Test

Der neue Ford Focus Turnier: Darum kaufen so viele Menschen dieses Auto

+
Der neue Ford Focus Turnier.

Daten, von denen viele Autokonzerne nur träumen: Von einem Modell alle 48 Sekunden eines verkaufen. Und das seit 20 Jahren, weltweit. Ford hat mit dem Focus so ein Auto.

16 Millionen mal wurde der Ford Focus bislang verkauft. Mittlerweile rollt die vierte Generation zum Händler. Besonders beliebt ist in Deutschland der Kombi, den man unter 20.000 Euro haben kann: Drei von vier Focuskäufern entscheiden sich für ihn.

Das ist neu beim Ford Focus Turnier

Wie so oft dreht sich beim Kombi alles um den Platz, denn er soll schließlich praktisch sein, für den Familienausflug am Sonntag oder für die samstägliche Einkaufstour durch die Bau- und Gartenmärkte. Und so ist es kein Wunder, dass der Turnier wieder einmal gewachsen ist, zumindest in der Länge. Die zusätzlichen zwei Millimeter in der Breite sind kaum der Rede wert. In der Höhe hat er sogar um 20 Millimeter abgenommen.

Dafür ist der Familien-Ford um stattliche 108 Millimeter länger geworden. Fast die Hälfte davon kam dem Radstand zugute, was zu dem praktischen Umstand führt, dass die C-Säule nach hinten wandert und die Passagiere im Fond mehr Platz haben. In Zahlen: Mit 81 Zentimetern Kniefreiheit klopft der Focus fast im Premium-Segment an. Apropos mehr Raum: Jetzt passen 1.653 Liter Ladung (Ladekante bis zu den Rücksitzen) und damit 140 Liter mehr als beim Vorgänger rein.

Lesen Sie hier: Wechselfrist Ende November: Darauf sollten Sie bei Ihrer neuen Kfz-Versicherung unbedingt achten.

Wie macht sich der Turnier nun im Test?

Der erste Eindruck: Abgesehen davon, dass sich der Kombi nun auch dank der nach hinten gerutschten C-Säule recht elegant streckt, steht ihm auch das neue Markengesicht mit dem schärfer geformten Kühlergrill und den markanten Lufteinlässen vorne recht gut zu Gesicht.

Wer Platz nimmt auf dem Fahrersitz, dem fällt sofort das kleine senkrechte Plexiglas auf dem Cockpit auf. Aha - das ist also das HUD, das erste Head-Up-Display für den Focus. Die Frage lautet: Besser als nichts oder besser nicht? Der Sinn eines HUDs ist ja, dass man wichtige Daten ablesen kann, ohne den Blick auf die Armaturen senken zu müssen. Aber wenn man wie hier nur eine Stummelprojektion vor sich hat: Dann lieber nicht.

Lesen Sie hier: Sollen Senioren zum Fahrtest? Umfrage fällt ziemlich deutlich aus.

Focus-Cockpit ansonsten wie gehabt

Der neue Ford Focus Turnier kann per Smartphone verliehen werden.

Quadratisch, praktisch, gut - was vor allem auf den Steuermonitor, der mitten auf dem Armaturenbrett prangt, zutrifft. Was die Connectivity, also die digitale Anbindung an die (Internet-)Welt anlangt, so hat Ford beim Focus ebenfalls eine Schippe draufgelegt: Wifi-Hot-Spot für bis zu zehn Geräte. Per Handy-App lassen sich wichtige Fahrzeugdaten wie Tankfüllung oder Ölstand abrufen. Ja sogar ein digitaler Schlüssel ist dabei. Damit kann der Focus per Smartphone verliehen werden. Und wer nicht mehr weiß, in welcher Seitenstraße er sein Auto nach einer enervierenden Parkplatzsuche nun abgestellt hat, einfach Handy einschalten, seinen Ford orten und Ford fahren.

Lesen Sie hier: Die neue Mercedes C-Klasse im Test: So schlagen sich die neuen Modelle.

Ford Focus Turnier: Digitale Anbindung

Das Navi wird alle 30 Sekunden mit den neuesten Verkehrsdaten versorgt und wer im Stau landet, dem hilft der neue Assistent, der den Focus selbständig im Stop-and-Go-Betrieb voranbringt. Immer unter der Voraussetzung, dass sich das Vorderauto auch innerhalb von drei Sekunden weiterbewegt. Sonst muss man mit dem Gasfuß ein wenig nachhelfen. Ebenfalls neu im Focus ist der Ausweich-Assistent, der Auffahrunfälle vermeiden soll.

