Nach Fährunglück

Keine Seilfähre mehr an der Donau bei Straubing

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Die Bergung der versunkenen Donaufähre im April vergangenen Jahres.

Straubing - Nach dem Fährunglück auf der Donau in Niederbayern wird es an der Stelle wohl keine Seilfähre mehr geben.

Der Kreisausschuss von Straubing-Bogen habe am Montag einstimmig die Empfehlung ausgesprochen, eine freifahrende Motorfähre zwischen Mariaposching und Stephansposching zu bestellen, sagte ein Sprecher des Landratsamtes. In zwei Wochen berät der Kreistag abschließend darüber. Dann folgt nach Angaben des Sprechers die EU-weite Ausschreibung und die neue Fähre könnte im Juni oder Juli bestellt werden. „In diesem Jahr gibt es aber keine Fährverbindung mehr“, betonte der Sprecher.

Am 19. April 2016 war die 89 Jahre alte Seilfähre, die die beiden Orte zwischen den Landkreisen Straubing-Bogen und Deggendorf verbunden hatte, in der Mitte der Donau gesunken. Die beiden einzigen Fahrgäste und der Fährmann hatten sich schwimmend ans Ufer retten können.

Die Motorfähre kostet nach Angaben des Landratsamtes etwa 1,1 Millionen Euro. Die beiden beteiligten Landkreise beteiligen sich mit jeweils gut 300 000 Euro an den Anschaffungskosten. Der Rest kommt von der Landesregierung. Die Seilfähre hätte 360 000 Euro mehr als die Motorfähre gekostet. Mit der Fähre dauert die Fahrt über die Donau nur wenige Minuten und spart einen Umweg auf der Straße von rund 30 Kilometern.

dpa/lby

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