Er bestreitet die Tat

24 Jahre nach Prostituierten-Mord: Tatverdächtiger festgenommen

Eine damals 36-jährige Prostituierte wurde tot in einem Straßengraben gefunden. Erst jetzt, mehr als 24 Jahre später, konnte ein Tatverdächtiger festgenommen werden.

Augsburg - Mehr als 24 Jahre nach dem Mord an einer Prostituierten hat die Augsburger Kripo einen Tatverdächtigen festgenommen. Oberstaatsanwalt Matthias Nickolai sagte am Freitag, dass es mehrere neue Spuren in dem bislang ungelösten Kriminalfall gebe, darunter seien auch DNA-Spuren. Ein 49-Jähriger sei nun aufgrund eines Haftbefehls festgenommen worden. „Der Beschuldigte bestreitet die Tat.“

Zunächst hatte die „Augsburger Allgemeine“ (Freitag) darüber berichtet, dass es im Fall des Mordes an der 36 Jahre alten Augsburger Prostituierten eine Festnahme gegeben habe. Nickolai sagte, zur Lösung des alten Falls sei bei der Kripo eine Arbeitsgruppe mit vier bis sechs Beamten gegründet worden. Weitere Angaben zum damaligen Tatablauf und den aktuellen Erkenntnissen machte er nicht, um nicht die Ermittlungen zu gefährden.

16-Jähriger fand die Leiche beim Spazierengehen

Nach der früheren Berichterstattung wurde am 25. September 1993 die Leiche in einem Straßengraben in Gessertshausen (Landkreis Augsburg) entdeckt. Die Prostituierte war erschlagen worden. Ein 16-Jähriger hatte die Tote bei einem Spaziergang entdeckt. Neben der Frau lag ein 20 Zentimeter langer Möbelfuß aus Holz, mutmaßlich die Tatwaffe. Bereits unmittelbar nach dem Verbrechen ging die Polizei davon aus, dass der Fundort nicht der Tatort war.

Die 36-Jährige soll etwa 15 Jahre lang als Prostituierte gearbeitet haben. Schon damals gründete die Kriminalpolizei eine Sonderkommission. Die Ermittler suchten Zeugen, die die Frau kurz vor der Entdeckung der Leiche an ihrem Stammplatz auf dem Straßenstrich in Augsburg gesehen haben. Letztlich konnte aber kein Täter überführt werden.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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