News-Ticker zur toten Studentin

Fall Malina: Gutachten liegt vor - „Wir wissen sehr viele Dinge“

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Malina Klaar ist tot.

Regensburg - Malina Klaar, die vermisste Studentin aus dem Raum Fürstenfeldbruck, ist tot. Sie wurde nur 20 Jahre alt. Alles spricht für einen tragischen Unfall. Die Angehörigen beweisen enorme Kraft.

  • Studentin Malina Klaar (†20) ist am Sonntag (19. März 2017) auf dem Heimweg von einer Techno-Party in Regensburg verschwunden. Nur ihr Handy wurde am Donauufer gefunden, großangelegte Suchaktionen der Polizei blieben ergebnislos.

  • Knapp drei Wochen nach dem Verschwinden von Malina entdeckt eine Spaziergängerin eine leblose Person am Südufer der Donau bei Donaustauf - es ist Malina. 
  • Die Polizei geht davon aus, dass es sich um einen Unglücksfall handelt und Malina in der Donau ertrunken ist. 
  • Die Staatsanwaltschaft hat die Leiche zur Beerdigung freigegeben.
  • Alles zum Fall Malina lesen Sie hier in einer Zusammenfassung. Hier berichten wir im News-Ticker.

+++ AKTUALISIEREN +++

1. Juni 2017:

Der Polizei liegt das toxikologische Gutachten inzwischen vor, erklärt Polizeisprecher Albert Brück unserer Onlineredaktion. „Das abschließende rechtsmedizinische Gutachten ist bei der Kripo eingegangen.“ 

Dieses sorgt für ein klares Fazit: „Das abschließende Gutachten hat keine Hinweise auf Fremdverschulden ergeben“, so Brück.

Weitere Details werden der Öffentlichkeit vorenthalten. Grund: Sie sind Privatsache - erst recht, da Malinas Tod als Unglücksfall gewertet wird. „Wir müssen die Persönlichkeitsrechte der jungen Frau wie auch unsere Datenschutzvorgaben beachten“, erläutert Brück.

Deswegen gehen - vereinfacht gesagt - die Ermittlungsergebnisse und das Resultat des Gutachtens niemanden etwas an.

Bei der Rekonstruktion der Todesnacht waren die Ermittler schon zuvor - unabhängig vom Gutachten - ziemlich weit gekommen, so Brück. „Wir wissen sehr viele Dinge im Zusammenhang mit dem Fall, aber nicht alles ist für die Öffentlichkeit bestimmt“, so Brück. „Die junge Frau ist in die Donau geraten, wir sind in der Lage, das genau nachzuvollziehen.“ Ins Detail will er nicht gehen. „Wir müssen nicht alles, was wir wissen, bekanntgeben.“

So werden im Fall Malina für die Öffentlichkeit noch viele Rätsel offen bleiben: Wie verlief ihr Weg in der Nacht wirklich und warum? Was ist mit dem Busfahrer, der sie gesehen hat? Wie konnte sie in die Donau fallen? Die Fragen hat die Polizei für sich wohl weitgehend beantwortet, wie aus den Äußerungen des Sprechers hervorgeht. Aber diese Informationen werden unter Verschluss bleiben, auch um Malina und ihre Familie zu schützen. Das gilt es zu respektieren.

16. Mai 2017: 

Bei der Suche nach Malina Klaar forderte die Polizei Partygäste auf, Fotos auf das Portal der Ermittler hochzuladen. 

Unsere Onlineredaktion hat nun nachgefragt: Konnten die eingesendeten Fotos zu den Ermittlungen beitragen? Polizei-Sprecher Armin Bock sagt, dass diese keine weiteren Erkenntnisse erbracht hätten. 

Zu dem Zeitpunkt der Aufforderung, Fotos an die Ermittler zu schicken, galt Malina noch als vermisst. Für den Fall eines Gewaltverbrechens wollte die Polizei deshalb mit Hilfe der Aufnahmen weitere Zeugen finden. Inzwischen geht die Polizei von einem Unglücksfall aus. Damit steht das Szenario "Gewaltverbrechen", für das die Fotos vorgesehen waren, nicht mehr im Raum.

Ein bestimmtes Party-Foto sorgte im Netz für Spekulationen, auch eine Userin hat uns darauf hingewiesen. Es ist Teil einer Party-Bilderstrecke aus dem Regensburger Club „Suite 15“ aus der fraglichen Nacht. 

Die Ermittler wollten sich auf Anfrage unserer Onlineredaktion nicht im Detail zu dem Foto äußern, denn: „Auskünfte zu einzelnen Spuren oder Ergebnisse von Ermittlungen zu Spuren werden von uns nicht erteilt“, so ein Sprecher. 

Allerdings hielt sich Malina laut Ermittler in der Diskothek "Alte Mälzerei" und nicht in der "Suite 15" auf. Zudem ist das Foto sehr verschwommen, und die Kleidung des Mädchens auf dem Foto stimmt nicht mit der überein, die Malina in der Unglücksnacht getragen haben soll. 

Mit Blick auf die Angehörigen sind solche Spekulationen ohnehin kritisch zu bewerten, weshalb wir das Foto bewusst nicht zeigen und auch nicht darauf verlinken. Es handelt sich mit allerallerhöchster Wahrscheinlichkeit nicht um Malina.

12. Mai 2017: Darum spricht die Polizei nicht von einem Unfall

Hatte Malina Klaar einen Unfall? Polizeisprecher Armin Bock will das gegenüber unserer Onlineredaktion nicht bestätigen. Der Hintergrund: Bei einem Unfall liegen laut Bock externe Einflüsse vor. Bei Malina läge die Ursache aber "in der Person", deshalb spricht die Polizei von einem "Unglücksfall". Konsequenzen - wie beispielsweise eine bessere Absicherung des Donauufers - will die Polizei dementsprechend nicht ziehen. Weiterhin warten die Ermittler aber auf das toxikologische Gutachten, das letzte Lücken im Gesamtbild des Falls schließen soll. Zu dem Gutachten wird die Polizei jedoch keine Informationen an die Öffentlichkeit geben.

7. Mai 2017: Vor einem Monat wurde die Leiche gefunden

Vor einem Monat wurde die tote vermisste Studentin Malina Klaar in der Donau gefunden: Am Morgen des 7. Aprils entdeckte eine Spaziergängerin in der Donau bei Donaustauf eine Leiche. Die Stelle war acht Kilometer von dem Fundort ihres Handys entfernt. Nach dem DNA-Abgleich stand schnell fest: Bei dem Leichnam handelt es sich um die vermisste Studentin Malina. Die Hoffnungen der Familie waren zerstört - doch hat man inzwischen zumindest feststellen können, wie Malina umgekommen ist? Vier Wochen nach dem tragischen Fund erklärt die Polizei gegenüber unserer Onlineredaktion: "Der Fall ist für uns inzwischen abgeschlossen." Die Arbeitsgruppe, die sich mit dem Fall Malina beschäftigte, sei zurückgefahren worden. "Die Ermittlungen sind schon sehr in die Tiefe gegangen", erklärt die Polizei dieses Vorgehen. Für die Ermittler steht fest: Bei dem Tod der Studentin handelt sich um einen "tragischen Unglücksfall". Zwar gebe es vereinzelt noch neue Hinweise, diese würden das Gesamtbild jedoch nicht verändern.

5. Mai 2017: Diese Fragen muss die Polizei noch klären

Malinas Tod sei ein Unfall gewesen - das haben die Ermittler inzwischen wiederholt betont. Welche neuen Erkenntnisse kann die Öffentlichkeit jetzt noch erwarten? Die Polizei erklärt gegenüber unserer Onlineredaktion, dass es den Ermittlern nun darum gehe, einzelne Lücken im Gesamtbild des Falls zu schließen. Zum Beispiel interessiert die Polizei noch: Welche Stoffe sind in Malinas Körper zu finden? War sie alkoholisiert, hatte sie womöglich Drogen oder Medikamente zu sich genommen? Um diese Fragen zu klären, wartet die Polizei das chemisch-toxikologische Gutachten ab. Dann soll der Fall zur Staatsanwaltschaft gehen. Allerdings: Die Öffentlichkeit soll über die Ergebnisse des Gutachtens nicht informiert werden - nicht zuletzt in Rücksicht auf die Familie der Toten.

4. Mai 2017: Polizei hat Handy-Rätsel gelöst

Nach wie vor beschäftigt der Tod von Malina Klaar viele Menschen. Ein Detail, das der Öffentlichkeit bislang unklar blieb, steht mit ihrem Handy in Verbindung: Dieses trug sie nicht bei sich, als die Polizei ihren Leichnam aus der Donau borg. Stattdessen fand ein Spaziergänger das Gerät im Regensburger Herzogspark an der Donau. Der Finder nahm es zunächst mit, um den Akku aufzuladen. Nachdem er von der Suche nach der damals vermissten Malina hörte, brachte er das Handy zur Polizei. Hat Malina es etwa verloren? Wie steht dieses Detail mit dem Unglück in Verbindung? Die Polizei versichert gegenüber unserer Onlineredaktion, dass sie "aufgrund des Spurenumfelds" inzwischen eine Erklärung für den Fundort des Handys gefunden habe. Was das genau bedeutet, will sie unserer Onlineredaktion nicht verraten. Allerdings gehe man von einem Unfall aus.

2. Mai 2017: Unser Video zeigt den Stand der Dinge

+++ Der Fall Malina ist immer noch einer voller Rätsel. Wir fassen in einem Video noch einmal alles zusammen - und auch, welche Fragen noch offen sind.

