Videos sorgten für Entsetzen

Tierquälerei-Skandal im Allgäu: Staatsanwaltschaft ermittelt nun gegen 15 Personen

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Im Allgäuer Tierskandal hat nun die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen gegen 15 Personen aufgenommen.

In einem Allgäuer Milchviehbetrieb in Bad Grönenbach wurden angeblich Tiere misshandelt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt. Das Landratsamt wehrt sich gegen Kritik.

  • In einem Allgäuer Milchviehbetrieb in Bad Grönenbach sollen Kühe misshandelt worden sein.
  • Eine Tierrechtsorganisation dokumentierte die Tierquälerei-Vorwürfe mit Videos.
  • Die Staatsanwaltschaft ermittelt. 
  • Jetzt gibt es Vorwürfe gegen weitere Betriebe.

Update vom 26. August, 20.35 Uhr: Im Allgäuer Tierschutzskandal ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen 15 Personen - darunter auch drei Hoftierärzte. Bei den weiteren Verdächtigen handele es sich um Betreiber und Mitarbeiter von zwei Milchviehbetrieben und einer Rinderaufzucht, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Memmingen am Montag. 

Zuvor hatte die Augsburger Allgemeine online berichtet. Die Betriebe haben Standorte in der Ortschaft Bad Grönenbach im Landkreis Unterallgäu sowie an weiteren Orten im Allgäu.

Im Juli waren Videoaufnahmen von einer Tierschutzorganisation veröffentlicht worden, die aus einem Stall von einem der Verdächtigen stammen sollen. Er hat einen der größten Milchviehbetriebe in Bayern, in dem Verfahren ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen neun Beschuldigte, darunter sind auch die drei Hoftierärzte. Es geht um mehrere mögliche Verstöße gegen das Tierschutzgesetz. 

In einigen Fällen sollen Mitarbeiter des Betriebs dem Behördensprecher zufolge auch durch „aktives Tun“ Tiere gequält haben. Dabei berief sich der Sprecher auf die Videoaufnahmen, bei denen aus seiner Sicht „nichts dagegen spricht, dass sie echt sind“.

In den Verfahren gegen die beiden weiteren Hofbetreiber wird nach seinen Angaben gegen jeweils drei Beschuldigte ermittelt. Dabei gehe es um Vorwürfe, dass kranke Tiere möglicherweise nicht ausreichend behandelt worden sind.

Tierquälerei-Skandal im Allgäu: Landratsamt wehrt sich gegen Vorwürfe

Der Tierquälerei-Skandal im Allgäu weitet sich aus. Mitterweile wurde ein dritter Betrieb durchsucht. (Symbolbild)

Update vom 20. August, 14.59 Uhr: Im Tierschutz-Skandal hat das Landratsamt Unterallgäu Vorwürfe zurückgewiesen, nicht konsequent genug gegen mutmaßliche Tierquälerei eingeschritten zu sein. „Verstöße haben unsere Veterinäre nach fachlicher Einschätzung und entsprechend Recht und Gesetz geahndet“, sagte eine Sprecherin am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur.

Im Unterallgäu wird seit Wochen gegen inzwischen drei Viehbetriebe wegen mutmaßlicher Misshandlung von Tieren ermittelt. Zuletzt war bekannt geworden, dass die Behörden in einem Großbetrieb in Bad Grönenbach in den vergangenen 5 Jahren mehr als 30 Verstöße registriert hatten, 14 davon betrafen das Tierschutzrecht. Das geht aus einer Antwort des Ministeriums für Verbraucherschutz auf eine Anfrage der SPD-Landtagsfraktion hervor. Der umweltpolitische Sprecher der SPD, Florian von Brunn, warf daraufhin die Frage auf, warum nicht mit aller Härte früher eingeschritten worden sei.

Tierquälerei-Skandal in Bad Grönenbach: Behörden wussten seit Jahren Bescheid

Update vom 19. August, 13.39 Uhr: Im Allgäuer Tierschutz-Skandal haben die Behörden seit Jahren von Verstößen gegen Vorschriften gewusst. Dieses erschreckende Detail wurde am Montag bekannt. Wie aus einer Antwort des Ministeriums für Verbraucherschutz auf eine Anfrage der SPD-Landtagsfraktion hervorgeht, wurden in den vergangenen fünf Jahren auf den Höfen eines Großbetriebs aus Bad Grönenbach (Landkreis Unterallgäu) mehr als 30 Verstöße festgestellt - 14 davon betrafen das Tierschutzrecht. Er könne nicht nachvollziehen, warum nicht mit aller Härte früher eingeschritten worden sei, sagte der umweltpolitische Sprecher der SPD, Florian von Brunn.

