Durch Bisswunde überführt 

Nach mysteriösem Mord an Mädchen vor 40 Jahren: Verdächtiger vor Gericht - Ehefrau soll aussagen

Ein mittlerweile 57-jähriger Mann, der seit Mai 2019 in U-Haft sitzt, wird verdächtigt, vor 40 Jahren ein Mädchen in Aschaffenburg ermordet zu haben (Symbolbild). 
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Ein mittlerweile 57-jähriger Mann, der seit Mai 2019 in U-Haft sitzt, wird verdächtigt, vor 40 Jahren ein Mädchen in Aschaffenburg ermordet zu haben (Symbolbild). 

Vor 40 Jahren wurde in Aschaffenburg ein Mädchen ermordet - und lange fehlte vom Täter jede Spur. Nun hat der Prozess gegen einen heute 57-jährigen Mann begonnen.

  • Ein 57-Jähriger sitzt in Untersuchungshaft, weil er vor 40 Jahren ein Mädchen ermordet haben soll.
  • Am Mittwoch (8. Januar) begann am Landgericht Aschaffenburg der Prozess. 
  • Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann Mord vor.

Update vom 7. Februar: In dem Indizienprozess gegen den 57-Jährigen Angeklagten könnte es zu einer Wende kommen, wie Merkur.de berichtet.

Update vom 9. Januar: Am gestrigen Mittwoch hat der Prozess gegen einen 57-Jährigen begonnen. Er soll 1979 ein 15-jähriges Mädchen in Aschaffenburg getötet haben. Es wird ein Indizienprozess, wie Merkur.de* berichtet.

Update vom 8. Januar, 13.43 Uhr: Ein 57-Jähriger steht seit heute vor Gericht. Ihm wird vorgeworfen 1979 ein 15-jähriges Mädchen getötet zu haben. Der Angeklagte hat die Tat bestritten. er gab an, dass er sich nur wenig an den Tag im Dezember 1979 erinnern könne. Aussagen von 1979, als die Polizei ihn vernommen hatte, widerrief der Mann. Er habe sich damals lediglich vor seiner Clique profilieren wollen.

Mord vor 40 Jahren: Mann (57) steht vor Gericht

Update vom 8. Januar, 9.57 Uhr: Seit heute steht ein 57-Jähriger Mann wegen Mordes an einer 15-Jährigen vor Gericht. Der Mord geschah 1979 in Aschaffenburg. Der Angeklagte betrat den Verhandlungssaal des Landgerichts an der Seite seines Verteidigers, vor Blicken geschützt hinter einer roten Aktenmappe und den Kopf mit einer blauen Kapuze bedeckt.

Am ersten Verhandlungstag sollen unter anderem die Ehefrau des Angeklagten sowie ein Ermittler als Zeugen aussagen. Insgesamt sind zehn Verhandlungstage angesetzt, 40 Zeugen sollen zu Wort kommen.

Durch eine Bisswunde waren die Ermittler ihm nach über 40 Jahren auf die Spur gekommen, der Mann war damals ein Nachbar des Mädchens. Er soll der Anklage zufolge die 15-Jährige nach einem Stenographie-Kurs in den Schlosspark gebracht, sich an ihr vergangen und sie erwürgt haben.

Video: Schon 2018 wurde Anklage erhoben

Nach 40 Jahren: Mann wegen Mordes an 15-Jähriger vor Gericht

Update, 7. Januar 2020: Der mittlerweile 57-jährige Mann, der seit Mai letzten Jahres in Untersuchungshaft sitzt, muss sich ab Mittwoch (8.1.) vor dem Landgericht Aschaffenburg verantworten. Vor 40 Jahren soll er ein damals 15-jähriges Mädchen ermordet haben. Die Ermittler waren Jahrzehnte nach der Tat auf ihn gekommen, nachdem sie ihm die Spuren einer Bisswunde zuordnen konnten, die er der 15-Jährigen im Dezember 1979 zugefügt haben soll.

Der Prozess gegen den 57-Jährigen wird trotz seines inzwischen erreichten Alters nach den Bestimmungen des Jugendstrafrechts geführt - der Angeklagte war zur Tatzeit 17 Jahre alt. Bruder und Schwester des Opfers treten als Nebenkläger auf. Als Straftatbestand kommt ausschließlich Mord infrage - eine Verurteilung etwa wegen Totschlags ist nicht möglich, weil das Verbrechen dann bereits verjährt wäre. Mord kann nach deutschem Recht nicht verjähren.

Aschaffenburg in Bayern: Verdächtiger nach fast 40 Jahren verhaftet - Mann soll Opfer gekannt haben

Aschaffenburg - Rund 40 Jahre nach dem gewaltsamen Tod einer Schülerin in Aschaffenburg hat die Polizei einen Verdächtigen festgenommen. Der heute 56-Jährige steht im Verdacht, das 15-jährige Mädchen am Abend des 18. Dezember 1979 im Schlosspark der unterfränkischen Stadt ermordet zu haben. Er habe als damals 17-Jähriger das Mädchen gekannt, teilte die Polizei am Montag mit. Der Mann sitze seit Mitte Mai in Untersuchungshaft.

Cold Case: Wie genau die Polizei nach 40 Jahren auf den Verdächtigen gekommen sind, sagen sie noch nicht

Wie genau die Polizei nach fast vier Jahrzehnten auf den Verdächtigen gekommen ist, wollte sie zunächst nicht sagen. Ermittlungen einer Kommission für Altfälle, sogenannte Cold Cases, hätten einen dringenden Tatverdacht ergeben. Der Verdächtige schweige zu den Vorwürfen. Passanten hatten das Mädchen damals gefunden. Auch im Fall der seit 1976 vermissten Schülerin Monika Frischholz gibt es neue Hinweise: Die Polizei hat mit Grabungen begonnen.

In Deutschland gibt es momentan 1000 der sogenannten Cold-Case-Fälle. So wie jene in Lüneburg: Mord, Vergewaltigung, Vermisste: Hat ein Mann diese 200 Horror-Taten verübt? Vor über 30 Jahren wurde auch Dallas-Regisseur Barry Crane brutal ermordet. Nun hat die Polizei in North Carolina einen Verdächtigen gefasst. Auch Rebecca Reusch bleibt weiter vermisst, noch immer fehlt jede Spur von der 15-Jährigen aus Berlin. Nun veröffentlichte ihre Schwester erneut ein emotionales Bild.

Im Dezember wurde in einem Augsburger Mehrfamilienhaus ein Mann getötet. Jetzt wurde dort eingebrochen - Nachbarn haben einen schlimmen Verdacht.

Im bayerischen Töging am Inn ist in der Nacht von Samstag auf Sonntag eine tödliche Attacke verübt worden. Ein Mann erstach mit einem Küchenmesser seine Ehefrau - in der gemeinsamen Wohnung.

In Bayreuth ist es am Sonntagmorgen (26. Januar) zu einer Vergewaltigung einer 22-Jährigen. Insgesamt vier Männer müssen sich jetzt strafrechtlich verantworten.

In Niederbayern wurden zwei tote Kinder gefunden*. Eine Frau hatte zuvor die Beamten alarmiert. Der Tatverdächtige hat sich mittlerweile gestellt.

dpa

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