28. April 2017: „Unterschiedliche Ergebnisse“ - Trauer-Song im Web

+++ Die Untersuchungen zum Fall Malina dauern weiter an. Am Freitag hakte unsere Onlineredaktion beim Regensburger Polizeisprecher Albert Brück nach. Auf die Frage, ob es schon den toxikologischen Befund gebe, teilt er mit: "Es gibt unterschiedliche Ergebnisse." 

Unterschiedliche Ergebnisse? Auf mehrere Rückfragen meinte der Polizeisprecher, er könne keine weiteren Angaben machen, nicht ins Detail gehen. Somit ließ er auch offen, ob mit „unterschiedliche Ergebnisse“ etwa „widersprüchliche Ergebnisse“ gemeint sind oder dass ein Teil der Ergebnisse da ist und ein Teil nicht - wahrscheinlich letzteres. 

Die Polizei hält sich derzeit offenbar so bedeckt wie möglich. Sprecher Bruck betont lediglich noch: "Wir gehen nach wie vor von einem Unfallgeschehen aus."

Wann der gesamte toxikologische Befund feststeht, ist weiterhin nicht absehbar: Es könne sich noch um Wochen handeln, schätzt Brück. Dies sei jedoch nicht ungewöhnlich, eine Vielzahl an unterschiedlichen Untersuchungen müsste vorgenommen werden.

+++ Nach wie vor ist die Anteilnahme an dem Tod von Malina riesig: Der Hamburger YouTuber Chartchay Voratumapon hat der 20-Jährigen nun sogar ein Requiem gewidmet. Es heißt "Malina's Lullaby", zu Deutsch also "Malinas Schlaflied". In einem kurzen Intro erklärt der Musiker den ungewöhnlichen Titel seines Liedes: Er wolle nicht davon sprechen, dass Malina "gestorben" sei, denn die Erinnerungen an sie seien nicht verblasst. Mit dem Requiem möchte er den Angehörigen sein Beileid aussprechen und Hoffnung verleihen. Auch bei Facebook stoppt die Welle des Mitgefühls nicht. "Liebe Malina, du wirst auch in dieser schnelllebigen Zeit niemals vergessen," schreibt eine Userin zum Beispiel auf der Facebook-Seite "Malina Klaar, in Liebe". "Einmal sehen wir uns wieder, komm gut an auf deiner letzten Reise", kommentiert eine andere Nutzerin. Viele weitere drücken den Angehörigen ihr Beileid aus.

27. April 2017: Darum kam Malina bei XY nicht vor

+++ Die Ermittler gehen wie berichtet davon aus: Malina Klaar kam höchstwahrscheinlich bei einem Unfall ums Leben. Doch obwohl die Geschichte der jungen Frau auf großes öffentliches Interesse gestoßen ist, verlor Rudi Cerne in der Ausgabe von „Aktenzeichen XY“ am Mittwoch kein Wort über den Ausgang des Falls. Doch warum? In der Sendung Anfang April war noch über das mysteriöse Verschwinden der Studentin berichtet worden.

Das ZDF äußerte sich gegenüber unserer Onlineredaktion wie folgt: Zum einen könne man den Fall nicht als gelöst bezeichnen. Zum anderen habe sich herausgestellt, dass kein krimineller Hintergrund bestehe. Daher habe man sich entschlossen, den Fall in der Rubrik „Aktenzeichen XY - gelöst“ nicht zu erwähnen.

26. April 2017: Toxikologischer Befund steht noch aus

+++ Die Polizei wartet - Stand 26.04.2017 - weiterhin auf die Ergebnisse des toxikologischen Befundes. Dennoch ist sie bereits jetzt überzeugt: Malina kam durch einen tragischen Unfall ums Leben. Sollte durch den toxikologischen Befund noch etwas herausgefunden werden, sei das nur ein Mosaikstück, so die Polizei. Mit diesem erhoffe man sich die Lücken über den Unfallhergang zu schließen. Eine grundlegende Änderung des Unfallgeschehens durch den Befund schließt die Polizei aus.

Tausende User haben noch bis vor wenigen Tagen auf der Facebookseite „Malina Klaar, in Liebe“ ihre Anteilnahme an dem Tod der Studentin ausgedrückt. Vor allem den Eltern und den angehörigen, sprechen die User Mut und Kraft zu: „Es tut mir unsagbar leid. Ich wünsche ihnen alle Kraft der Welt.“ Andere Facebooknutzer stellen dagegen den Unfalltod Malinas in Frage - und werfen die Frage auf, ob ihr etwas ins Getränk gemischt wurde. Die Familie hat die Nutzer mittlerweile gebeten, die Spekulationen aus Respekt zu unterlassen. 

+++ Wie es zu dem schrecklichen Unfall kommen konnte, bei dem die Studentin Malina ums Leben kam, ist weiterhin unklar. Bekannt ist den Ermittlern, dass die Studentin auf der Party, bei der sie zuvor war, Alkohol konsumiert hat. Die Polizei hofft nun, wie ein Sprecher am Donnerstag (20.4.) unserer Onlineredaktion erklärte, weitere Hinweise für die Aufklärung des Falles durch den toxikologischen Befund zu bekommen. Da die Leiche der Studentin jedoch fast drei Wochen im Wasser gelegen hat, sind die Behörden nicht sicher, ob durch die Untersuchung überhaupt noch etwas festgestellt werden kann. Der toxikologische Bericht wird den Behörden voraussichtlich erst in ein paar Wochen vorliegen. Er könnte dann verschiedene Rätsel klären - denn es ist nach wie vor offen, warum Malina durch die Stadt Regensburg geirrt ist.

+++ Die Polizei geht weiterhin davon aus, dass Malina durch einen tragischen Unfall zu Tode gekommen ist. Details werden nicht genannt - etwa wie das nun war mit dem letzten Telefongespräch oder ob andere Hinweise aus der Partyszene die Annahme der Polizei bekräftigen. 

+++ Malinas Leichnam ist Berichten des BR zufolge von der Staatsanwaltschaft freigegeben worden. Die Familie und Angehörige können die tote Studentin endlich beerdigen. Wer für die Trauerfeier spenden will, kann dies per persönlicher Nachricht über die Facebookseite „Malina Klaar, in Liebe“ tun. 

Einige wollen ihre Spenden von leetchi.com nicht zurücknehmen

+++ Wie Anastasia Heilmann von leetchi.com gegenüber unserer Online-Redaktion sagt, gibt es tatsächlich einige, die ihr Spenden-Geld für Malina nicht zurückhaben wollen. „Die Menschen haben so eine enge Verbindung über die Zeit zur Familie aufgebaut, sie wollen sie weiter unterstützen.“ Oder wenigstens andere. 

+++ Wie die Familie unserer Online-Redaktion mitteilen lässt, werden alle Spendengelder - falls gewünscht - zurückgezahlt. Allerdings: Wir glauben auch, dass die spendenbereiten Menschen, die uns so bereitwillig helfen wollten, möglicherweise mit ihrer Spende bei leetchi nun anderen helfen - und ihr Geld, oftmals sind es auch nur kleine Beträge, nicht zurücknehmen, sondern im Pool belassen, heißt es. Auf dem Spendenportal kann man sein Geld für die unterschiedlichsten Zwecke geben: für Kinder, Soziales, Trauerfeiern, Abschiede, aber auch Geburtstage und Sport. 

+++ Über 50.000 Euro sind bei der Spendenaktion „Malina Klaar gesucht“ zusammengekommen - diese ist seit der Todesnachricht gestoppt. Das Geld sollte ursprünglich als Belohnung für den entscheidenden Hinweis dienen. Nachdem nun leider traurige Gewissheit herrscht, dass Malina nicht mehr lebt, stellt sich die Frage: Was passiert mit den Spenden?

Die Familie verweist auf der Facebookseite darauf, dass alle Spender sich über den Kundensupport von Leetchi ihren Geldbetrag zurückholen können. Allen, die ihre Spende in dem Pool belassen, auch in dem Wissen, dass sie nicht mehr für den ursprünglichen Zweck verwendet wird, lässt die Familie einen „Herzensdank“ zukommen. Möglicherweise wird es zu gegebener Zeit präzisere Angaben geben.

Riesen-Unterstützung: Über 50.000 Euro sind zusammengekommen, sie gehen nun zurück an die Spender. 

Polizei: Haben Vorstellung, wie Malina zu Tode gekommen ist

+++ Auch die Polizisten, die wochenlang nach Malina Klaar gesucht hatten, zeigen sich betroffen von ihrem Tod. „Man hofft bis zuletzt, dass es noch eine Wendung gibt, dass die Vermisste wieder unversehrt auftaucht“, sagt ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberpfalz. 

Nach dem rechtsmedizinischen Gutachten, gibt es keinerlei Hinweise auf äußere Gewalteinwirkung. Die Polizei geht weiterhin von einem Unglücksfall aus. Laut des Sprechers haben die Ermittler eine Vorstellung, wie es zu dem tödlichen Unfall kam. Details wollte er allerdings auf Nachfrage nicht nennen. Auch wenn sich bisher keine Zeugen gemeldet haben, die den Moment, in dem Malina Klaar in der verhängnisvollen Nacht am 19. März in die Donau stürzte, beobachteten, sucht die Polizei weiterhin nach Hinweisen um den Ablauf vollständig aufklären zu können.

+++ Die Beileidsbekundungen auf der Facebook-Seite von Malina reißen im Übrigen nicht ab. Selbst Tage nachdem die Leiche der Studentin gefunden wurde, nehmen Menschen Anteil und drücken der Familie ihr Mitgefühl aus.  

