„Sicher mehr als 1000 Menschen“

Corona-Demo deutlich größer als gedacht - Polizei: „Bedingungen schaffen, dass das über die Bühne gehen kann“

Grenzkontrollen bei Freilassing
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An der Grenze zu Österreich findet eine Groß-Demo gegen Corona-Maßnahmen statt (Archivbild).

Gegner der Corona-Maßnahmen veranstalteten eine internationale Großdemonstration in Freilassing. Die Teilnehmerzahl überstieg die Erwartungen der Polizei.

  • Deutschland befindet sich im Corona-Lockdown.*
  • Immer wieder gibt es Demonstrationen gegen die Corona*-Maßnahmen.
  • In Freilassing fand am 6. Februar eine internationale Kundgebung statt.

Update vom 6. Februar, 19.51 Uhr: Inzwischen ist die Versammlung beendet. In der Spitze hätten bis zu 1.500 Demonstranten mitgewirkt, hieß es vonseiten der Polizei. Die Kundgebung sei im Großen und Ganzen friedlich verlaufen, ohne größere Zwischenfälle. Nicht alle Anwesenden hätten sich jedoch an die geltende Maskenpflicht und an den Mindestabstand gehalten.

Update vom 6. Februar, 17.22 Uhr: Zu einer Demonstration gegen die gesetzlich angeordneten Anti-Corona-Maßnahmen sind am Samstag in Freilassing deutlich mehr Teilnehmer gekommen als vom Veranstalter erwartet. Eine genaue Teilnehmerzahl konnte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd zunächst nicht nennen, aber „es sind sicher mehr als 1000 Menschen“. Die Gruppierung „BGL steht auf“ hatte für die Demo am Grenzübergang an der Saalach-Brücke 200 Teilnehmer angemeldet.

„Jetzt müssen wir die Rahmenbedingungen schaffen, dass das über die Bühne gehen kann“, sagte der Sprecher. Der Beginn der Veranstaltung unter dem Motto „Für grenzenlose Selbstbestimmung“ werde sich daher verschieben, bis alle Auflagen wie Maskenpflicht und Mindestabstände eingehalten würden. Dennoch gab es zunächst laut Polizei keinen Ärger oder Aggressionen unter den Teilnehmern.

Internationale Demo gegen Corona-Politik: Kundgebungen in Freilassing und Salzburg

Ursprungsmeldung: Freilassing - Am Samstagnachmittag (6. Februar) betreut die Polizei eine Versammlung an der Saalachbrücke in Freilassing. Das teilte das Polizeipräsidium Oberbayern Süd in einer Pressemitteilung mit. Bei der Veranstaltung handelt es sich um eine Demonstration gegen die Corona*-Maßnahmen.

Dafür wird die Freilassinger Saalachbrücke zwischen 15 und 19.15 Uhr gesperrt. In beide Richtungen gibt es damit auch für Berechtigte wie Pendler kein Durchkommen. Zeitgleich soll auch auf österreichischer Seite eine Demo gegen die Anti-Corona*-Maßnahmen starten, wie die Passauer Neue Presse (PNP) berichtet. Die Kundgebungen laufen unter dem Motto „Mia hoidn zam“. Veranstalter auf deutscher Seite ist das Internet-Netzwerk „BGL steht auf“. Dieses hatte bereits mehrfach zu entsprechenden Kundgebungen aufgerufen, wie es weiter heißt. Zum ersten Mal wird nun insbesondere Kritik an den Grenzkontrollen geübt.

Mit der für Samstag angekündigten Demo erreichen die Veranstalter aber vorerst das genaue Gegenteil: Die aktuellen Kontrollen werden zeitweise zu einer vollen Grenzsperrung. „Von den österreichischen Behörden wird der Bereich an der Saalachbrücke (auch Fuß-/Radweg Saalachwehr) gänzlich gesperrt. Ein Grenzübertritt ist hier nicht möglich“, wie die Polizei mitteilte.

Anti-Corona-Demo in Freilassing: Länderübergreifende Kundgebung geplant

Im Freistaat ist die Kundgebung genehmigt, eine Entscheidung für Salzburg steht noch aus. Dass die Demonstration von Behörden oder Politikern untersagt wird, gilt laut salzburg.orf.at als unwahrscheinlich. Wie das Portal weiter berichtet, erwarten die Organisatoren auf österreichischer Seite rund 2000 Teilnehmer. Auf bayerischer Seite sollen es wohl genauso viele werden.

Treffen dürfen sich die Menschen aufgrund der jeweiligen Quarantäne-Verordnungen der Länder aber nicht. Ein Zusammentreffen auf der Brücke ist damit nicht möglich. Es sollen jedoch Lautsprecher montiert werden, damit die Reden für beide Seiten hörbar sind. In sozialen Medien wird die internationale Großdemonstration schon stark beworben. Teilnehmer aus ganz Österreich würden laut der Organisatoren kommen, wie salzburg.orf.at weiter berichtet. Die Veranstalter würden betonen, dass sie ein Sicherheitskonzept ausgearbeitet hätten und man sich an die Vorgaben* der Behörden und Polizei halten werde.

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