Die Kühe litten unter Verletzungen, Haut- und Eutererkrankungen, wie aus den Unterlagen hervorgeht. Zudem stand nicht jedem Tier ein Liegeplatz zur Verfügung, und in manchen Ställen gab es zu wenige Fressplätze. In einer der Betriebsstätten gab es zudem „große Kot- und Urinansammlungen im Standbereich beim Futtertisch“. Lahmen Tieren wurde kein Futter oder Wasser in erreichbarer Nähe vorgelegt. „Ich frage mich, ob man sie aus Kostengründen einfach sterben lassen wollte“, sagte von Brunn.

Bad Grönenbach: Kontrollen teilweise angekündigt - Grund unklar

In den vergangenen fünf Jahren wurde der Großbetrieb den Angaben zufolge 34 Mal tierschutzrechtlich kontrolliert. Hinzu kommen Kontrollen im Lebensmittelrecht. Von den insgesamt 86 Kontrollen wurde etwa ein Viertel durch die Behörden vorab angekündigt. Nach der Europäischen Kontrollverordnung sind amtliche Prüfungen im Veterinär- und Lebensmittelbereich unangekündigt durchzuführen. Nur in begründeten Fällen und wenn die Wirksamkeit der Kontrollen nicht gefährdet wird, dürfen diese angekündigt werden.

Zunächst war unklar, warum die Kontrollen angekündigt wurden. Das Landratsamt Unterallgäu klagt seit längerem über Personalmangel und Überlastung. In der Behörde sind 4 Veterinäre und 2 Assistenten für die Kontrolle von 140 000 Rindern in etwa 1600 Betrieben zuständig.

Bad Grönenbach: Verstöße bei Milchviehbetrieb festgestellt

Update vom 19. August, 7.54 Uhr: Bei einem der größten Milchviehbetriebe in Bayern haben Behörden neben Verstößen gegen den Tierschutz auch solche gegen das Tierseuchen- und Arzneimittelrecht festgestellt. Das geht aus einer Antwort des Ministeriums für Verbraucherschutz auf eine Anfrage der SPD-Landtagsfraktion hervor. 

Demnach wurden bei den Kontrollen auf den Höfen des Milchviehbetriebs aus Bad Grönenbach (Landkreis Unterallgäu) in den vergangenen fünf Jahren insgesamt 16 Verstöße gegen das Tierseuchenrecht und 4 Verstöße gegen das Arzneimittelrecht verzeichnet.

Bad Grönenbach: Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Verstößen

„Bei den im Kontrollbericht festgestellten Verstößen gegen das Tierseuchenrecht handelt es sich um geringfügige Verstöße gegen die Kennzeichnungs- und Registrierungspflichten von Rindern nach der Viehverkehrsverordnung. Im Arzneimittelrecht handelt es sich im Wesentlichen um Dokumentationsmängel“, sagte eine Sprecherin des Ministeriums. Ob strafrechtlich relevante Verstöße vorliegen, sei Gegenstand der laufenden Ermittlungen durch die Staatsanwaltschaft.

Die Zahlen beziehen sich ausschließlich auf die Ställe in Bayern mit etwa 2690 Rindern. Das Unternehmen hat zwei weitere Betriebsstätten in Baden-Württemberg. Im Juli waren Videoaufnahmen von einer Tierschutzorganisation veröffentlicht worden, die aus dem Stall des Betreibers stammen sollen und Verstöße gegen das Tierschutzrecht aufweisen.

Bad Grönenbach: Dritter Betrieb im Allgäuer Tierquäler-Skandal durchsucht

Update vom 14. August, 11.25 Uhr: Im Allgäuer Tierquäler-Skandal hat die Polizei einen dritten Bauernhof durchsucht. Wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz seien am Mittwoch rund 60 Polizisten und Tierärzte vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) im Einsatz gewesen, sagte ein Polizeisprecher. Durchsucht wurden demnach Wohnungen und Betriebsstätten im schwäbischen Bad Grönenbach (Landkreis Unterallgäu) und im benachbarten Landkreis Oberallgäu. Die Staatsanwaltschaft hatte Anfang der Woche die Ermittlungen gegen den Betrieb aufgenommen.

Bereits vergangene Woche hatten Veterinärämter beider Landkreise zusammen mit dem LGL den Betrieb kontrolliert. Es seien Mängel festgestellt worden, die strafrechtlich relevante Konsequenzen haben könnten, hieß es von der Staatsanwaltschaft. Gegen den Rinderhalter hatten anonyme Hinweise wegen mutmaßlichen Verstößen bei der Tierhaltung vorgelegen. Die Landratsämter wollten zunächst keine Angaben zum Ausmaß der Verstöße machen.