Facebook: So nehmen Malinas Angehörige Abschied von der Hoffnung

+++ Die Facebook-Seite „Malina Klaar gesucht“ gehört der Vergangenheit an. Die Familie hat sie umbenannt in „Malina Klaar, in Liebe“. Sie bedankt sich mit einem alten, allerdings aktualisierten Post bei allen Unterstützern - und nimmt Abschied von einer Seite, die Wochen lang Hoffnung versprochen hatte. 

+++ Um ihrer Trauer und der vieler anderer Ausdruck zu verleihen, war Facebook-Nutzerin „Lydia Fah“ am Sonntag wie angekündigt (siehe unten) an der Donau und ließ zum Gedenken an Malina ein Papierschiffchen auf dem Fluss treiben. „Flieg hoch, flieg weit und schick uns ein kleines bisschen Licht, wenn es finster wird“, steht in ihrem dazu verfassten Brief, den sie mit dem Schiffchen auf die Reise schickte. Lydia kannte Malina vor ihrem Verschwinden übrigens nicht. „Mich hat es so berührt, weil ich jeden Tag mit dem Rad zur Arbeit fahre und auf jedem Ampelpfosten waren die Suchzettel“, erklärt sie unserer Onlineredaktion. „Ich hab auch bei den Spenden mitgemacht, nicht viel, hab selbst wenig Geld. Weiß nicht, eventuell, weil ich selber eine 11-jährige Tochter habe.“ Hier sehen Sie den Brief und das Schiffchen:

+++ Die private Facebook-Seite von Malina wurde inzwischen in den „Gedenkzustand“ versetzt. „In Erinnerung an Malina Klaar - Wir hoffen, dass all jene, die Malina lieben, durch den Besuch ihres Profils Trost finden. Erfahre mehr über das Festlegen eines Nachlasskontakts und Konten im Gedenkzustand auf Facebook“, ist dort nun zu sehen. „In Erinnerung an Malina Klaar“ steht dort zudem.

Malinas Seite wurde in den Gedenkzustand versetzt.

+++ Bei Facebook ist die Trauer immer noch groß. Viele Nutzer sprechen der Familie ihr tiefes Beileid aus. „Irgendwo lebt sie weiter“, heißt es dort beispielsweise.

+++ Bei den Ermittlungen gebe es keinen neuen Stand, erklärte ein Pressesprecher der Regensburger Polizei am Sonntagmittag auf Anfrage unserer Onlineredaktion. „Es stehen noch molekularbiologische Untersuchungen an.“

+++ Schöne Geste: Diese trauernde Facebook-Userin möchte am Sonntagnachmittag ein Papierschiffchen mit Blumen auf der Donau abfahren lassen, um Malina zu gedenken. Dafür erhält sie viel Zuspruch.

+++ Nach dem Fund einer Frauenleiche in der Oberpfalz hat die Obduktion bestätigt, dass es sich wie erwartet um die seit knapp drei Wochen vermisste Studentin Malina aus Regensburg handelt. „Bei dem Leichnam handelt es sich zweifelsfrei“ um die Vermisste, teilte das Polizeipräsidium Oberpfalz am Samstag mit. Am Freitag hatte eine Spaziergängerin die Leiche einer jungen Frau am Donauufer in Donaustauf bei Regensburg entdeckt. Die Polizei ging aufgrund der äußeren Erscheinung und der Bekleidung sehr schnell davon aus, dass es sich um die Studentin handelt, die auf dem Heimweg von einer Party verschwunden war. Endgültige Gewissheit brachte nun eine molekulargenetische Untersuchung.

Fall Malina: Todesursache lässt sich bis dato nicht feststellen

+++ Wir habendie Ereignisse des Tages inklusive aller bisherigen Erkenntnisse kompakt für Sie zusammengefasst.

+++ Die Untersuchung wird dadurch erschwert, dass die Leiche so lange im Wasser lag. Eine eindeutige Todesursache lässt sich bis dato nicht feststellen. Malinas Körper weist aber keine Spuren von Gewalt oder Fremdeinwirkung auf. 

+++ Die Polizei geht aufgrund der ersten Obduktions-Ergebnisse am Institut für Rechtsmedizin der Universität Erlangen-Nürnberg davon aus, dass Malina ertrunken ist. „Das ist die wahrscheinlichste Todesursache“, sagte Polizeisprecher Dietmar Winterberg unserer Redaktion. Allerdings ist das nur die erste mündliche Einschätzung der Gerichtsmedizin, es folgt noch die Analyse der Gewebeproben. Endgültige Gewissheit gibt es für die Angehörigen immer noch nicht: Die Polizei kann auch weiterhin ein Verbrechen nicht ausschließen, heißt es gegenüber unserer Redaktion.

+++ Das Ergebnis der Identifizierung steht fest: Die Polizei ist sich sicher, dass es sich bei der Leiche um Malina Klaar handelt. Es steht allerdings noch der DNA-Abgleich aus, der zur endgültigen Identifizierung führt. Dieser wird eine Zeit dauern. Das hat Polizeisprecher Armin Bock unserer Online-Redaktion mitgeteilt.

Auf der Facebook-Seite von Malina Klaar kondolieren Menschen minütlich

+++ Polizeisprecher Armin Bock erklärt gegenüber unserer Redaktion, dass es heute möglicherweise nur ein Ergebnis bei der Identifizierung der Toten geben wird. Ob bei der Obduktion schon etwas herauskommt, das stehe in den Sternen. Es wird also eventuell noch eine Zeit dauern, bis die Todesursache final ermittelt werden kann. 

+++ Auf der Suche lagen die Augen einer immensen Öffentlichkeit, nun auch auf dem wohl traurigen Ergebnis: Auf der Facebookseite „Malina Klaar gesucht“ gehen seit der Nachricht am Morgen bereits minütlich Beileidsbekundungen ein. Es scheint niemand mehr Hoffnung zu haben, dass es sich vielleicht doch nicht um Malina handeln könnte. Die Familie äußert sich verständlicherweise bisher nicht.

+++ Malinas Familie ist gleich nach dem Leichenfund informiert worden, heißt es von der Polizei. Die Obduktion gegen 12 Uhr wird nun erstens zeigen, ob es sich tatsächlich um die seit drei Wochen vermisste Studentin handelt, und zweitens Aufschluss über die Todesursache geben. 

Leichenfund in Donau: Bekleidung spricht dafür, dass es Malina ist

+++ Polizeisprecher Armin Bock sagte gegenüber dem BR, dass die Bekleidung der gefundenen toten Person dafür spricht, dass es sich um Malina handelt.

+++ Bilder vom Polizeieinsatz in Oberstauf, wo die Leiche gefunden wurde, haben wir in einem kurzen Video zusammengefasst.

+++ Auf der Facebookseite „Malina Klaar gesucht“, die die Angehörigen der jungen Studentin aus dem Raum Fürstenfeldbruck ins Leben gerufen haben, gibt es bisher noch keine Stellungnahme zu den jüngsten Meldungen. 

+++ Wir haben eine Karte für Sie erstellt, die den Fundort der Leiche zeigt, die aller Wahrscheinlichkeit nach Malina Klaar ist.

+++ Die Polizei Oberpfalz teilt per Twitter mit, dass es sich „nach ersten Erkenntnissen“ um die vermisste Malina aus Regensburg handeln dürfte. Es bleibt dennoch der Konjunktiv - bis zur absoluten und endgültigen Gewissheit nach der Obduktion. 

+++ Anders als Bild zunächst berichtete, hat die Polizei den Tod der jungen Studentin bisher noch nicht endgültig bestätigt. Die Beamten warten noch auf die Obduktion am Mittag, sagten sie gegenüber unserer Redaktion. Erst danach gebe es gesicherte Erkenntnisse. Allerdings: Alle Anzeichen sprechen dafür, dass es sich bei der Leiche um Malina handelt.

+++ Die Polizei geht mit allergrößter Wahrscheinlichkeit davon aus, dass es sich bei der Toten, die heute Morgen in der Donau bei Donaustauf (Landkreis Regensburg) gefunden wurde, um Malina handelt. 

Vermisste Malina: Bilder vom Fundort der Leiche

Vermisste Malina: Das waren die Wochen ungewissen Bangens

+++Weniger als fünf Minuten dauerte der Beitrag in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY“ über die vermisste Studentin Malina Klaar. Dafür hat das ZDF eine Erklärung parat: Wie eine Sprecherin der Sendung unserer Onlineredaktion mitteilte, werden die einzelnen Beiträge immer exakt mit der Polizei abgestimmt. Die bestimme auch, welche Informationen in den Beiträgen gesendet werden. Dass der Beitrag im Fall der vermissten Studentin aus Regensburg nur kurz war, liege auch daran, dass man einfach nicht mehr über den Fall wüsste, so die Sprecherin.

Die Sendung, die am Mittwochabend um 20.15 Uhr im Zweiten Deutschen Fernsehen gesendet worden war, erreichte im Durchschnitt 5,6 Millionen Zuschauer. 

Ernüchternde Ergebnisse nach „Aktenzeichen XY“

+++ Nach der Ausstrahlung der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY ... ungelöst“ hat die Polizei Regensburg nur wenige Hinweise erhalten. Ein Pressesprecher sagte unserer Onlineredaktion gegenüber, dass es sich hierbei um Hinweise im unteren zweistelligen Bereich handle, genauere Angaben machte er nicht. Nach einer ersten Sichtung und Abgleichung der Hinweise können die Ermittler allerdings schon jetzt feststellen, dass nichts Verwertbares darunter zu finden sei. Die Ermittler prüfen nun weitere Möglichkeiten, was zwischen Malinas Verlassen der alten Mälzerei und dem letzten Handykontakt passiert sein könnte. 

