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Noch kein Magister


Nachricht von: Das Gelbe Blatt
Penzberg, 04.02.2012 12:00


Imam Benjamin Idriz nimmt zu den Vorwürfen Stellung.
Von ANDRÉ LIEBE, Penzberg - Im Internet wurde schon vom „Gutti-Imam“ geschrieben, weil Benjamin Idriz ja ganz offenbar seinen Lebenslauf in ähnlicher Weise geschönt hat wie der Ex-Verteidigungsminister. Sagt zumindest das TV-Magazin „report“ des Bayerischen Rundfunks (BR). Stimmt aber nicht, sagt Idriz und legt seitenweise Dokumente vor. Dass der Imam nicht zum „Gutti“ taugt und Penzberg wohl noch eine Zeit lang erhalten bleibt, zeigte sich am Freitag: Da kam Philip Murphy, der Botschafter der USA in Deutschland, in die Penzberger Moschee.
Konkret ging es im Beitrag von „report“ darum, dass Idriz in seinem Lebenslauf angegeben hat- te, an der Al Ouzai Universität in Beirut den Magister in Islamischen Studien abgelegt zu haben, obwohl dies nicht richtig ist. Das wird von Idriz auch als „unpräzise und missverständliche Angabe“ eingeräumt. Falsch sei aber die Behauptung, dass er sich in Beirut nur fürs Studium eingeschrieben, dieses aber nicht weiter verfolgt habe. Am Mittwoch legte Idriz eine vom gleichen Tag stammende Bestätigung der Universität Beirut vor, die besagt, „dass der Student alle Fächer der Magisterstufe erfolgreich abgeschlossen hat“. Die Magisterarbeit will Idriz „baldmöglichst schreiben“, jedoch sei hier keine Eile geboten, weil er den akademischen Grad nur aus persönlichen Gründen anstrebt, ihn aber nicht für seine Arbeit braucht. In seinem Lebenslauf auf der Internetseite der Islamischen Gemeinde hat Idriz den Magister mittlerweile entfernt und durch die Angabe „Masterstudium“ ersetzt. Dass er ein Interview mit „report“ abgelehnte, begründet er mit dem Wunsch des BR, über das Thema „Der politische Islam in Deutschland und Europa“ sprechen zu wollen. Er sah sich dadurch in einen Zusammenhang gebracht, der konträr zu seinem Wirken steht. Idriz: „Ich setze mich seit langem für einen unabhängigen und zeitgemäßen Islam ein, der gerade nicht von irgendwelchen Strömungen und Bewegungen gesteuert oder auch nur beeinflusst wird.“. Er glaubt, dass mit dem Bericht das von ihm in München geplante Zentrum für Islam in Europa (ZIEM) diskreditiert werden soll.

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