Tierquälerei-Vorwürfe beschäftigen die Behörden im Allgäu seit Wochen. In dem Skandal laufen bereits Ermittlungen gegen zwei Großbauern aus Bad Grönenbach wegen des Verdachts von Verstößen gegen das Tierschutzgesetz. Die Polizei prüft die Vorwürfe mit einer 30-köpfigen Sonderkommission.

Bad Grönenbach: Zweiter Milchviehbetrieb durchsucht

Update vom 9. August, 11.22 Uhr: Die Staatsanwaltschaft hat am Freitag einen zweiten Milchviehbetrieb im Unterallgäu durchsuchen lassen. Wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz seien rund 50 Polizisten und zwei Tierärzte im Einsatz gewesen, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Memmingen. Hintergrund für die Durchsuchung seien anonyme Hinweise gewesen, denen vergangene Woche zunächst das Landesamt für Lebensmittelsicherheit nachgegangen war. Weil die Behörde Verstöße bei dem Betrieb in Bad Grönenbach festgestellt hatte, schaltete sie die Staatsanwaltschaft ein.

Der Umfang der Verstöße sei aber nicht so gravierend wie bei dem Milchviehbetrieb in derselben Ortschaft, gegen den im Juli schwere Vorwürfe der Tierquälerei erhoben worden waren, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft. Auch dort hatte es eine Durchsuchung gegeben - gegen neun Verdächtige, darunter der Inhaber, Mitarbeiter sowie drei Tierärzte wird ermittelt. Videoaufnahmen eines Tierschutzvereins sollen in diesem Fall zeigen, wie Kühe getreten und geschlagen und mit einem Traktor durch einen Stall geschleift werden.

Tierquälerei-Skandal im Allgäu nimmt größere Ausmaße an

Update vom 8. August, 14.18 Uhr: Der Skandal um Tierquälerei in Allgäuer Bauernhöfen nimmt immer größere Ausmaße an. Nun ist ein dritter Rinderhalter ins Visier der Staatsanwaltschaft geraten. Es wurden Vorermittlungen gegen das Unternehmen eingeleitet, wie die Staatsanwaltschaft Memmingen am Donnerstag mitteilte.

Am Mittwoch hatte das zuständige Veterinäramt den Bauernhof mit einem großen Rinderbestand kontrolliert. Gegen den Landwirt liegen nach Auskunft des Landratsamtes Unterallgäu Hinweise wegen Verstößen in der Tierhaltung vor. Die Staatsanwaltschaft ermittelt bereits gegen zwei Betriebe aus dem Allgäu wegen Tierquälerei-Vorwürfen. Zudem ist ein Putenschlachtbetrieb in Oberbayern mit Vorwürfen des nicht artgerechten Verladens der Tiere in Ungarn konfrontiert.

Weitere Tierquälerei-Vorwürfe: Grüne fordern Verordnung

Die Landtags-Grünen forderten am Donnerstag eine Rinderhaltungsverordnung. „Vom Huhn bis zum Kaninchen ist im Tierschutzgesetz die Haltung von Nutztieren klar geregelt. Einzig für Rinder und Puten gilt diese Regelung nicht“, sagte die Sprecherin für Landwirtschaft, Gisela Sengl.

Unterdessen gibt es auch Vorwürfe im Zusammenhang mit dem Transport von Puten aus Ungarn zu einem Schlacht- und Verarbeitungsbetrieb im oberbayerischen Ampfing (Landkreis Mühldorf a. Inn). Die Soko Tierschutz veröffentlichte im Internet ein Video, das zeigen soll, wie lebende Puten teils meterweit in Tiertransporter regelrecht geschleudert werden. Die Süddeutsche Truthahn AG teilte dazu mit, dass der Betrieb in Ostungarn bis zur Klärung der Vorwürfe keine Puten mehr nach Ampfing liefern werde. Bisher hätten sich jedoch aus den Transport- und Veterinärprotokollen keine Hinweise auf mögliche Tierschutzvergehen ergeben. Zuvor hatten mehrere Medien über die Vorwürfe berichtet.

Tierquälerei in Bad Grönenbach: Weiterer Betrieb im Fokus

Update vom 8. August, 8.08 Uhr: Ein weiterer Rinderhalter aus dem Allgäu steht wegen Vorwürfen der Tierquälerei im Visier der Behörden: Die Staatsanwaltschaft Memmingen teilte am Mittwoch mit, dass sie Ermittlungen aufgenommen habe. Es seien anonyme Hinweise auf Verstöße in der Tierhaltung des Großbauern im Landkreis Unterallgäu eingegangen, die sich nach einer Vorprüfung bestätigt hätten.

Das Landratsamt wollte zunächst keine Einschätzung zum Ausmaß der Verstöße bekanntgeben. Bei einer Kontrolle seien dem Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) jedoch Mängel aufgefallen. Die Behörde habe daraufhin Auflagen gegen den Betreiber erteilt.

