Von dezent bis kreischend

Der neue BMW Z4 M40i hat mehrere Gesichter

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Der BMW Z4 ist ein selbstbewusstes Auto.

Es geht bergab. Nicht im übertragenen Sinne. Keineswegs. Aber doch merklich spürbar. Bis man im Sitz des neuen Zweisitzers Z4 angekommen ist, geht es weit nach unten.

Die tiefe Fahrerposition ist ein Markenzeichen des Roadsters, der schon beim Einsteigen Rasanz versprüht und tatsächlich als neuer Sportler von BMW taugt – vor allem in der Topversion M40i. Der jüngste Spross der Bayern ist nicht nur ein gelungenes Update gegenüber dem Vorgänger, acht Zentimeter länger und sieben Zentimeter breiter. Sein markantes Äußeres ähnelt auch sehr der 2017 vorgestellten Studie BMW Concept Z4 – gut so.

BMW Z4 M40i: Typisch Roadster

Die Front trägt extra breite Nieren und große Lufteinlässe. Statt normaler Nierenstäbe setzt BMW ein Gitter ein, das an den hauseigenen 328 Mille Miglia von 1939 erinnern soll. Die Scheinwerfer sind besonders scharf gezeichnet. Markant von der Seite sind die großen Lufteinlässe hinter den Vorderrädern. Das kantige Heck mit dem kleinen Spoiler, flachen und breiten Endrohren sowie den vertikalen Luftschlitze rechts und links ähnelt dem neuen BMW 8er.

BMW hat dem Z4 auch das neue Digital-Cockpit spendiert.

Im tiefen Sitz angekommen, schaut man – typisch Roadster – auf eine lange Motorhaube. Und auf das wichtigste Feature im Innenraum: Das neue Digital-Cockpit (Live Cockpit Professional), das auch BMW 8er und X5 bekommen. Das 10,25-Zoll-Display lässt sich frei konfigurieren, komplett ohne Schablonen.

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Vor- und Nachteile des BMW Z4 M40i

Alle Bedienelemente sind leicht zum Fahrer geneigt. Der knuffige und gut in der Hand liegende Gangwahlhebel für das Automatikgetriebe wurde vom 8er übernommen. Geschaltet werden kann freilich auch mit Wippen am Lenkrad. Der Startknopf sitzt in der Mittelkonsole und nicht mehr im Armaturen-Träger.

Kleiner Kritikpunkt: Der Gurt ist etwas umständlich zu erreichen, und fest am Sitz sitzende Kopfstütze könnte für etwas größer gewachsene Insassen höher angebracht sein. Gefühlte Lappalien, wenn es ums Fahren geht. Da ist zuerst der Sound: Der Z4 M40i kann fast alles, von dezent bis brüllend. Beim Starten faucht der Sechszylinder kurz auf, gibt sich dann zurückhaltend, wenn man gemächlich durch die Stadt oder über die Autobahn rollt.

So fährt sich der BMW Z4 M40i

Lässt man alle Fahrmodi unangetastet und verzichtet auch auf den manuellen Getriebe-Modus, fährt sich der Dreiliter-Turbo lammfromm. Dann lässt es sich entspannt cruisen – auch ohne Stoffverdeck, das sich während der Fahrt bis zu 50 km/h in gut zehn Sekunden per Knopfdruck öffnen und schließen lässt. Die Achtgang-Steptronic schaltet präzise und kaum merkbar.

Mit einem Tritt aufs Gaspedal, erwacht der Sportler auch akustisch: röhrend, nicht zu laut, aber doch erkennbar kraftstrotzend, schießt der 340-PS-Bolide davon. Stellt man den Fahrmodus per Knopfdruck neben dem Schalthebel auf "Sport Plus", wird es giftig: Dann kreischt, gurgelt und faucht der Motor fast wie ein Formel-1-Bolide. Die Gänge drehen höher (bis etwa 7.500 U/Min.), der Gasdruck reagiert direkter, ESP schaltet sich automatisch ab. Ab geht's!

Mit seinem kantigen Heck erinnert der BMW Z4 an den BMW 8er.

In Kurven neigt der Hinterradantriebler zum Ausbrechen – sprich: zum "Driften". Auch die direkte Lenkung mit dem kräftigen Lenkrad und die Gewichtsverteilung von 50:50 sorgen dafür, sich auf die nächste Kurve zu freuen. Der Fahrzeugschwerpunkt des 1,6-Tonners liegt im Vergleich zum Vorgänger tiefer, auch die Spurweiten vorn (plus 98 mm) und hinten (plus 57 mm) sind deutlich gewachsen.

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BMW Z4 M40i: Spritverbrauch und Stauraum

Der Verbrauch kann von gut neun Liter bis auf weit über zehn Liter Superbenzin pro 100 Kilometer reichen – je nach Einsatzbereitschaft des rechten Gasfußes. Mit dem 52-Liter-Tank kommt man dann im Schnitt rund 500 Kilometer weit. Bei 250 km/h endet der Geschwindigkeitsrausch.

Der Kofferraum ist zwar recht flach. Aber für einen 4,3 Meter langen Zweisitzer geht mit 281 Liter Stauraum deutlich mehr hinein als nur Handgepäck. Zum Vergleich: Der Porsche Boxster nimmt 275 Liter auf, der Audi TT 280.

Fazit: Der BMW Z4 ist ein selbstbewusstes Auto. Das spürt man auch beim Grundpreis, der beim Vierzylinder-Einstiegsmodell mit 197 PS bei 40.950 Euro beginnt und beim Topmodell M40i 60.950 Euro beträgt – freilich plus Extrawünsche. Doch wer sich den Roadster leisten kann, wird auch im Alltag seine Freude haben.

Im Modus "Sport Plus" wird der BMW Z4 richtig giftig.

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joi

Technische Daten des BMW Z4 M40i

Motor und Getriebe:

Sechszylinder-Turbobenziner, Hubraum 2.998 ccm, Leistung 340 PS, max. Drehmoment 500 Nm bei 1.600 U/Min., Achtgang-Automatik, Hinterradantrieb

Fahrleistungen:

0-100 km/h in 4,5 Sek, 250 km/h Spitze

Kraftstoffverbrauch:

9,2 l/100 km EU-Norm innerstädtisch, 6,3 l/100 km außerstädtisch, 7,4 l/100 km kombiniert 10,2 l/100 km (Super Benzin) Testverbrauch CO2-Emission 193 g/km

Maße und Gewichte:

Länge/Breite/Höhe 4.324/1.864/1.304 mm, Kofferraumvolumen 281 Liter, Gewicht 1.610 kg, Zuladung 250 kg

Preis:

60.950 Euro

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