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Nachwuchs in der Garage


Nachricht von: Das Gelbe Blatt
Penzberg, 19.11.2011 14:00

Von ALEXANDER KRAUS, Penzberg - Die BRK Bereitschaft an der Winterstraße in Penzberg wurde heuer modernisiert, zu- dem wurden vier neue Fahrzeuge angeschafft. Bei einem Pressetermin zeigten Bereitschaftsleiter Ludwig Schmuck und Wachleiter Tommy Fischer nun die neuen Errungenschaften, in die das BRK insgesamt gut 100.000 Euro investierte. „Alles Geld aus Spenden und Mitgliedsbeiträgen“, er- klärte Schmuck stolz.
Automatisch verschließbare Tore an der Frontseite des BRK-Hauses vereinfachen nun die Arbeit der Mitarbeiter. Zudem gibt es im Innenhof seit Beginn des Jahres einen Aufzug. „Der ist Gold wert“, sagt Schmuck. Im Lift können etwa Blutspenden nach unten geschafft werden, ebenso sind auch Material- sowie Krankentransporte möglich.
Den Hauptteil investierte das BRK aber für die neuen Fahrzeuge. Zum einen gibt es einen Wagen für den Helfer vor Ort (HVO). „Der kommt zum Einsatz, wenn der Rettungsdienst gebunden oder unterwegs ist“, erklärt Schmuck. Der HVO beginnt mit den lebensrettenden Sofortmaßnahmen, bis der Rettungs- wagen kommt. Zehn bis zwölf ehrenamtliche Mitarbeiter des BRK sind in der Lage, als Rettungsdiensthelfer mit Sanitätsausbildung das HVO-Fahrzeug zu führen. Der Opel Corsa steht immer beim diensthabenden Helfer vor Ort zu Hause. Großer Vorteil: Der Mitarbeiter ist schnell verfügbar - und das 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr. Früher musste der HVO per Piepser alarmiert werden, dann fuhr er mit dem Privatauto zur Bereitschaft, stieg in den Dienstwagen und machte sich erst dann auf den Weg zum Einsatz. „Jetzt geht das alles viel effizienter, es gibt keine Zeitverzögerung“, betont Schmuck.
Etwas größer als der HVO-Wagen ist das Fahrzeug für den Rettungsdienst-Einsatzleiter. Der weiße Opel Astra ist mit Sonderwarneinrichtungen und Funk ausgerüstet. „Der Einsatzleiter ist der verlängerte Arm der Leitstelle“, erklärt Schmuck, „er koordiniert den Einsatz des Rettungsdiensts“. Darüber hinaus fungiert er „als Verbindungsstelle mit anderen Hilfseinrichtungen wie Feuerwehr und Polizei“, sagt Wachleiter Tommy Fischer. Sechs Mitarbeiter des Roten Kreuzes, die sich ständig ab- wechseln, sind in der Lage, das Fahrzeug zu führen. Bei Bränden oder anderen Großschadensereignissen muss der Einsatzleiter vor Ort sein. „Das hat uns das bayerische Rettungsdienstgesetz aufs Auge gedrückt“, erklärt Fischer. Und diese Vorschrift veranlasste das BRK Penzberg letztlich zum Kauf des Fahrzeugs.
Neu ist in der Bereitschaft auch der Rettungswagen, der bei Katastrophenschutz-Einsätzen und zur Event-Absicherung gebraucht wird. Für vergleichbare Fälle wird der Krankenwagen benötigt, den die BRK-Bereitschaft von Roche geschenkt bekam. „Wir mussten ihn nur weiß bekleben“, sagt Ludwig Schmuck. Roche bekam einen neuen Krankenwagen und überließ den alten dem BRK.
Alle vier Fahrzeuge werden im Rahmen des 90-jährigen Gründungsfests der BRK-Bereitschaft Penzberg am Sonntag, 27. November, geweiht.

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