Sauber! Bei den Motoren vermeldet Ford, dass alle Aggregate die neueste Norm Euro 6-d-Temp erfüllen. Auch die Diesel, von denen hier zwei im Einsatz sind: Der 1,5-Liter mit 95 oder 120 PS oder der 2-Liter mit 150 PS. Bei den Benzinern gibt es nur Dreizylinder: den kleinen 1,0-Liter mit 85, 100 oder 125 PS. Oder das größere 1,5-Liter Aggregat mit 150 oder 182 PS. Die Motorenfamilie verfügt dabei über eine Besonderheit, die Ford als erster Hersteller bei einem Dreizylinder eingeführt hat: Eine der drei Brennkammern kann sich, wenn nicht benötigt, abschalten. In der so genannten Segelfunktion ist der Focus dann nur noch auf zwei Töpfen unterwegs. Das System schaltet dabei innerhalb von 14 Millisekunden um, von daher merkt man auch bei der Testfahrt nichts - weder das Ab- noch das Zuschalten.

Lesen Sie hier: Der neue Opel Combo - was ihn von Rifter und Berlingo unterscheidet.

Empfehlenswert ist übrigens das kleine Benzintriebwerk mit dem 1-Liter-Hubraum. Nicht umsonst trägt es den Titel "Engine of the Year". Wer beim Sprit sparen will, und ein nur unterentwickeltes Grundbedürfnis nach Fahrpass hat, der kommt auch mit 85 PS aus, für alle anderen gibt es ja noch die Variante mit 40 Pferdestärken mehr.

Noch Kombi-Kunde, und noch nicht ganz reif für einen SUV? Auch dem kann beim Focus jetzt geholfen werden. In der Ausführung Active wächst der Kleinwagen einfach in die Höhe. 30 Millimeter mehr Bodenfreiheit - damit ist der Turnier schon fast ein SUV. Dauert aber noch bis zum Frühjahr, bis man kauftechnisch hier aktiv werden kann.

Alles beim Alten: Das gilt beim Focus Turnier nur für Namen und Preis. Die günstigste Kombi-Variante in der Trend-Ausstattung und mit dem 85-PS-Motor startet bei 19.900 Euro, der Kompakte kostet 18.700 Euro.

Auch interessant: Pariser Autosalon: Alle Mercedes-Neuheiten im Check.

Von Rudolf Bögel

James Bond oder Batman? Das sind die besten Filmautos aller Zeiten

Aston Martin DB5
Aston Martin DB5 aus dem Film "Goldfinger". © picture alliance / dpa /  Peter Kneffel
DeLorean DMC-12
DeLorean DMC-12: Die legendäre Zeitmaschine aus "Zurück in die Zukunft". © picture alliance / dpa /  Jason Szenes
Herbie
Herbie, der Käfer mit Gefühlen, ist bekannt aus vielen Filmen. © picture alliance / dpa / Daniel Deme
Batmobil aus den 1960er Jahren.
Batmobil aus den 1960er Jahren. © picture alliance / dpa / Barrett-Jackson / George Barris
Ecto-1
Mit Ecto-1 gingen die Geisterjäger auf Jagd. © picture alliance / dpa / Daniel Deme
Bumblebee
Bumblebee ist eigentlich ein Transformer, tarnt sich aber als Chevrolet Camaro. © picture-alliance/ dpa / Rob Widdis
Bullit
Bullit: Steve McQueen ging im gleichnamigen Film auf eine der längsten Verfolgungsjagden der Filmgeschichte. © picture alliance / Boris Roessler / dpa
The Gigahorse: In "Mad Max: Fury Road" geht Immortan Joe im Gigahorse auf die Jagd auf Furiosa.
The Gigahorse: In "Mad Max: Fury Road" geht Immortan Joe im Gigahorse auf die Jagd auf Furiosa. © picture alliance / dpa / Dean Lewins

Auch interessant

Meistgelesen

4.000 Mal falsch geblitzt - jetzt zahlt Stadt Bußgelder zurück
4.000 Mal falsch geblitzt - jetzt zahlt Stadt Bußgelder zurück
Audi e-tron: Kann der Elektro-SUV Tesla Konkurrenz machen?
Audi e-tron: Kann der Elektro-SUV Tesla Konkurrenz machen?
Warum werden im Fernsehen die Nummernschilder verpixelt?
Warum werden im Fernsehen die Nummernschilder verpixelt?
Verlieren Verkehrsschilder ihre Gültigkeit, wenn sie schmutzig oder verschneit sind?
Verlieren Verkehrsschilder ihre Gültigkeit, wenn sie schmutzig oder verschneit sind?

Kommentare