Bad Grönenbach: Auflagen für Betrieb nach Tierquälerei-Vorwürfen

Update vom 31. Juli,  17.40 Uhr: Nach den Tierquälerei-Vorwürfen im Allgäu hat das Landratsamt den betroffenen Milchviehbetrieb mit Auflagen belegt, sieht von einer Schließung jedoch zunächst ab. „Unter anderem muss der Landwirt einen Tierschutzbeauftragten einsetzen“, sagte eine Sprecherin des Landratsamts Unterallgäu in Mindelheim der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch. Dieser solle überwachen, dass Tierschutzgesetze eingehalten werden. Zudem sei dem Betrieb das Töten von Rindern bis auf Weiteres untersagt. Vor einem Transport zu einem Schlachthof müssen Tiere überdies von einem amtlichen Tierarzt untersucht werden, wie die Behörde auf ihrer Internetseite schrieb.

„Eine Betriebsschließung kommt im vorliegenden Fall zum jetzigen Zeitpunkt nicht in Betracht“, sagte die Sprecherin. „Dadurch wäre auch den Tieren nicht geholfen. Diese sind und werden versorgt“, sagte sie.

Tierquälerei: Ermittlungen gegen Verdächtige

Update vom 31. Juli, 14.32 Uhr: Nach den Tierquälerei-Vorwürfen gegen Verantwortliche eines großen Allgäuer Milchviehbetriebs wird gegen neun Verdächtige ermittelt. Dies gaben Staatsanwaltschaft und Polizei am Mittwoch in Memmingen bekannt. Beim Polizeipräsidium in Kempten wurde zur Aufklärung der Vorwürfe eine 30-köpfige Sonderkommission gegründet.

Nachdem die Staatsanwaltschaft die Vorwürfe gegen den Betrieb in Bad Grönenbach seit drei Wochen prüft, sieht die Behörde den Verdacht von tierschutzrechtlichen Verstößen gegeben. Am Mittwoch wurden daher 21 Objekte durchsucht, darunter der Betrieb in Bad Grönenbach. Ermittelt wird gegen sechs Beschäftigte des Unternehmens und drei Tierärzte, die für das Wohl der Rinder in dem Betrieb verantwortlich waren.

In dem Großbetrieb im Unterallgäu sollen Kühe misshandelt worden sein. Eine Tierrechtsorganisation hatte entsprechende Videoaufnahmen öffentlich gemacht. Das Unternehmen war auch am Mittwoch für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Update vom 31. Juli, 11.46 Uhr: Der Sprecher der Memminger Staatsanwaltschaft bestätigte die Razzia in dem Unternehmen in Bad Grönenbach. Polizei und Staatsanwaltschaft wollen zusammen mit dem Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit am Mittwochnachmittag in Memmingen über die Durchsuchung berichten.

Tiermisshandlungen im Allgäu - Verbraucherschutzminister: Das wird sich ändern

Update vom 25. Juli, 13.44 Uhr: Rosi Steinberger (Grüne) nannte die von Glauber angekündigten Maßnahmen nur einen „Tropfen auf den heißen Stein“. Denn viele Veterinärämter in den Landkreisen seien völlig überlastet. Florian von Brunn (SPD) kritisierte, gerade im Unterallgäu sei seit vielen Jahren immer wieder auf „krasse“ Personaldefizite hingewiesen worden. „Dieser Missstand ist jetzt seit 13 Jahren bekannt.“ Passiert sei aber quasi nichts. Von Brunn fragte, „warum in Bayern das Kind immer erst in den Brunnen fallen muss, bis man Reformen einleitet“.

Nach Tierquälerei: Verbraucherschutzminister kündigt Maßnahmen an

Update vom 25. Juli 2019, 10.41 Uhr: Nach den Tierquälerei-Vorwürfen gegen einen großen Allgäuer Milchviehbetrieb will die Staatsregierung die Überwachung derartige Großbetriebe neu organisieren. Für 85 große Rinder- und Schweinezuchtbetriebe soll künftig dieselbe Spezialbehörde zuständig sein, die bisher schon große Lebensmittel- und große Geflügelbetriebe kontrolliert. Die Behörde soll zwei neue Standorte, einen in Schwaben und einen Franken, sowie 25 neue Stellen bekommen.

Das kündigte Verbraucherschutzminister Thorsten Glauber (Freie Wähler) am Donnerstag in einer Sondersitzung von Umwelt- und Agrarausschuss im Landtag an. „Wir brauchen eine neue Qualität bei Tierschutzkontrollen“, sagte Glauber. Große, industrielle Betriebe müssten auch nach anderen Maßstäben kontrolliert werden, betonte er.

Tierschützen in Kärnten haben derweil Anzeige gegen einen Hüttenwirt erstattet, der seine Kühe als lebendige Speisekarten benutz.