+++ Nun muss sich zeigen, ob im Anschluss an „Aktenzeichen XY ... ungelöst“ weitere Hinweise bei der zuständigen Polizeiinspektion aus Regensburg einlaufen. Neue Erkenntnisse brachte die Sendung jedenfalls nicht - was jedoch auch zu erwarten war. Schließlich geht es bei dem Sendeformat vorrangig darum, dass sich Zeugen nach Ablauf der TV-Ausstrahlung mit den zuständigen Stellen in Verbindung setzen können. 

+++ Auch Heinrich Christl von der Kriminalpolizei Regensburg hat keine neuen Erkenntnisse vorzutragen - er hofft auf die Unterstützung der Zuschauer. „Wir haben den Glauben noch nicht verloren“, sagt er. Allerdings sei die Beweislast weiterhin dürftig - zumindest im Vergleich zu den anderen gezeigten Fällen. 

Die Polizei tappt weiterhin im Dunkeln 

+++ Zudem wird noch einmal auf die Telefonnummer der Kripo Regensburg aufmerksam gemacht. Bei sachdienlichen Hinweisen können sich Zeugen an die Nummer 0941 - 5062888 wenden. 

+++ Jetzt kommt der Fall Malina zur Sprache. Moderator Cerne erklärt noch einmal im Groben die Situation - von Malinas Party-Nacht über den Anruf bei ihrer Freundin bis hin zur letzten Spur. Zudem wiederholt er ihrer Personenbeschreibung, die lautet: 1,67 Meter groß, schlank, schwarze Hose, schwarze Schuhe und eine braune Wolljacke. Auffällig sei außerdem ihre Lederband-Halskette mit einer silbernen Schnecke als Anhänger.

+++ Während sich im Fall der 2010 ermordeten Maria Bögerl - deren Fall im Rahmen der Sendung auch thematisiert wird - offenbar eine heiße Spur ergeben hat, tappen die Ermittler bei Malina noch im Dunkeln. Etwaige Hinweise und Erkenntnisse erhofft man sich nun durch Hinweise der Zuschauer. 

Moderator Cerne: „Wir fangen nochmal von vorne an“

+++ „Wir fangen nochmal von vorne an“, erklärt Cerne das Vorgehen der Sendung gegenüber Focus Online. „In dem Studiofall machen wir auf die Eckdaten aufmerksam, zeigen die Örtlichkeiten, wo was wann passiert ist.“ Dies sei die Stärke von Aktenzeichen XY. Dadurch könnten eventuelle Zeugen, die noch nicht zur Polizei gegangen sind, sensibilisiert werden. 

+++ Neben dem Verschwinden von Malina werden in der von Rudi Cerne moderierten Sendung noch vier weitere Verbrechen thematisiert. Laut Ankündigung wird im Fall von Malina explizit ein Beamter der Kriminalpolizei Regensburg die Zuschauer auf den bisherigen Stand der Dinge bringen. Außerdem wird Moderator Cerne Bilder der 20 Jahre alten Vermissten zeigen. 

+++ In gut 5 Minuten beginnt die ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY ... ungelöst“. Die Sendung gilt Ermittlern laut dem stern als „letzter Strohhalm“ im Fall Malina. Laut Senderangaben wurden von den 4500 thematisierten Verbrechen immerhin 1800 aufgeklärt. Die Erfolgsquote liegt demnach bei knapp unter 40 Prozent. 

Aktenzeichen XY zum Fall Malina: Der letzte Strohhalm? 

+++ Am Mittwochabend (20.15 Uhr) berichtet auch das ZDF-Magazin „Aktenzeichen XY“ über das Verschwinden von Malina Klaar. Moderator Rudi Cerne sprach vorab mit „Focus Online“ über die verzweifelte Suche der Familie, Freunden und Polizei nach der 19-Jährigen. 

Da Malina bereits seit zwei Wochen spurlos verschwunden ist, will Cerne keine zu großen Hoffnungen machen. „Nach zweieinhalb Wochen muss man leider mit dem Schlimmsten rechnen. Solange aber nicht der Beweis erbracht ist, dass Malina tot ist, hat jeder das Recht, zu hoffen. Dazu gehöre ich auch“, sagt der Moderator zu „Focus Online.“ 

Allerdings hat es auch schon Fälle gegeben, bei denen Vermisste plötzlich wieder auftauchten. „Ein Mädchen war damals ein halbes Jahr spurlos verschwunden. Die Mutter hat sich dann in unserer Sendung in einem verzweifelten Appell an ihre vermisste Tochter gewandt. Die Tochter, die mit ihrem Freund durchgebrannt war, sah zufällig unsere Sendung und merkte erst dann, was sie angerichtet hat.“

+++ Jetzt sucht die Polizei Oberpfalz nach Partyfotos von dem Abend, an dem Malina Klaar verschwand. Dazu haben die Beamten einen Medienupload eingerichtet. Jeder, der in der Nacht vom 18. auf den 19.März 2017 in der „Alten Mälze“ in Regensburg feiern war, wird gebeten, seine Partyfotos und Videos der Polizei zur Verfügung zu stellen. Die Ermittler hoffen so, weitere Details im mysteriösen Fall Malina zu bekommen. Zum Portal, auf dem die Fotos hochgeladen werden können, geht‘s hier entlang.  „Derzeit können wir weder ein Verbrechen noch ein Unglück ausschließen. Daher erhoffen wir uns Hinweise aus der Bevölkerung“, sagt ein Polizeisprecher.

+++ Auf der Facebookseite „Malina Klaar gesucht“ machen einige Trolle der Familie das Leben schwer mit „abstrusen Behauptungen und empathielosen Kommentaren“. Nun wehren sie sich. Gegen weitere Verleumdungen würde Anzeige erstattet, heißt es. 

Vermisste Malina: Experte bewertet Verhalten des Vaters

+++ Der Focus hat mit dem Experten Peter Jamin, der seit 25 Jahren Eltern vermisster Kinder berät, gesprochen, der das Verhalten von Malinas Vater und dessen unermüdlichen Einsatz bewertet. Er sagt ganz klar: "Seine Aktionen sind bestimmt von ungemeiner Elternliebe". Was Malinas Vater mache, sei genau das richtige. Für Kritiker, die den Mann als Selbst-Darsteller brandmarken, hat er kein Verständnis. Das sei schlicht „beschämend und verwerflich“. 

Malinas Vater hat einen Song komponiert, um seine verschwundene Tochter wiederzufinden.

+++ Noch immer fehlt von Malina Klaar jede Spur: Wie Amin Bock, ein Sprecher der Polizei Oberpfalz berichtet, sucht ein Hubschrauber und ein Boot der Wasserwacht noch immer in unregelmäßigen Abständen nach der 20-Jährigen, die am 19. März zuletzt im Stadtpark geortet wurde. Doch der entscheidende Hinweis aus der Bevölkerung sei noch nicht eingegangen. Mit dem Boot werde noch immer die Stelle abgefahren, an der der Leichenspürhund angeschlagen hatte. „Derzeit haben wir sinkende Pegelstände, wegen dem schönen Wetter“, sagt Polizeisprecher Bock. Dadurch könne die Suchmannschaft den Grund besser absuchen. Die Taucher konnten die Wahrnehmung des Leichenspürhundes weder bekräftigen, noch entkräften - daher müsste man davon ausgehen, dass der Hund schon richtig liegt. Was genau er da gewittert hat, das kann Polizeisprecher Bock nicht genau eingrenzen. „Der Hund riecht Leichen und Aas“, sagt er.

Bisher gebe es keine Anhaltspunkte in welche Richtung sich der Fall entwickelt. „Ob es sich um einen Unglücksfall, ein Verbrechen oder Suizid handelt, ist völlig unklar“, sagt Bock.

Jetzt ruht alle Hoffnung auf entscheidenden Hinweisen, die am Mittwoch während der Sendung „Aktenzeichen XY“ eingehen könnten. „Ein Polizeisachbearbeiter wird direkt vor Ort im Studio sein, um erste Hinweise entgegenzunehmen und vorab zu sondieren“, sagt der Sprecher. Die Ermittlungsgruppe Regensburg habe sich bereits darauf eingestellt, am Donnerstag all die Hinweise zu durchforsten, wie den Heuhaufen nach der Nadel. Wirklich vielversprechende Hinweise würden noch am Mittwoch unter die Lupe genommen werden.

Hubschrauber sucht weiter Donau ab

+++ Die Suche mit Hubschraubern an der Donau geht ebenfalls weiter. Wie die Mittelbayerische Zeitung berichtet, hätten auch am Samstag die Donau abgeflogen, bislang ohne Hinweis, dass Malina ertrunken sein könnte. Diese Befürchtung wurde und wird vor allem wegen des Fundorts des Handys immer wieder laut - allerdings gehört das für die Polizei nach wie vor in den Bereich der Spekulationen.

