Ausharren in der Dunkelheit

Urlauber-Paar über Stunden von Wildschweinen umzingelt - als sie flüchten, wird es dramatisch

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Umzingeln ein Touristen-Paar in einem bayerischen Waldgebiet: Wildschweine.

Ein Urlauber-Pärchen wandert durch einen Wald in Bayern, als sie plötzlich auf Wildschweine mit Frischlingen treffen. Die Besucher werden umzingelt - und kommen nicht mehr weg.

Marktheidenfeld (Landkreis Main-Spessart/Bayern) - Ein junges Paar wandert am Mittwochabend durch einen Wald bei Hefenlohr im Main-Spessart in Unterfranken. Plötzlich stehen sie einer Rotte Wildschweine gegenüber. Mehrere Bachen (weibliche Wildschweine) und ihre Frischlinge starren sie an. Und die Tiere flüchten nicht so einfach.

Weil sie sich offenbar bedroht fühlen, reagieren die erwachsenen Wildschweine aggressiv. Sie umzingeln den 37-Jährigen und seine 27-jähre Begleiterin. Ein Schockmoment für das junge Paar mitten im dunklen Wald. Die beiden entscheiden sich schließlich auszubrechen und zu flüchten, doch die Bachen nehmen die Verfolgung auf.

Paar erkundet Bayern: Im Wald werden sie von aggressiven Wildschweinen umzingelt

Zum Glück können sich die beiden auf einen nahegelegenen Holzstoß flüchten. Doch die Wildschweine lassen nicht von ihnen ab. Was tun? 

Video: Wildschweinzaun gegen die Schweinepest - Kritik an Baukonstruktion

Ein zweiter Glücksfall in der bedrohlichen Situation: Es gibt Handy-Empfang.

Wildschwein-Attacke in Bayern: Polizei ortet umzingeltes Paar übers Handy - Beamten rücken aus

Gegen 20 Uhr schließlich erreicht die Einsatzzentrale der Polizei Unterfranken ein Notruf. Am Telefon der umzingelte Wanderer. Da die beiden selbst nicht mehr so genau wissen, wo sie sich befinden, ortet die Polizei das Handy.

„Wir haben den Standort übers Handy lokalisiert und eine Streife der Marktheidenfelder Polizei machte sich auf den Weg“, sagt ein Polizei-Sprecher des Präsidiums Unterfranken.

Marktheidenfeld (Bayern): Paar flüchtet vor Wildschweinen - und muss stundenlang auf Holzstoß ausharren

Irgendwann im dunklen Unterholz hören die Beamten Rufe. „Wie sich herausstellte, handelte es sich dabei um den Bereich des dortigen fürstlichen Jagdgatters (Lindenfurterhof), das in der Tat eine gewisse Schwarzwilddichte aufweist.“

Auch der Streife begegnen zahlreiche Tiere auf dem Weg zum Einsatzort. Kurz vor 21 Uhr war das Paar gefunden und konnten von der Streife sicher zum Dienstwagen geleitet werden.

Die Tiere nahmen bei Eintreffen der Beamten sofort Reißaus. In der Pressemitteilung ist mit einem leichten Schmunzeln zu lesen: 

„Im Unklaren bleibt, ob die Wildschweine aufgrund des tierfreundlichen, aber durchaus bestimmten polizeilichen Platzverweis das Weite suchten, oder ob dies am grundsätzlichen Respekt vor der unterfränkischen Polizei lag.“

Lesen Sie auch auf Merkur.de*Wanderer drängt Mountainbiker ab - dann schlägt er auch noch zu

In Tirol hat sich am Wochenende auch eine Kuh-Attacke mit schlimmen Konsequenzen ereignet. Ein ganz anders gelagert Unfall hat sich im Bayerischen Wald zugetragen: Dort schaute ein Zweijähriger in eine Theaterkanone, als die plötzlich losging.

Die Polizei suchte mit einem Foto nach einem rabiaten Wanderer: Der Unbekannte soll im Bereich Schliersee einem Mountainbiker einen Faustschlag verpasst. Der Wanderer widerspricht.

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