Update vom 24. Juli 2019, 13.21 Uhr: Nach den Tierquälerei-Vorwürfen gegen einen großen Allgäuer Milchviehbetrieb dringt die Landtags-SPD auf effektivere und häufigere Kontrollen von Großbetrieben sowie harte Sanktionen. Nötig seien darüber hinaus eine verpflichtende Tierwohlkennzeichnung von tierischen Lebensmitteln und strenge Tierschutzauflagen, sagten die SPD-Landtagsabgeordneten Florian von Brunn und Ruth Müller am Mittwoch in München. Und es müsse endlich mehr Veterinäre und Lebensmittelkontrolleure geben.

In dem Großbetrieb in Bad Grönenbach (Landkreis Unterallgäu) sollen Kühe misshandelt worden sein. Eine Tierrechtsorganisation hatte entsprechende Videoaufnahmen öffentlich gemacht. Die Staatsanwaltschaft Memmingen ermittelt in dem Fall.

Allgäuer Tierskandal: Haben die Tierschutz-Kontrollen nicht funktioniert?

Update vom 18. Juli 2019, 18.00 Uhr: Die Vorwürfe gegen einen  Allgäuer Milchviehbetrieb wiegen schwer. Nun reagiert die Politik auf die mutmaßlichen Tierquälerei-Skandal. Bayerns Verbraucherschutzminister Thorsten Glauber (Freie Wähler) will neue Kontrollstrukturen für Großbetriebe. 

In dem Großbetrieb in Bad Grönenbach (Landkreis Unterallgäu) sollen Kühe misshandelt worden sein. Eine Tierrechtsorganisation hatte entsprechende Videoaufnahmen öffentlich gemacht. Die Staatsanwaltschaft Memmingen ermittelt in dem Fall.

„Hier handelt es sich nicht mehr um Landwirtschaft, hier geht es um eine industrielle Produktionsform“, sagte Glauber am Donnerstag. Dafür sei „eine neue Qualität bei Tierschutzkontrollen“ nötig. Glauber sagte, es müssten bei den Kontrollen industrielle Maßstäbe angelegt werden. „Verstöße gegen den Tierschutz sind nicht hinnehmbar.“ Dies sei auch im Sinn der kleinen landwirtschaftlichen Betriebe, „die die Verantwortung für ihre Tiere sehr ernst nehmen“.

Die Experten des Ministeriums erarbeiteten gerade ein Paket, wie künftig mit großen Unternehmen umgegangen werden soll. Dieses will der Minister dann schnell umsetzen. 

Skandal-Betrieb im Allgäu: Kälbersterblichkeit viel zu hoch

Update vom 18. Juli 2019: In dem unter Tierquälerei-Verdacht stehenden Milchviehbetrieb im Allgäu sind in der Vergangenheit zahlreiche Kälber verendet. Nach amtlichen Zahlen starb in den vergangenen fünf Jahren etwa jedes fünfte Kälbchen in dem Großbetrieb. Dies ergibt sich aus am Donnerstag veröffentlichten Zahlen, die das Verbraucherschutzministerium in München auf eine Anfrage der SPD-Landtagsfraktion zusammengestellt hat.

Demnach wurden seit Mitte 2014 auf dem Hof 9257 Kälber geboren, davon verendeten 1790 (19,3 Prozent). Die Zahlen stammen von dem örtlichen Landratsamt. Nach dem jährlichen Milchreport Bayern von der Landesanstalt für Landwirtschaft lag die Zahl der „Kälberverluste“ von 2014 bis 2017 landesweit zwischen 9,0 und 9,7 Prozent. Die Totgeburten sind darin enthalten. Der Milchreport für 2018 liegt noch nicht vor.

Die SPD-Tierschutzexpertin Martina Fehlner warf den staatlichen Verbraucherschützern vor, nicht rechtzeitig reagiert zu haben. Das Unternehmen war auch am Donnerstag für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Ermittlungen zu Tierquälerei werden noch Wochen dauern - Videomaterial wird ausgewertet

Update vom 16. Juli 2019: Die Ermittlungen wegen mutmaßlicher Tierquälerei in einem der größten Milchviehbetriebe in Bayern werden nach Einschätzung der Staatsanwaltschaft noch Wochen dauern. „Das Videomaterial ist gesichert und wird ausgewertet. Dann werden Zeugen und der Beschuldigte befragt“, teilte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Memmingen am Dienstag mit. Der Besitzer des Hofs in Bad Grönenbach äußert sich zu den Vorwürfen weiter nicht.

Die Videoaufnahmen einer Tierrechtsorganisation sollen zeigen, wie Kühe getreten und geschlagen oder mit einem Traktor durch einen Stall geschleift wurden. Das Material soll in einem Stall des Milchviehhalters aufgenommen worden sein. Die Veröffentlichungen haben eine Debatte über unzureichende Behördenkontrollen ausgelöst.