+++ Dass Malinas Vater einen Song für seine verschwundene Tochter aufgenommen hat, löste in den sozialen Netzwerken viel positive Resonanz aus. Doch eine Userin kann dieses Verhalten von Joseph Zawadzki nicht nachvollziehen. „Wenn mein Kind verschwunden wäre, wäre es das Letzte, an was ich denken könnte“, schrieb Johanna S. am Samstag auf der Facebookseite „Malina Klaar gesucht“ und bezeichnete Zawadzki als „Selbstdarsteller par excellence“. Andere Nutzer des sozialen Netzwerks nahmen den Vater aber in Schutz. „Welchen Weg er geht, ist seine Art und keiner, der nicht ähnlich Furchtbares erlebt hat, hat das Recht, darüber zu urteilen“, antwortete zum Beispiel Kornelia W. Fakt ist: Wer sich in Extremsituationen befindet, handelt nicht immer rational und braucht sein spezielles, eigenes Ventil, um mit der Angst umzugehen. Userin Eva R. bringt es auf den Punkt: „Der Papa verarbeitet es eben so. Was ist daran falsch?“

Malinas Vater veröffentlicht Video für seine Tochter

+++ Malinas Vater hat eben dieses Video veröffentlicht und setzt darauf, dass es möglichst viele Menschen sehen und teilen. "Je mehr Menschen ein Bild von ihr haben, desto leichter kann sie erkannt werden, wenn sie auftaucht", erklärte er uns am Telefon. "Das ist der banale Gedanke dahinter."

+++ Die Polizei gehe derzeit verschiedenen Hinweisen nach und filtere und prüfe sie, sagte Malinas Vater Joseph Zawadzki am Samstagnachmittag unserer Onlineredaktion. Oft stelle sich so erst nach zwei Tagen heraus, ob diese hieb- und stichfest seien. Er setzt weiterhin auf Hinweise aus der Öffentlichkeit - und darauf, das Foto von Malina dafür in möglichst vielen Köpfen zu hinterlegen. „Stellen Sie sich die banale Situation vor, Sie steigen in den Bus und sehen Sie draußen. Wenn Sie sie erkennen, können Sie rausspringen.“ Zawadzki ist immer noch großer Hoffnung, dass seine Tochter lebt. Er kann sich die unterschiedlichsten Theorien vorstellen. „Ein Mensch kann eine Amnesie haben, eine Stoffwechselstörung haben oder unter irgendwelche Substanzen gesetzt werden. Wir sind auch am Rätseln, was es war.“ Sein Appell: „Wenn jemand sie sieht und erkennt und bewirken kann, dass dieses Mädchen in sein Leben zurückkehren kann, dann soll er das tun können“. Er verfolge übrigens auch diesen News-Ticker auf unserem Portal, erklärt Malinas Vater und ist dafür wohl sehr dankbar im Hinblick auf eine große Öffentlichkeit.

+++ Am Samstagvormittag war die Wasserschutzpolizei wieder auf der Suche nach Malina. „Von 9.45 Uhr bis 10 Uhr hat die Wasserschutzpolizei unter den Brücken zu Fuß gesucht, insbesondere im Bereich des Eisernen Stegs und Schwabelweiser Eisenbahnbrücke, weil dort Stillwasser- und Flachwasserbereiche sind, die vom Boot und aus der Luft schwer einsehbar sind“, erklärt Albrecht Haupt aus der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Oberpfalz. Es sei nichts gefunden worden. „Es gibt leider keine heiße Spur“, wiederholt Haupt, was auch schon seine Kollegen in den vergangenen Tagen leider immer wieder mitteilen mussten. Er sagt: „Wir suchen natürlich permanent.“

Neue Suchaktion an der Donau - das steckt dahinter

+++ Unsere Onlineredaktion hat eben mit Albrecht Haupt aus der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Oberpfalz gesprochen, um ein bisschen Licht ins Dunkel zu bringen, was die neue Suchaktion angeht, von der Malinas Vater berichtete. Demnach gab es am Freitag tatsächlich eine neue Suchaktion mit einem Spürhund. Und zwar in Röthenbach an der Pegnitz, wo ein Busfahrer Malina gesehen haben will (wir berichteten). „Dort hat man einen Personensuchhund eingesetzt, um zu sehen, ob er da anschlägt“, bestätigt Haupt. Er berichtet unter Berufung auf einen Kollegen aus Mittelfranken: Die Suche sei negativ verlaufen, der Hund habe keine Spur aufnehmen können.

+++ Es gab zudem einen Fehlalarm: Laut Mittelbayerische haben Augenzeugen einen leblosen Körper auf der Donau bei Donaustauf gemeldet. Dieser erwies sich allerdings zum Glück nur als Baumstamm.

+++ Laut Mittelbayerische wurde eine neue Suchaktion gestartet. Diese ist allerdings sehr rätselhaft. „Am Donnerstag haben wir wieder ein Gelände abgesucht, aber es gab dort nichts, was im Zusammenhang mit dem Verschwinden von Malina stehen könnte“, so Kriminalhauptkommissar Armin Bock. Auch Malinas Vater weiß nicht, worum es genau geht. Es sei eine neue Suche mit einem Spürhund im Gang. Er wisse auch nichts Näheres. „Wir werden informiert, wenn es etwas Neues gibt“, so Joseph Zadawski.

+++ „Bislang haben uns alle Hinweise nicht entscheidend weitergebracht“, sagte Kriminalhauptkommissar Armin Bock der Mittelbayerischen.

+++ „Wir wollen allen Spendern unsere tiefe Dankbarkeit aussprechen. Wir hoffen, dass sie mit dazu beitragen, dass wir Malina lebend wiederfinden“, sagte der Vater am Freitag der Deutschen Presse-Agentur in München.

+++ Joseph Zadawski zeigt sich beeindruckt von der Welle der Hilfsbereitschaft. Malinas Vater meinte laut Mittelbayerische: „Worte können nicht ausdrücken, wie viel Kraft uns jeder Spender, Helfer, Unterstützer gibt.“

Suche nach Malina: Das passierte zwischen Montag, 27. März 2017 und Freitag, 31. März 2017

+++ Auch die ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY ungelöst“ widmet sich dem Schicksal der verschwundenen Studentin Malina Klaar. Moderator Rudi Cerne kann die Leiden der Eltern gut nachvollziehen.

+++ Ein privater Spender hat die ausgesetzte Belohnung mehr als verdoppelt: "Das ist eine seriöse Summe. Damit wollen wir die Sammelaktion beenden", sagte Malinas Vater Joseph Zawadzki dem BR. Er bedankte sich bei allen, die gespendet haben. Sollte Malina nicht gefunden werden bzw. die Summe bis Jahresende nicht ausbezahlt werden, will Zawadzki das Geld zurückzahlen.

 

+++ Malinas Vater Joseph Zadawski hat sich nun noch mal gegenüber der Bild geäußert - und seine Vermutung, Malina sei verschleppt worden, präzisiert. Er kann sich sogar vorstellen, was es für ein Täter sein könnte. Sein schlimmer neuer Verdacht: “Vielleicht hat sie jemand mit kindlichem Gemüt, der sie toll findet, eingesackt und hält sie unter Verschluss“, so der Vater der Vermissten.

Spendensumme für Belohnung wächst an

+++ Die 20-Jährige ist nicht die einzige Vermisste im Freistaat. Einen Überblick über aktuelle Vermisstenfälle haben wir hier für Sie zusammengestellt: 

Vermisst: Diese Menschen verschwanden 2016/2017 in Bayern

+++ Malinas Vater gibt nicht auf: Der Otterfinger hat bereits mehr als 20.000 Euro gesammelt, um eine Belohnung für Hinweise ausloben zu können. Den Betrag hatte er binnen weniger Tage online durch Spenden zusammengetragen, rund 400 Menschen haben einen Beitrag geleistet. Die Belohnung wird allerdings nur dann ausbezahlt, wenn Malina lebend gefunden wird. 

+++ Ein fröhliches Kind, aufgeweckt, mit einprägsamer Stimme - so erinnert sich die Radio-Crew von Charivari 95.5 in München an die seit fast zwei Wochen verschollene Malina Klaar, die heute 20 Jahre alt ist. Ihr Vater Joseph Zawadzki (46) war bis 2011 Radiomoderator im Sender. „Zehn Jahre lang“, sagt am Donnerstag Moderator Oliver Luxenburger zur tz. „Er machte die Nachmittagssendung Jo & Co, zusammen mit Sarah Rönnert.“ Jo für Joseph. Viele bei Radio Charivari 95.5 kennen auch Malina, die als Kind öfters mit im Studio war. Oliver Luxenburger: „Sie sprach sogar Jingles, weil sie so eine süße Stimme hatte.“

Fall Malina bei Aktenzeichen XY

+++ Am 5. April 2017 wird der Fall Malina in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY … ungelöst “ zu sehen sein. Das berichtet focus.de an diesem Donnerstag. „Wir werden einen Gesamtabriss des Vermisstenfalles darstellen, verbunden mit einem allgemeinen Hinweisaufruf“, sagt ein Polizeisprecher gegenüber dem Onlineportal. Ein eigener Filmbeitrag sei nicht geplant.  

+++ Es gibt einen Grund, warum sich Malinas Vater so sicher in der Öffentlichkeit und vor der Kamera präsentiert. Er ist ehemaliger Radiomoderator beim Münchner Sender Charivari. Dort hat er bis 2011 die Nachmittagssendung moderiert. Es gibt allerdings auch Dinge, die sind der Öffentlichkeit weniger bekannt über ihn. Sie erklären einmal mehr, warum er wie ein Löwe um Malina kämpft.

+++ Die Angehörigen bedanken sich auf der Facebook-Seite „Malina Klaar gesucht“ bei allen Unterstützern. Es ist zu spüren, dass sie den Kampf nicht so schnell aufgeben werden. Man kann angesichts der Strapazen, die das Verschwinden eines geliebten Menschen mit sich bringt, nur den Hut ziehen vor dieser Stärke.

