Das steckt dahinter

Bamberger sauer! Google Earth zeigt Dom ohne Kreuze - doch es gibt eine Erklärung

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Der Bamberger Dom bei Google Maps - ohne Kreuze. 

Keine Kreuze auf dem Bamberger Dom bei Google Earth? Die Internetgemeinde brodelt und ganz fix werden Zensur-Vorwürfe hinsichtlich christlicher Symbolik laut. Dabei steckt etwas völlig anderes dahinter. 

Bamberg - Für jeden Touristen in Bamberg gehört ein Besuch dieser Örtlichkeit zum Pflichtprogramm: der Bamberger Dom. Wahrzeichen der malerischen Stadt in Oberfranken und gemauertes Symbol für den katholischen Glauben. Ausgerechnet DIESES christliche Heiligtum wird bei Google Earth entweiht. Auf den Satellitenbildern sind nämlich sämtliche Kreuze, DAS Aushängeschild der Christen, verschwunden.

Wer jetzt aber gleich an eine Art Zensur religiöser Symbole oder Kreuzdebatten im Zusammenhang mit Schulklassen denkt, irrt. Hier wurde nichts absichtlich entfernt. Die lückenhafte Darstellung beruht schlicht und ergreifend auf einem technischen Fehler des Programms „Google Earth“ (bei Google Street View sind die Kreuze zu sehen). Die 3D-Übersetzung kann die filigranen Gebilde, in diesem Fall die Kreuze, nicht eindeutig darstellen. Google hat das auch bereits gegenüber mehreren Medien dargestellt, unter anderem gegenüber correctiv.org.  "Es handelt sich um einen Bildverarbeitungsfehler. Wir arbeiten derzeit daran, das Problem zu beheben", wird ein Google-Sprecher bei infranken.de zitiert. Es trifft nicht nur den Bamberger Dom, auch etwa den Dom in Speyer oder den Münster Sankt Martin in Landshut.

Für rechte Portale und Internet-Verschwörungstheoretiker dürfte diese Erklärung eine herbe Enttäuschung sein. In diversen Echokammern des Netzes bot sich diese „Zensur“ als wunderbare Hetzgrundlage an. Wer über den Tellerrand schaut, sieht: Google Earth kann nicht nur christliche Kreuze nicht richtig erfassen, auch die Halbmonde auf der Kuppel und den Minaretten der Şehitlik-Moschee in Berlin sind kaum zu sehen, ebenso wenig wie der Davidstern der Berliner Synagoge. Selbst die Flaggen auf dem Reichstagsgebäude sind eher zu erahnen als zu sehen. 

kg

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