Wirtschaftspreis für Bäckerei Eberl aus Bichl

Mit dem Wirtschaftspreis 2010 ausgezeichnet: Josef, Karin und Seniorchefin Stasi Eberl, Laudator Christian Winter, Landrat Josef Niedermaier, Jürgen Seitz sowie Peter und Sonja Kastner (von links).

Josef Eberl, der „Bäck von Bichl“ sowie die CNC-Fertigungstechnik GmbH aus Wadl- hausen bei Icking wurden von Landrat Josef Niedermaier im Rahmen einer Feierstunde mit dem Wirtschaftspreis 2010 des Landkreises Bad Tölz-Wolfratshausen ausgezeichnet. Darüber hinaus gab es noch einen Anerkennungspreis für das Geretsrieder Softwareunternehmen QFS. Den größten Applaus an diesem Abend aber erhielt Christian Winter für seine humorvolle Laudatio auf die Bäckerei Eberl. Mit Blick auf die seit 1649 andauernde Familientradition im Hause Eberl meinte Winter, es wäre durchaus an der Zeit, „da

ss der Landrat den Eberl in den Adelsstand erhebt: Josef, der Dritte, Bäck von Bichl, das klingt doch nicht schlecht.“ „Durch ihre Erfolgsgeschichten sollen die ausgezeichneten Betriebe vor allem den anderen Unternehmen im Landkreis Mut machen“, betonte Landrat Niedermaier. Da- bei führte er aus, dass sich der einmal im Jahr stattfindende Wirtschaftsempfang „mittlerweile zu einem wichtigen Instrument der regionalen Wirtschaftsförderung entwickelt hat“. Da werden nicht nur die Preise übergeben, sondern es bietet sich für viele Vertreter der Unternehmen die Gelegenheit miteinander ins Gespräch zu kommen. Weiter führte der Landrat aus, dass die hiesige Region wirtschaftlich „sehr gut dasteht“: Unter den rund 34.000 sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten sind über 7.000 Handwerker. Außerdem habe man seit langem die niedrigste Arbeitslosenquote im Bereich der Agentur Rosenheim und heuer mehr offene Ausbildungsstellen als Bewerber. Dass einer der beiden Wirtschaftspreise sodann an Josef Eberl verliehen wurde, darf nicht verwundern. Denn der Chef und seine 43 Mitarbeiter in der Bichler Bäckerei sowie den Filialen in Benediktbeuern und Penzberg „vereinen Tradition und Fortschritt“ wie Niedermaier sagte. Zudem ist Eberls Bäckerei die einzige in Oberbayern, die nach den strengen und sozialen Regeln des europäischen Umweltsiegels EMAS II arbeitet. Sie verfügt zudem als einzige in Bayern über eine moderne Rauchgas-Waschanlage, die nicht nur die Abwärme aus den Kaminen nutzt, sondern zudem den jährlichen Kohlendioxid-Ausstoß um zwei Drittel reduziert. Ebenfalls vorbildlich ist bei Eberl das soziale Engagement etwa bei der Vergabe der Ausbildungsstellen und der flexiblen, familienfreundlichen Teilzeitarbeit. Seit 14 Generationen befin- det sich die Bäckerei nunmehr im Familienbesitz, und mit den Kindern Sepperl (5) und Mathias (3) von Karin und Josef Eberl wächst die nächste bereits heran. Davon kann die CNC-Fertigungstechnik GmbH von Peter Kastner und Jürgen Seitz nur träumen. Dafür hat man hier ein beeindruckend rasantes Wachstum hingelegt. Mit ein Grund für die Ver- leihung des Wirtschaftspreises war aber auch der Einsatz von erneuerbaren Energien (Biogas) in dem Unternehmen, das Metallteile mit höchster Präzision für die Bereiche Flugzeugbau, Medizintechnik, Automobil- und Elektroindustrie herstellt. Den Anerkennungspreis des Landkreises verdiente sich das Softwareunternehmen QFS schließlich durch umfangreiche soziale Angebote. Dazu zählen von der Firma bezahlte Kindergartenplätze eben- so wie eine hohe betriebliche Altersversorgung, flexible Arbeitszeiten mit der Möglichkeit auch zu Hause zu arbeiten und eine betriebliche Gesundheitsförderung. Ferner zahlt die Firma bis zu 17 Monatsgehälter an ihre Mitarbeiter aus.

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