Verzweifelter Appell von Malinas Vater bei SternTV

+++ „Sollte es jemanden geben, der unsere Malina gegen ihren Willen festhält, so bitte ich Sie, diese Grausamkeit zu beenden und Malina freizugeben.“ Das sagte Joseph Zawadzki, der Vater von Melina, am Mittwochabend bei SternTV, wie express.de berichtet. „Sind Sie sich im Klaren, was Sie tun.“ Damit spricht er direkt mögliche Entführer seiner Tochter an und sagte weiter, Malina habe „so viele Menschen, die sie lieben und vermissen, und sie hat gerade begonnen, ihre Freiheit zu leben“. 

Malinas Vater in der Sendung SternTV. Er ist überzeugt davon, dass seine Tochter noch lebt.

Auch an an die Zuschauer der Sendung richtete der Vater einen eindringlichen Appell: „Ich bitte Sie, jeden Menschen mit dem Bild von Malina in Berührung zu bringen, so dass vielleicht irgendein Hinweis kommt, der uns zu ihr führt.“ Joseph Zawadzki ist der festen Überzeugung, dass seine Tochter noch lebt. 

+++ Wie focus.de berichtet, soll es sich bei dem Facebook-Zeugen um einen Busfahrer handeln, der Malina in einem Ort in der Nähe von Nürnberg gesehen haben will. „Er hat mir erzählt, dass er um sieben Uhr mit einem Schulbus in Röthenbach unterwegs war, als er plötzlich ein ihm unbekanntes Mädchen sah, das aus einer Straße rauskam. ‚Sie hat mich direkt angeschaut‘, hat er mir erzählt“, sagte der Malinas Vater im Gespräch mit dem Onlineportal. Der Zeuge sei sich zu 90 Prozent sicher, dass es sich dabei um Malina gehandelt habe. 

+++ Ein erster Hinweis auf der Facebookseite „Malina Klaar gesucht“ lässt Familie und Freunde hoffen. Ein Zeuge will die 20-Jährige in Nürnberg gesehen haben, einen Tag nach ihrem Verschwinden in Regensburg. Die Polizei nimmt den Hinweis ernst und geht ihm nach - allerdings tut sie das bei jedem Hinweis, der eingeht gleichermaßen, wie ein Polizeisprecher unserer Onlineredaktion mitteilt. Das sagt nichts über die Qualität der Zeugenaussage aus. 

Vermisste Malina: Vater bringt neue Theorie ins Spiel

+++ Malinas Vater zwingt sich, die Hoffnung nicht zu verlieren und denkt positiv: „Malina ist noch am Leben. Ich gehe davon aus, dass ich Malina lebend zurückbekomme. Mein Vertrauen verliere ich nur, wenn ihr irgendetwas zugestoßen ist“, sagt er gegenüber sternTV. Er müsse ihr gute Gefühle schicken und dürfe selbst nicht zusammenbrechen. Erneut äußert er den Verdacht, seine Tochter könne irgendwo festgehalten werden.

+++ Die Polizei hat zwar die großangelegten Suchaktionen eingestellt, das bedeutet allerdings nicht, dass nicht weiterhin Hubschrauber und Polizisten nach der Vermissten suchen - eben im kleinen Stil. Der Regensburger Daniel P. hat uns per Facebook ein Foto geschickt und berichtet, dass derselbe Polizeihubschrauber immer wieder „auffällig langsam“ die Donau abfliegt. 

Die Hubschrauber kreisen über Regensburg auf der Suche nach der vermissten Studentin Malina.

+++ Der Vater von Malina kämpft weiter darum, dass seine Tochter gefunden wird. „Ich habe das Gefühl, dass ich alles dafür tun muss, dass jeder Mensch sich an Malinas Gesicht erinnert“, sagt er gegenüber focus.de. Außerdem äußert er einen neuen Verdacht: Malina könnte etwas ins Getränk gemixt worden sein. Mehrere junge Frauen hätten sich in den vergangenen Tagen bei ihm gemeldet und berichtet, dass ihnen eine Substanz ähnlich wie k.O.-Tropfen verabreicht wurde, die sie willenlos gemacht habe. Der Polizei sind laut focus.de derartige Vorfälle in Regensburg nicht bekannt. 

Jetzt steht fest: Aktenzeichen XY zeigt Malinas Fall

+++ Malinas Vater, der davon überzeugt ist, dass seine Tochter noch lebt, hat seine eigene Theorie, warum sich seine Tochter entgegen ihrer Art nicht meldet: Sie könnte tatsächlich nach Tschechien verschleppt worden sein und wird dort mit anderen Frauen festgehalten. „Das würde auch erklären, warum sie sich ganz entgegen ihrer Art überhaupt nicht meldet“, sagt Joseph Zawadzki gegenüber der tz.

+++ „Die Fernsehsendung Aktenzeichen XY strahlt demnächst den Vermisstenfall um die 20-jährige Studentin aus“, heißt es in einer Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Oberpfalz vom Montagabend. Ein genauer Sendetermin stehe allerdings noch nicht fest. Die nächste Folge der Sendung wird am Mittwoch, 5. April, ausgestrahlt.

+++ Die Frage ob Malina einen Unfall hatte oder ob sie Opfer eines Verbrechens wurde, ist laut Polizei derzeit völlig offen. „Inwieweit Malina Opfer eines Verbrechens, eines Unglücksfalles oder sonstigen Geschehens geworden ist, kann nach dem aktuellen Ermittlungsstand nicht gesagt werden. Es gibt derzeit keine Beweise, die die Annahme eines bestimmten Geschehens zulassen würden.“

Malina hatte kurz vor ihrem Verschwinden noch ihren Standort per WhatsApp gesendet

+++ Unsere Redaktion hatte ja bereits am Montag von der unglaublichen Debatte unter einem Facebook-Post von Malinas Freundin berichtet. Caro hat nun ihre Aktivität auf ihrer Seite in Sachen Malina eingestellt und verweist auf die offizielle Facebook-Seite „Malina Klaar gesucht“. Ob die pietätlosen Kommentare damit etwas zu tun haben, wie etwa die Huffington Post am Dienstag schreibt, wird von ihr nicht thematisiert. 

+++ Malinas Freundin Sandra (Name geändert) schilderte auch gegenüber Bild die Partynacht. Die Informationen sind nicht neu oder bahnbrechend, aber sie erwähnt im Gespräch mit dem Boulevardblatt noch einige interessante Details. So soll Malina am Morgen ihres Verschwindens per WhatsApp ihren Standpunkt gesendet haben – es war der Stadtpark in Prüfening. Daraufhin soll Sandra gesagt haben: „Mali, du bist im Kreis gelaufen“. Malina entgegnete: „Kann sein, ich pack das schon.“ Dann ging ihr Handy gegen 6 Uhr aus. Sandra machte sich keine Sorgen: „Ich meine, wir sind hier nicht am Ostbahnhof München, sondern in Regensburg.“ Und Malina habe nicht neben der Spur gewirkt. 

Malinas Vater ist sich sicher: Sie lebt noch!

+++ Die Polizei sucht weiterhin nach Malina aus Fürstenfeldbruck. Allerdings macht sie das nur noch „im kleinen Stil“, wie ein Polizeisprecher am Montag sagte. Malinas Vater will die Suche in der Öffentlichkeit präsent halten. „Sollte es einen Mitwisser geben, könnte er durch den öffentlichen Druck vielleicht zum Reden gebrachte werden“. Der Vater will die Bevölkerung mit möglichst viel Öffentlichkeit „emotionalisieren“ – damit die Suche nach der jungen Frau nicht nachlässt. Er sagte aber auch zu tz: „Ich versuche die Verzweiflung auszublenden.“

+++ Es fehlt weiterhin jede Spur von Malina. Ihr Vater Joseph Zawadzki ist sich aber sicher, dass sie nicht in der Donau ertrunken ist. „Meine Tochter lebt! Auch wenn sie vielleicht in einer Situation ist, wo sie sich nicht selbst befreien kann“, sagte der 46-Jährige zur Bild-Zeitung (verfügbar auch bei Bild Plus). Und weiter: „Die Spürhunde haben erst am Eisernen Steg ihre Spur verloren. Das zeigt doch, dass sie noch so klar war, dass sie dem Fluss in Richtung Osten folgte, dorthin, wo sie wohnt.“ Und er versucht alles, dass seine Tochter gefunden wird. Er ruft im Internet auf, für die Suchaktion zu spenden. Seit Montagnachmittag gibt es die Facebookseite „Malina Klaar gesucht“. Davon erhofft er sich neue Impulse. Von dem gespendeten Geld möchte er eine Belohnung aussprechen. „Wir haben nicht viel Geld und können keine riesigen Summen ausschreiben“, sagt Zawadzki. „Aber vielleicht hilft uns der eingerichtete Fonds, das Thema in der Öffentlichkeit präsent zu halten.“

Am Ende sollen rund 30.000 Euro als Belohnung ausgeschrieben werden. Vielleicht hilft das ja, die seit über einer Woche verschwundene Malina zu finden.

Vermisste Malina: Pietätlose Debatte unter Facebook-Post

+++ Malinas Freundin Caro Vonderschmitt versucht weiterhin, über Facebook die Leute an dem Geschehen teilhaben zu lassen. Eine Diskussion unter einem ihrer öffentlichen Posts (24. März um 21.54 Uhr) dürfte ihr aber nicht gefallen. Dort hat jemand sinngemäß geschrieben, dass es sich für eine junge Frau in einer Beziehung auch nicht gehöre, auf einen Rave zu gehen und die Nacht durchzufeiern. Dafür hagelt es jede Menge Kritik - vor allem von Frauen - aber auch Zustimmung. Das klingt etwa so: „Ich würde aber auch keine Freundin wollen, die sich auf irgendwelchen Partys betrinkt und regelmäßig feiern geht.“ Eine pietätlose Debatte, die nichts bringt, und die die Angehörigen furchtbar schmerzen muss. 

