Bei Augsburg

Hirntote Frau in Klinik gebracht: Ex-Freund wegen Mordes angeklagt

Augsburg - Erst schlug er seine Freundin tot, dann brachte er sie selbst ins Krankenhaus. Der 31-Jährige muss sich vor dem Augsburger Landgericht verantworten.

Wegen Mordes an seiner Ex-Freundin hat die Staatsanwaltschaft einen 31-Jährigen angeklagt. Der Mann soll seine ehemalige Lebensgefährtin so brutal zusammengeschlagen haben, dass die 33 Jahre alte Frau starb. Der nun Angeklagte hatte seine frühere Partnerin damals noch selbst ins Krankenhaus nach Bobingen (Kreis Augsburg) gebracht, die Frau war aber bereits hirntot. Einen Verhandlungstermin am Augsburger Landgericht gibt es noch nicht.

Hirnschwellung und Serienrippenbrüche

Wie die Staatsanwaltschaft am Montag mitteilte, soll der Mann seine ehemalige Partnerin Ende Oktober massiv unter anderem gegen den Kopf und den Oberkörper geschlagen haben. Die Frau habe eine extreme Hirnschwellung und zahlreiche Einblutungen, Serienrippenbrüche mit Durchspießungen und weitere Verletzungen erlitten. Erst gegen 19.20 Uhr sei der Mann dann mit dem Opfer in die Klinik gefahren.

Mann floh aus dem Krankenhaus

Während sich die Mitarbeiter damals um die 33-Jährige kümmerten, floh der 31-Jährige aus dem Krankenhaus. Am nächsten Tag wurde der Verdächtige in der Nachbargemeinde Großaitingen festgenommen. Der Mann habe bei den Vernehmungen „unterschiedliche Ursachen und Geschehensabläufe für die Verletzungen“ der Frau genannt, berichtete Oberstaatsanwalt Matthias Nickolai. Dem Mann werde in der Anklage vorgeworfen, seine Ex-Freundin grausam und aus niedrigen Beweggründen getötet zu haben. „Motiv für die Tat soll grundlose, übersteigerte Eifersucht gewesen sein.“

dpa/lby

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