Große Leistung der Bayern

Bildungsalarm: Niveau bei Grundschülern sinkt, nur Bayern sticht hervor

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Ties Rabe (l-r, SPD), Bildungssenator in Hamburg, Susanne Eisenmann (CDU), Präsidentin der Kultusministerkonferenz und Kultusministerin in Baden-Württemberg, Petra Stanat, Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen, und Ralph Alexander Lorz (CDU), Kultusminister in Hessen, stellen bei einer Pressekonferenz der Kultusministerkonferenz in Berlin die Ergebnisse der Studie "IQB-Bildungstrend 2016" des Instituts zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen der Berliner Humboldt-Universität vor.

Eine Studie zeigt, dass das Niveau in den Fächern Mathematik und Deutsch in den letzten fünf Jahren deutschlandweit gesunken ist - Bayerns Schüler sind am schlausten.

Berlin/München - Bayerns Viertklässler sind laut einer aktuellen Studie in den Fächern Deutsch und Mathematik bundesweite Spitzenreiter. Mit Werten von 73 Prozent (Mathematik) sowie ähnlichen Werten im Fach Deutsch in den Kompetenzbereichen Lesen (74 Prozent), Zuhören (77 Prozent) und Orthografie (68 Prozent) ist der Anteil der Schüler, die den Regelstandard erreichen, weit über den bundesweiten Durchschnittswerten. Das geht aus der Studie IQB-Bildungstrends hervor, die die Kultusministerkonferenz (KMK) am Freitag in Berlin veröffentlichte. Untersucht wurde, inwieweit Viertklässler Bildungsstandards der KMK in Deutsch und Mathematik erreichen.

Bundesweit ist das Niveau gesunken

Bundesweit zeigt die Studie jedoch, dass sich das Niveau in den vergangenen fünf Jahren im Schnitt in Mathematik, beim Zuhören und in Rechtschreibung verschlechtert hat. Die Lesekompetenz ist dagegen im vergangenen Jahr auf ähnlichem Niveau geblieben wie 2011. Bayerns Schüler hatten auch 2011 die Spitzenplätze der Studie belegt.

„Das ist eine große Leistung - gerade angesichts der wachsenden Zahl von Kindern mit Zuwanderungsgeschichte“, sagte Bayerns Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) in München. Wichtig sei für ihn nicht nur, dass in Bayern eine hohe Quote von Schülern das höchste Leistungslevel erreicht habe, sondern auch, dass die Quote der Schüler, die den Mindeststandard verfehlt hätten, sehr niedrig sei.

Deutlich verändert hat sich der Studie zufolge seit der Erhebung 2011 die Zusammensetzung der Schülerschaft. Der Anteil der Viertklässler mit Migrationshintergrund hat sich durch den Flüchtlingszuzug um mehr als ein Drittel auf 34 Prozent erhöht.

dpa

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