„Der Trend zum Rasen ist alarmierend“

Immer mehr Motorradunfälle wegen überhöhter Geschwindigkeit

Auf Bayerns Straßen ereignen sich immer mehr Motorradunfälle infolge von Raserei. Im vergangenen Jahr zählten die Behörden 1036 Unfälle, bei denen Motorradfahrer zu schnell unterwegs waren.

München - Drei Jahre zuvor, 2013, weist die Statistik lediglich 831 Motorradunfälle mit überhöhter Geschwindigkeit als Unfallursache aus. Das geht aus einer Antwort des Innenministeriums auf eine Anfrage der Landtags-SPD hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

„Der offensichtliche Trend zum Rasen ist alarmierend“, klagte SPD-Fraktionschef Markus Rinderspacher. Er forderte deshalb konsequente Kontrollen und mehr Verkehrsüberwachung, aber auch mehr Prävention durch Verkehrserziehung und Sicherheitstrainings. „Auch bauliche Verbesserungsmaßnahmen an Unfallhäufungsstellen verhindern kein Unglück, wenn Unvernunft den Motorradlenker steuert“, sagte Rinderspacher. „Zuerst das Hirn einschalten, dann den Motor!“

Insgesamt gab es in Bayern im vergangenen 9181 Unfälle, an denen Motorräder oder Mofas beteiligt waren - im Jahr zuvor waren es 9378, im Jahr 2013 insgesamt 8835. Dabei starben vergangenes Jahr 134 Menschen.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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