Elke Rauch, Fachtierärztin für Tierschutz an der Ludwig-Maximilians-Universität in München, führt aktuell eine Studie an einer Tierkörperbeseitigungsanlage in Nordbayern durch. „Schon jetzt zeigt sich, dass bei jeder Lieferung mehrere Tiere dabei sind, die tierschutzrelevante Verletzungen aufweisen“, sagte sie der Augsburger Allgemeinen und der Main-Post. Ihrer Meinung nach müsste es eine bessere Vernetzung zwischen den Kontrolleuren geben.

Tiermisshandlungen im Allgäu: Hunderte demonstrieren 

Update vom 14. Juli 2019: Gegen mutmaßliche Tierquälerei auf einem der größten Milchviehbetriebe in Bayern haben am Sonntag mehrere hundert Tierschützer demonstriert. 

Auf Transparenten wie „Die Würde der Tiere ist unantastbar“ und „Stopp der Massentierhaltung“ prangerten sie bei einer Demonstration in Bad Grönenbach die angeblichen „Foltermethoden“ des Betriebs gegenüber „wehrlosen Kühen“ an. 

Die Polizei sprach von mehreren hundert Protestierenden. Die Proteste, zu denen die V-Partei aufgerufen hatte, verliefen nach Polizeiangaben friedlich.

Nach einer Kundgebung in der Ortsmitte zogen die Teilnehmer zu dem Milchviehbetrieb. Vor dem Hof, dessen Tore mit Gitterzäunen abgeriegelt waren, prangerte eine Tierärztin in einem Redebeitrag die angeblichen tierquälerischen Praktiken in dem Betrieb an. 

Mitarbeiter des Betriebs hätten die Kundgebung der Tierschützer mit Handys gefilmt, berichtete ein Augenzeuge.

Angeblich in den Ställen des Milchviehhalters aufgenommene Videoaufnahmen zeigen, wie Kühe getreten und geschlagen oder mit einem Traktor durch einen Stall geschleift werden. 

Der Tierquälerei-Skandal im Allgäu weitet sich aus. Mitterweile wurde ein dritter Betrieb durchsucht. (Symbolbild)

Die Staatsanwaltschaft hat inzwischen Ermittlungen aufgenommen. Es werde geprüft, ob die Videoaufnahmen eines Tierrechtsvereins authentisch seien, bestätigte die Staatsanwaltschaft Memmingen.

Tiermisshandlungen im Allgäu: Bisher keine Durchsuchungen in Betrieb - Leiter soll vernommen werden

Update vom 12. Juli 2019, 13.46 Uhr: Wegen der Vorwürfe der Tierquälerei in einem Milchviehbetrieb im Allgäu soll zeitnah der Betriebsleiter von der Polizei vernommen werden. Auch Zeugen sollen in den kommenden Wochen befragt werden, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Memmingen am Freitag sagte. Derzeit werde weiter das von einem Tierrechtsverein zugespielte Videomaterial gesichtet und auf Echtheit überprüft. Durchsuchungen des beschuldigten Betriebs in Bad Grönenbach hat es den Angaben zufolge bislang nicht gegeben.

Die Videoaufnahmen des Tierrechtsvereins Soko Tierschutz sollen zeigen, wie in dem Milchviehbetrieb Tiere misshandelt werden. Der Verein hat Anzeige gegen den Betriebsleiter und zahlreiche Mitarbeiter wegen besonders schweren Fällen von Tierquälerei gestellt. Der Betreiber war am Freitag für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Nachdem die Anschuldigungen öffentlich bekannt wurden, kündigten ein Schlachtbetrieb und eine Großkäserei aus dem Allgäu die Verträge mit dem Betrieb.

Tierquälerei im Allgäu: Darum wird der Betrieb aktuell trotzdem nicht geschlossen

Update vom 11. Juli 2019, 17.46 Uhr: Auf Nachfrage unserer Zeitung sagte das zuständige Landratsamt, dass nach Bekanntwerden der Umstände mehrere unangekündigte Betriebskontrollen erfolgt seien - unter anderem eine Großkontrolle gemeinsam mit dem Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit. Das Landratsamt habe die „schockierenden Bilder“ am 4. Juli von der ARD erhalten und sofort reagiert. 

