Fehlende Rettungsgasse: Feuerwehr erst spät am Unfallort

Nürnberg - Ein kilometerlanger Stau ohne Rettungsgasse hat am Montag den Einsatz der Feuerwehr bei einem Lastwagen-Unfall im Süden Nürnbergs stark behindert.

Als die zum Abpumpen von Diesel gerufenen Einsatzkräfte am Unfallort eintrafen, war nach Feuerwehrangaben bereits der größte Teil des ausgelaufenen Treibstoffs im Erdboden oder in Abflusskanälen versickert. Auch der Notarztwagen habe Probleme gehabt, den Unfallort zu erreichen, berichtete die Polizei in Feucht.

Wie groß der Umweltschaden ist, war zunächst noch unklar. Nähere Hinweise erhofft sich die Polizei nun von Fachleuten des Wasserwirtschaftsamtes, die noch am selben Tag den Schaden untersuchten. Bei freier Fahrt der Feuerwehr auf einer frühzeitig gebildeten Rettungsgasse hätte die Umweltbelastung wahrscheinlich begrenzt werden können, schätzt die Nürnberger Berufsfeuerwehr.

Bei dem Unfall am frühen Montagmorgen war auf der Autobahn A6 Nürnberg-Heilbronn zwischen dem Südkreuz und der Abfahrt Roth ein Sattelschlepper auf einen vor ihm fahrenden Lastwagen geprallt. Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Transporter wiederum auf einen vor ihm fahrenden Sattelschlepper geschoben. Der mutmaßliche Unfallverursacher wurde schwer verletzt in eine Klinik gebracht. Die drei Insassen der beiden anderen Lastwagen kam mit leichteren Verletzungen davon.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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