Er soll seinen Kenntnisstand unzutreffend dargestellt haben

Brand im Pfarrbauernhof: Ex-Bürgermeister muss vor Gericht

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Einsatzkräfte der Feuerwehr kämpfen gegen die Flammen, die am 23. Mai 2015 in dem Pfarrbauernhof wüteten.

Traunstein/ Schneizlreuth - Das Landgericht Traunstein hat die Anklage zugelassen: Nun muss sich der ehemalige Bürgermeister vor Gericht verantworten.

Im Fall der Brandkatastrophe von Schneizlreuth mit sechs Toten muss nun auch der ehemalige Bürgermeister der Gemeinde vor Gericht. Das Landgericht Traunstein hat die Anklage der Staatsanwaltschaft zugelassen, wie ein Sprecher des Gerichts am Freitag sagte. Das Hauptverfahren werde vor dem Amtsgericht Laufen stattfinden. Zuerst hatte die „Passauer Neue Presse“ (online) darüber berichtet.

Dem Ex-Bürgermeister der Gemeinde wird vorgeworfen, dass er das Landratsamt nicht über den baurechtswidrigen Zustand des Pfarrbauernhofs informiert und die Durchführung einer Feuerbeschau in dem Gebäude unterlassen habe. Zudem soll er als Zeuge vor Gericht seinen Kenntnisstand vom Umfang der Nutzung des Gebäudes zu Übernachtungszwecken unzutreffend dargestellt haben.

Bei dem Brand in dem Pfarrbauernhof in Schneizlreuth waren an Pfingsten 2015 sechs Übernachtungsgäste aus Niederbayern ums Leben gekommen, fast 20 weitere wurden teils schwer verletzt. Ursache für das Feuer war wahrscheinlich eine weggeworfene Zigarette eines Gasts.

Im vergangenen Jahr hatte das Traunsteiner Landgericht bereits den Inhaber einer Eventagentur wegen fahrlässiger Tötung zu drei Jahren Haft verurteilt. Er hatte die Urlauber auf dem Bauernhof übernachten lassen, ohne sich um den Brandschutz zu kümmern.


dpa

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