Im Landratsamt Landshut

Asylbewerber soll abgeschoben werden - da versucht er auf drei Polizisten zu schießen

Plötzlich wurde die Situation im Landratsamt dramatisch: Ein abgelehnter Asylbewerber wollte wohl aus Frust um sich schießen. 

Landshut - Eine lebensgefährliche Situation im Landratsamt Landshut ging am Dienstag noch glimpflich aus. Ein 30-jähriger Nigerianer wollte sich in der Behörde gegen seine Abschiebung wehren und versuchte dabei auf drei Polizisten zu schießen. Hierbei wurden zwei Polizisten leicht verletzt. Alle drei am Einsatz beteiligten Beamte sind derzeit dienstunfähig. 

Asylbewerber reißt Dienstwaffe an sich

Der Nigerianer entriss einem Beamten die Pistole aus dem Holster und zielte dann auf die Polizisten. Er scheiterte aber daran, Schüsse abzufeuern. So konnte ein Polizist ihm die Waffe wieder abnehmen. Daraufhin verletzte der Asylbewerber einen Beamten mit einem spitzen Gegenstand. 

Nur mit Hilfe von Pfefferspray konnte der 30-Jährige letztlich überwältigt und festgenommen werden. Gegen den Mann wird nun durch die Kriminalpolizeiinspektion Landshut wegen eines versuchten Tötungsdeliktes ermittelt. Am Mittwoch wird entschieden, ob er in U-Haft kommt. Derzeit befindet sich der Nigerianer in Polizeigewahrsam. 

Morddrohungen in Landratsämtern

In der Miesbacher Ausländerbehörde griff vor drei Jahren ein Asylbewerber eine Mitarbeiterin an. Seitdem muss ein Sicherheitsdienst für Ruhe sorgen, berichtete merkur.de. Wüste Beschimpfungen und sogar Morddrohungen: Auch die Mitarbeiter im Landratsamt Fürstenfeldbruck müssen sich oft so einiges gefallen lassen. Die Behörde erhöhte deshalb 2017 ihre Schutzvorkehrungen, meldete merkur.de.

 mag

Rubriklistenbild: © dpa/Daniel Karmann

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