„Geringe Schuld“

Kirchenasyl: Ermittlungen gegen Pfarrerin eingestellt

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Pfarrerin Doris Otminghaus am evangelischen Pfarrhaus in Haßfurt mit dem 22-jährigen Flüchtling Hasib A., dem sie Kirchenasyl gewährte.

Bamberg/Haßfurt - Nur „geringe Schuld“ stellte die Staatsanwaltschaft bei einer unterfränkischen Pfarrerin fest. Gegen sie war ermittelt worden, weil sie afghanischen Flüchtlingen Kirchenasyl gewährte.

Die Staatsanwaltschaft Bamberg hat die Ermittlungen gegen eine Kirchenasyl gewährende Pfarrerin aus Unterfranken eingestellt. Doris Otminghaus bietet afghanischen Flüchtlingen Schutz an. Ihnen drohte bereits die Abschiebung in ihre Heimat. 

Der evangelischen Geistlichen aus Haßfurt (Kreis Haßberge) war vorgeworfen worden, durch das Kirchenasyl die Abschiebung mehrerer Menschen zu verhindern und somit Beihilfe zum unerlaubten Aufenthalt zu leisten.

Die Prüfung des Falles habe ergeben, dass die Schuld als gering anzusehen sei, teilte die Staatsanwaltschaft am Freitag mit. Hier hätten besonders die Motivation von Otminghaus und die Umstände ihres Handelns im Fokus gestanden. In Nordbayern haben zuletzt mehrere Staatsanwaltschaften Ermittlungen gegen Pfarrer wegen Beihilfe zum unerlaubten Aufenthalt aufgenommen.

dpa/lby

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