. Flexibel möbliert und - wenn das Geld dafür übrig bleibt - mit modernen Medien ausgestattet, soll er zum Lagezentrum ausgebaut werden. Als Termin für die voraussichtliche Fertigstellung nannte Zeller das Jahr 2013.
Kreisbrandrat Rüdiger Sobotta informierte über personelle Änderungen im Landkreis. In Oderding trat Michael Breu die Nachfolge von Kommandant Bernhard Frühschütz an. In Seeshaupt folgte auf Kommandant Anton Bauer sein bisheriger Vize Stefan Hieber, dessen Posten jetzt Michael Strein einnimmt. Verabschiedet wurde zu- dem Kreisbrandrat Franz Wunderer, der seit 1990 als Schirrmeister für das Fahrzeugwesen zuständig war. Sobotta bedankte sich bei Wunderer für seine langjährige Tätigkeit mit einem zu diesem Anlass gravierten Strahlrohr und einem Buchgeschenk. Gleichzeitig stellte er als Nachfolger den Kfz-Mechaniker und Techniker Klaus Peter aus Penzberg vor.
Als Folge der Überschwemmungskatastrophen wurden die einzelnen Wehren verpflichtet, Spezialkräfte und Spezialausrüstung für ein Hilfskontingent bereit zu stellen. Nach der theoretischen Aufarbeitung dieser Aufgabe sollte in einem Konvoi die praktische Überprüfung der Vorgaben erfolgen. Dazu rückte am 20. Oktober um 5 Uhr eine Kolonne mit 29 Fahrzeugen von Feuerwehr, BRK und THW in Richtung Neuburg an der Donau aus. Die drei Blöcke erreichten das Ziel um 9 Uhr. Sobotta berichtete über die dabei gemachten Erfahrungen bei möglichen Hochwasseralarmen und von dem Interesse, das das Innenministerium daran gezeigt habe. Seiner Überzeugung nach hat es sich keineswegs um eine „Gaudifahrt“, gehandelt, sondern vielmehr übergeordneten Stellen den guten Willen und die Einsatzbereitschaft gezeigt.

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