Grausame Tiermisshandlungen im Allgäu: So will das Landratsamt weiter vorgehen

Es wurde auch ein Bericht an das Umweltministerium verfasst, in dem festgehalten wurde, wie das Landratsamt weiter vorgehen möchte: „Wir planen eine Reihe von Maßnahmen, mit denen der Tierschutz in Zukunft abgesichert werden soll und es nicht mehr zu Verstößen kommt. Zum Beispiel geht es um die Versorgung kranker Tiere, die Überwachung der Herde, die Pflege der Tiere, zusätzliche Untersuchungen und die Optimierung der Haltung an sich.“ Eine Betriebsschließung steht aktuell nicht zur Debatte: Diese Maßnahme könne erst in Betracht gezogen werden, wenn das Verfahren der Staatsanwaltschaft abgeschlossen sei und die Ergebnisse der kürzlich durchgeführten Kontrolle vorlägen. „Eine Betriebsschließung stellt das letztmögliche Mittel dar“, so das Landratsamt weiter.

Tiermisshandlungen im Allgäu: Hassbotschaften gegen Betrieb

Update vom 11. Juli 2019, 12 Uhr: Eine Person aus dem Umfeld des Landwirts ist mit einem Messer bedroht und eingeschüchtert worden. Nach Angaben eines Sprechers der Staatsanwaltschaft Memmingen vom Donnerstag sei ein Mann auf das Anwesen gefahren, habe mit dem Messer „herumgefuchtelt“ und „ich habe etwas zum Schlachten dabei“ gesagt. Zudem sei ein Gebäude mit „Hassbotschaften“ beschmiert worden. 

Wegen der Vorfälle am Mittwoch hatte nach Angaben der Staatsanwaltschaft eine Polizeistreife die Umgebung des Betriebs in Bad Hindelang (Landkreis Oberallgäu) bewacht. Bei Facebook sprachen mehrere Nutzer Drohungen gegen den Landwirt aus.

Grausame Tiermisshandlungen im Allgäu: Video von Report Mainz (ARD) schockiert zutiefst

Update vom 10. Juli, 14.49 Uhr: Die Staatsanwaltschaft sagte auf Nachfrage der Ippen-Digital-Zentralredaktion, dass die Ermittlungen noch im Gange seien, die Überprüfung der Echtheit des Videos aber noch nicht abgeschlossen sei. 

Derweil äußerten bayerische Politiker ihr Entsetzen über den Fall. Eric Beißwenger (CSU), stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Umwelt- und Verbraucherschutz, empfindet die Bilder als verstörend. Sie würden dem Berufsstand der Landwirte schaden, so Beißwenger gegenüber dem BR. Christoph Skutella, Sprecher der FDP-Franktion im Bayerischen Landtag sagte, Tierquälerei sei ein Schlag ins Gesicht aller Landwirte, dir ihre Tiere korrekt halten: "Wie wir mit Tieren umgehen, zeigt, was für Menschen wir sind."

Susanne Ferschl von der Linken fordert, dass gegen den Landwirt ein dauerhaftes Tierhaltungsverbot ausgesprochen werden muss, sollte sich der Verdacht bestätigen. Die Grünen hingegen zeigen sich von dem Skandal nicht überrascht. Skandale in bayerischen Agrar- oder auch Lebensmittelbetrieben wären erwartbar wie „das nächste Sommergewitter“.

Video: Kuh-Quäl-Skandal im Allgäu - so grausam soll es auf dem Hof zugehen

Report Mainz (ARD): Landratsamt bestätigt tierschutzrechtliche Verstöße auf dem Milchviehbetrieb

Update vom 10. Juli, 11.30 Uhr: Mittlerweile hat sich auch das Landratsamt Unterallgäu zu den Tiermisshandlungen auf dem Allgäuer Milchviehbetrieb geäußert. Der Betrieb stand allein wegen seiner Größe immer im Fokus und wurde in den letzten Jahren regelmäßig unangemeldet kontrolliert. In einer Stellungnahme, die auf der Homepage des Landratsamtes veröffentlicht wurde, heißt es weiter, dass es allein in den vergangenen fünf Jahren 19 Regelkontrollen und 15 anlassbezogene Kontrollen - davon zehn Tierschutz-Kontrollen - gab. Bei den Kontrollen wurden auch tierschutzrechtliche Verstöße im gering- bis mittelgradigen Bereich festgestellt. 

Weiter schreibt das Landratsamt: „Mit den gezeigten Bildern sind diese nicht zu vergleichen! Von der Dimension der Verstöße haben wir durch Bildmaterial der Tierschutzorganisation erfahren. Diese waren bei keiner Kontrolle ersichtlich.“ Die vom Landratsamt festgestellten Verstöße wurden vom Betrieb demnach immer beseitigt.

Update vom 10. Juli, 10.38 Uhr: Nach Vorwürfen der Tierquälerei in einem Allgäuer Milchviehbetrieb haben Grüne und SPD im Landtag eine Sondersitzung des bayerischen Umweltausschusses gefordert. „Die ganzen Vorgänge sind nicht nur erschreckend, sondern lassen auch das Vorgehen der Behörden mehr als zweifelhaft erscheinen“, sagte SPD-Landwirtschaftsexpertin Ruth Müller am Dienstag. In der Sondersitzung soll ein funktionierendes Kontrollsystem zur Überwachung von Großbetrieben und die personelle Überlastung von Amtsveterinären diskutiert werden.