Letzter Anruf der vermissten Malina: Eine Liebeserklärung an ihren Freund?

+++ Laut Polizei soll es wohl keine weiteren öffentlichkeitswirksamen Suchmaßnahmen nach Malina mehr geben. Alle aufwendigen Suchen mit Tauchern, Hubschraubern, Leichenspürhunden und Suchtrupps seien bereits durchgeführt worden - es sei sinnlos dieselben Stellen noch einmal abzusuchen, so ein Polizeisprecher gegenüber dem BR

+++ Auch nach der Besprechung der Polizei am Montagvormittag hat sich nichts Neues zum mysteriösen Fall „Malina“ ergeben. Der Stand ist immer noch der alte vom Sonntag: Eine heiße Spur gibt es nicht. Es gibt allerdings auch keine Anzeichen für ein Verbrechen. 

Malina Klaar ist tot.

+++ Wie Bild berichtet, war Malinas letztes Lebenszeichen eine Liebeserklärung an ihren Freund, mit dem sie auch auf ihrer Facebookseite zu sehen ist. Sie soll bevor ihr Telefon am Sonntag um 6 Uhr den Geist aufgab, bei ihm angerufen haben und ihm gesagt haben, wie sehr sie ihn liebe und dass sie sich in Regensburg sehr wohl fühle. Von der Polizei gibt es bisher keine Information dazu, ob dieser Anruf tatsächlich so ablief und ob er der letzte war. 

+++ Die Polizei hat am Montag eine interne Besprechung zu dem Fall. Öffentlich sind bisher noch keine neuen Entwicklungen bekannt. 

Suche nach Malina: Das passierte am Sonntag, 26. März 2017

+++ Genau eine Woche nach dem Verschwinden Malinas ist die Lage unverändert. „Es gibt aktuell keine Neuigkeiten“, teilt die Pressestelle des Polizeipräsidiums Oberpfalz am Sonntagnachmittag auf Nachfrage unserer Online-Redaktion mit. Heißt: Noch immer laufen die Bemühungen der Polizei auf Hochtouren, um den Aufenthaltsort der Vermissten festzustellen. Doch noch immer fehlt die „heiße Spur“.

+++ Der Vermissten-Fall Malina ist mittlerweile auch ein Thema in den tschechischen Medien. Auch Blesk die größte Boulevardzeitung unseres Nachbarlandes hat den Fall mittlerweile aufgegriffen. "Die Spuren der Schönen führen nach Tschechien!", meldete die Onlineausgabe von Blesk am Samstag. Mittlerweile lautet die Überschrift: „Schöne Malina (20) seit einer Woche verschwunden: Die Spuren führen nach Tschechien!“ Laut Medienberichten will eine Zeugin die junge Frau auf einem Parkplatz in der Nähe der tschechischen Grenze gesehen haben. Malinas Familie versuche daher, Kontakt mit tschechischen und polnischen Behörden herzustellen, meldet Blesk. Der Artikel fasst die derzeitigen Informationen und den Stand der Ermittlungen, wie man ihn aus deutschen Medien kennt, knapp zusammen, enthält darüber hinaus aber keine neuen Informationen.

+++ Möglicherweise wird die Suche nach Malina demnächst ein Thema bei der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY“. Das erklärte ein Sprecher der Polizei Oberpfalz gegenüber Focus Online.  Öffentlichkeitswirksame Mittel wie die Darstellung des Falles in der Sendung „Aktenzeichen XY“ könnten als Option bei der Suche nach der Studentin in Erwägung gezogen werden. Man wolle alle Angebote prüfen, die zur Aufklärung des Falles beitragen könnten. Deswegen sei auch eine finanzielle Belohnung für Hinweise denkbar.

Suche nach Malina: Das passierte am Samstag, 25. März 2017

+++ Ein abendlicher Anruf bei der Polizei ergibt: Leider nichts Neues bei der Suche nach Malina. Auch, dass es erst am Montag wieder eine große Suchaktion gibt, bestätigt uns ein Sprecher. Jedoch mit einer Ausnahme: „Sollte es einen konkreten Hinweis auf eine Situation oder eine Örtlichkeit geben, werden wir reagieren.“ Jedoch gibt es durchaus Neuigkeiten: Das Handy, das im Herzogspark nahe der Donau gefunden wurde, ist inzwischen ausgewertet. Das bestätigt Polizeisprecher Albert Brück. „Die Auswertung des Handys bestätigt uns in den Dingen, die wir schon wussten, also, wo sie sich aufgehalten hat.“ Ins Detail will er nicht gehen - und auch nicht interpretieren, was der Fund des Smartphones überhaupt bedeuten könnte. Er verweist darauf, dass innerhalb drei Tagen fünf Geldbörsen und drei Handys bei der Polizei abgegeben wurden, es also viele Fundsachen gibt.

Polizei zum Vermissten-Fall Malina: „Wir haben guten Kontakt zu unseren tschechischen Kollegen“

+++ Zu der möglichen Aussage des Busfahrers, von der RTL berichtet (siehe unten) möchte sich Polizeisprecher Albert Brück auf Nachfrage nicht weiter äußern. „Es gibt eine Vielzahl von Hinweisen, die andeuten, dass die Frau gesehen worden wäre. Auf einzelne Hinweise werden wir bei unserer Berichterstattung nicht eingehen. Bei der Spur in Richtung tschechischer Republik ist die Überprüfung angestoßen, wir haben guten Kontakt zu unseren tschechischen Kollegen, besonders hilfreich ist das gemeinsame Zentrum in Schwandorf. Die Landesgrenzen stellen kein Hindernis dar. Im gemeinsamen Zentrum sitzen Kollegen aus der Oberpfalz und aus Tschechien an einem Tisch. Die Klärungen laufen unkompliziert und schnell. Es ist aber nur ein Hinweis von vielen. Die berühmte heiße Spur ist nicht gegeben.“

+++ Unsere Onlineredaktion hat sich am Samstag gegen 15.45 Uhr noch einmal mit Polizeisprecher Albert Brück unterhalten. Er bestätigte, dass die Suche mit dem Hubschrauber heute Morgen keine Hinweise ergab. Er erklärt im Hinblick auf den Sonntag: „Es sind für morgen keine besonderen Suchaktionen angedacht, die normalen Überprüfungen laufen weiter. Es sind noch einige Hinweise offen, die in der Abklärung sind. Am Montag ist dann vormittags bei der Kriminalpolizei in Regensburg eine Besprechung angesetzt, da werden die Entwicklungen des Wochenendes besprochen und welche Maßnahmen folgen.“ Wenn neue konkrete Hinweise kommen, wollen die Ermittler natürlich umgehend reagieren. Brück betont: „Wir haben derzeit keinerlei Hinweis auf eine Straftat, wobei wir im selben Atemzug nichts ausschließen können.“

Malinas Vater sucht verzweifelt nach ihr. Rechts die Bushaltestelle.

+++ Ihr Vater schilderte RTL auch noch einmal die Spur, die zu einer Bushaltestelle führte: „Es gab eine Zeugenaussage, dass jemand in dieser Straße in der Gegend der Bushaltestelle auf sie zugerannt sei. Das hat eine Frau aus dem Auto beobachtet und uns mitgeteilt.“ Laut RTL habe ein Busfahrer ausgesagt, dass er Malina gesehen haben könnte, sie vielleicht sogar bei ihm eingestiegen sei. Die Polizei wollte sich vorhin zu der möglichen Spur und dem Busfahrer gegenüber unserer Onlineredaktion nicht näher äußern.

+++ Malinas Vater nimmt der Fall verständlicherweise enorm mit. „Ich kenne keinen Punkt an mir, der nicht weh täte“, sagte er zu RTL.

+++ Wie die Mittelbayerische unter Berufung auf die Polizei schreibt, ergab die Suche mit dem Hubschrauber keine Hinweise. Weitere große Suchaktionen seien zunächst nicht geplant, neue Einsätze aber jederzeit möglich, wenn es neue Hinweise oder Ansatzpunkte gebe.