„Ich fordere jetzt endlich Klarheit, wie und wie oft solche Betriebe untersucht werden“, sagte der Grünen-Landtagsabgeordnete Paul Knoblach. Die Entscheidung über eine Sondersitzung wird den Angaben nach voraussichtlich bei der nächsten Sitzung des Umweltausschusses am Donnerstag getroffen.

Ursprungsartikel: Vorwürfe der Tierquälerei gegen Milchviehbetrieb im Allgäu

Bad Grönenbach - Die Staatsanwaltschaft hat wegen des Verdachts auf Tierquälerei auf einem der größten Milchviehbetriebe Bayerns die Ermittlungen aufgenommen. Das bestätigte die Staatsanwaltschaft Memmingen am Dienstag. Zuvor hatten die ARD-Politikmagazine Report Mainz und Fakt sowie die Süddeutsche Zeitung darüber berichtet.

Allgäu: Auf Milchviehbetrieb in Bad Grönenbach: Video soll Tierquälerei zeigen

Videoaufnahmen aus den Ställen eines Milchviehbetriebs im schwäbischen Bad Grönenbach (Landkreis Unterallgäu) zeigen, wie Kühe getreten und geschlagen oder mit einem Traktor durch einen Stall geschleift werden. Das Material wurde den ARD-Magazinen und der Süddeutschen Zeitung dem SZ-Bericht zufolge vom Tierrechtsverein „Soko Tierschutz“ zugespielt. Die Staatsanwaltschaft prüft, ob die Aufnahmen des Tierrechtsvereins authentisch sind.

Der Familienbetrieb mit insgesamt 1800 Milchkühen soll dem Tierrechtsverein zufolge bereits seit Jahren gegen Tierschutzvorschriften verstoßen. Eine Stellungnahme zu den Vorwürfen lehnte der Betrieb zunächst ab. 

Report Mainz (ARD): Käserei verwendet Milch von Hof - sie produziert u.a. den Ofenkäse Rougette

Die Milch des Hofes wird von einer Käserei in Lauben (Landkreis Oberallgäu) verarbeitet, die ihre Produkte weltweit verkauft. Der Camembert-Spezialist produziert unter anderem den Weichkäse „Cambozola“ und den Ofenkäse „Rougette“ sowie Produkte für die Molkerei „Weihenstephan“. Von Seiten des Unternehmens heißt es, man distanziere sich von den Vorfällen und werde die Vorwürfe prüfen. Eine Kündigung der Zusammenarbeit mit dem Milchbetrieb sei nicht ausgeschlossen.

Allgäu: Tierquälerei auf Milchbetrieb? Auch Fleisch gelangte wohl in Handel

Kranke Kühe des Familienbetriebs seien beim Großschlachthof „Vion“ in Buchloe (Landkreis Ostallgäu) abgeliefert worden, hieß es in dem „SZ“-Bericht. Teile mindestens eines kranken Tieres seien zum menschlichen Verzehr freigegeben worden. Das Schlachtunternehmen teilte auf Anfrage mit, es prüfe die Vorwürfe. „Bis zur vollständigen Klärung der vorliegenden Verstöße gegen das Tierschutzgesetz werden wir ab sofort von diesem Betrieb keine Tiere mehr annehmen“, sagte Standortleiter Jürgen Lieb.

Das bayerische Verbraucherschutzministerium schaltete die Staatsanwaltschaft ein und forderte bei der Regierung von Schwaben einen Sonderbericht über den Betrieb an. „Hier steht kriminelles Verhalten im Raum. Tierquälerei ist nicht hinnehmbar“, teilte Umweltminister Thorsten Glauber (Freie Wähler) mit.

Tierquälerei kommt allerdings immer wieder vor: Der Kuh-Rasse der weißblauen Belgier fehlt ein Gen, das das Muskelwachstum stoppt. Die Tiere sind von Geburt an krank, doch Züchter schätzen sie - und nehmen ihre Qual in Kauf. 

Tote Ziegen im Weidezaun, Pferde in schlimmem Zustand. Ein grausamer Fall von Tierquälerei zweier Frauen hat nun das Gericht erneut beschäftigt. Sie blieben uneinsichtig, wie Merkur.de* berichtete. Zwei Hunde und drei Katzen sind im Juli völlig verwahrlost aus einem Haus in Röhrmoos befreit worden. Inzwischen ist ihr Halter bestraft worden. (Merkur.de*)

*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

dpa

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