+++ Der Seher, von dem die Mittelbayerische berichtet hat, hat sich inzwischen auch an unsere Onlineredaktion gewandt. Er erklärt, wie er zu der „Eingebung“ (wie er es nennt) komme, dass Malina sich in einem Waldstück befindet. Er würde sich gleichzeitig freuen, wenn er sich täusche. Michael Schneider nennt auch einen genauen Ort mit GPS-Daten, auf dessen Veröffentlichung wir verzichten, um die Ermittlungsarbeit der Polizei zu überlassen und nicht etwa andere auf den Weg zu führen. Polizeisprecher Albert Brück hatte vorhin im Gespräch mit unserer Onlineredaktion den Seher ungefragt erwähnt - als er aufzählte, dass es auch ungewöhnliche oder gar „fragwürdige“ Hinweise im Fall Malina gibt. Wie sieht die Polizei das? Brück: „Wir gehen jedem Hinweis nach, aber es wird natürlich gewertet und nach Priorität abgearbeitet. Welche Maßnahmen wir für welche Hinweise ansetzen, obliegt der Einsatzleitung der Kriminalpolizei. Es ist nicht so, dass wir diese Hinweise gleich ins Reich der Fabel verweisen.“

Polizei: „Wir glauben, Malinas Weg vom Sonntag zu kennen“

+++ Kurz nach dem Verschwinden Malinas hieß es, ein Busfahrer könnte sie möglicherweise am frühen Sonntagmorgen gesehen haben. „An der Bushaltestelle verliert sich die Spur“, hatte Malinas Vater dem BR gesagt. Ein Hund hatte ihre Fährte bis dorthin verfolgt. Zu dem Thema hält sich Polizeisprecher Albert Brück - womöglich aus ermittlungstaktischen Gründen - auf Nachfrage unserer Onlineredaktion zurück. „Wir haben mit sehr vielen Zeugen gesprochen, es ist nur ein Hinweis gewesen. Wir werden nicht dazu Stellung beziehen. Wir sehen uns durch das Zusammenfügen verschiedener Puzzleteile schon so weit, dass wir den Weg der jungen Frau vom Sonntag kennen.“ Wo genau dieser endete, dazu möchte sich Brück auch nicht äußern. „Wir müssen im Blick behalten, dass wir mitten im Verfahren sind.“ Gleichzeitig stellt er klar: „Wir haben derzeit keine konkreten Hinweise auf eine Straftat.“

+++ Unsere Onlineredaktion hat eben ausführlich mit Albert Brück gesprochen. Er ist Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberpfalz und begleitet den Fall. Es zeichne sich nach wie vor keine klare Spur ab, bedauert er. „Wir wissen nicht, wo sich die junge Frau aufhält mit allen Varianten, die möglich sind. Beginnend von einem freiwilligen Verlassen der Lebensumstände bis hin zu einem strafbaren Handeln durch Fremdverschulden oder alles dazwischen, wie ein möglicher Unglücksfall.“ Die Polizei ermittelt weiter mit Hochdruck, aber: „Es gibt aktuell keinen Hinweis, wo wir sagen können, er sei auf Anhieb sehr vielversprechend. Wir müssen einfach alles nach und nach abarbeiten.“

+++ Jetzt sucht ein Hubschrauber nach Malina! Das bestätigt Stefan Walter, Leiter der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Oberpfalz, unserer Onlineredaktion am Samstagmorgen. „Wir haben seit 9.30 Uhr den Hubschrauber in der Luft, der die Donau in besagtem Bereich abfliegt und versucht, neue Erkenntnisse zu bekommen“, so Walter. Neue Hinweise aus der Bevölkerung gehen zwar laufend ein - aber nichts Konkretes. „Wir haben keine Hinweise, die ein sofortiges Handeln erfordern würden.“

Suche nach Malina: Polizei veröffentlicht neue Pressemitteilung

+++ Die Polizei Regensburg hat am Freitag um 18 Uhr eine lange Pressemitteilung zum Stand der Dinge veröffentlicht, die wir Ihnen hier im Wortlaut zeigen:

„REGENSBURG. Keine greifbaren Hinweise zum aktuellen Aufenthaltsort der gesuchten Studentin Malina Klaar gibt es für die Kriminalpolizei Regensburg, auch am fünften Tag nachdem die junge Frau am Sonntagmorgen, 19.03.2017 verschwunden ist. Die Tauchgänge der Bayerischen Bereitschaftspolizei in der Donau sowie umfangreiche Suchmaßnahmen und Überprüfungen aufgrund von Hinweisen blieben bislang ohne Erfolg.

Die Bemühungen der Kriminalpolizeiinspektion Regensburg zur Feststellung, wo sich die Gesucht aufhält, dauern an. Bei der Kriminalpolizeiinspektion Regensburg gingen bis Freitagmittag, 24.03.2017 über 70 Hinweise im Zusammenhang mit der Vermisstenfall ein. Eine akut heiße Spur ist dabei allerdings nicht erkennbar. Die Ermittler der Kripo waren und sind damit befasst eingehende Mitteilungen entgegen zu nehmen, diese zu werten und nach Priorität eigene Überprüfungen durchzuführen oder soweit es um Hinweise geht, die außerhalb der eigenen Reichweite liegen, entsprechende Aufträge zu erteilen.

Ein Hinweis deutet einen möglichen Aufenthalt der Gesuchten in der Tschechischen Republik an. Diesbezüglich stellen die Landesgrenzen natürlich kein Hindernis dar und über das Gemeinsame Zentrum in Schwandorf wurden bereits die bestehenden guten Kontakte genutzt und eine konkrete Überprüfung im Nachbarland angestoßen.

Nachdem am Donnerstagnachmittag Suchhunde der Polizei auf der Donau angeschlagen haben, erfolgte am heutigen Freitagvormittag, 24.03.2017 eine Wiederholung dieses Vorganges um mögliche Veränderungen festzustellen und um ein etwaiges Suchgebiet in der Donau einzugrenzen. Da die Hunde das gleiche Verhalten im selben Areal wie am Vortag zeigten, entschieden sich Taucher der Bereitschaftspolizei aus Nürnberg für Suchmaßnahmen am Donaugrund auf einer Streckenlänge von ca. 500 Metern. Dabei ergaben sich keine neuen Erkenntnisse zum Verbleib der Studentin.

Während sich jeweils zeitgleich zwei Taucher bei ‚Sicht gleich null‘ an langen Leinen geführt und gesichert über den Donaugrund vortasteten standen weitere Taucher zu Absicherung ihrer Kollegen parat. Nach etwa fünf Stunden im Wasser beendeten die Unterstützungskräfte die Suchmaßnahmen in der Donau gegen 16:45 Uhr, die sie in drei Teilabschnitten durchführten. An dieser Maßnahme an und in der Donau waren 25 Beamtinnen und Beamte beteiligt. Eine mögliche Erklärung für das übereinstimmende Verhalten der Suchhunde könnte an dem Umstand liegen, dass im Bereich der gezeigten Reaktionen ein großer Zulauf in die Donau besteht. Diese Mündung stellt den Ausgang eines großen Kanalsystems dar, in welchem sich verschiedenste Gerüche und Dämpfe bilden können.

Am kommenden Wochenende ist, soweit es die Einsatzbelastung der Polizeihubschrauberstaffel zulässt und die Witterungsbedingungen geeignet sind, eine erneute Sichtung des Donauverlaufes im Stadtgebiet von Regensburg und weiter flussabwärts, vorgesehen.

Vorbehaltlich von derzeit nicht erkennbaren Entwicklungen sind für das Wochenende keine weiteren größeren Suchaktionen geplant. Sollten sich allerdings neue Erkenntnisse oder Ansatzpunkte ergeben sind jederzeit neue Überprüfungen oder Sucheinsätze möglich.“

+++ Sie studiert Sozialarbeit: Was wir über Malina und den Fall wissen, hat die tz hier zusammengefasst.

+++ Die Polizei prüft am Wochenende die rund 70 Hinweise - auch die Spur zur tschechischen Grenze. "Landesgrenzen sind bei den Ermittlungen keine Grenzen", versicherte ein Polizeisprecher dem BR. Es gebe noch keine heiße Spur und auch keine Anzeichen auf ein Verbrechen. Die Taucher gestern haben nichts gefunden, das trübe Wasser machte ihnen zu schaffen. „Wenn man im Prinzip mit geschlossenen Augen seine Umgebung in unmittelbarer Nähe im Wasser abtasten muss. Man weiß auch gar nicht so genau, was man da ertastet“, so ein Polizeisprecher.

+++ Ihre Freundin Caro postete schon am Donnerstag bei Facebook: „Trotz vielen momentanen Schlagzeilen gibt es derzeit keine Klarheit darüber, dass Malina wirklich in die Donau gefallen ist!“ Sie rief dazu auf, diesen Beitrag zu teilen:

+++ Die Spur nach Tschechien sei keine heiße, berichtet Polizeisprecher Bock laut Mittelbayerische. Auch ein Seher habe der Polizei seine Hilfe angeboten. Er habe aus 500 Kilometern Entfernung Malina in den Wäldern zwischen Regensburg und Etterzhausen „gespürt“. Ob diese Spur heißer ist? Das hängt davon ab, ob man an Übersinnliches glaubt.

+++ „Wir tun alles menschenmögliche, um Malina zu finden“, so Pressesprecher Armin Bock zur Mittelbayerischen. „Zur Aufklärung des rätselhaften Falls brauchen wir Malina.“

Suche nach Malina: Das passierte am Freitag, 24. März 2017

+++ Die Polizei hat nach der abgebrochenen Suche am Freitagabend nicht noch entschieden, wie es am Samstag weitergehen soll. „Wir haben alles getan, was man tun kann. Wir stoßen auch an unsere Grenzen“, so ein Sprecher der Polizei Oberbayern gegenüber unserer Redaktion. Wie es am Samstag weitergehe, könne er deshalb noch nicht einschätzen.

+++ Wie der Bayerische Rundfunk meldet, wurde die Suche nach Malina für den Freitag eingestellt. Noch immer gibt es keine Spur der in Regensburg vermissten Studentin.

+++ Im Fokus der Ermittler steht die Theorie, dass Malina einen Unfall hatte, behauptet OVB Online. Malina, die sich in Regensburg nicht auskennt und betrunken war, könnte in den kalten Fluss gerutscht und ertrunken sein. Falls das stimmen sollte, müsste ihre Leiche in den kommenden Tagen am Donau-Wehr Geisling angetrieben werden. Malinas Familie und Freunde gehen dennoch davon aus, dass sie sie lebendig wieder finden. Ihre Freundin Caro äußert sich dazu auf Facebook:

+++ Insgesamt sind sechs Taucher im Einsatz, verriet Polizeisprecher Armin Bock BILD. „Bisher hat die Absuche von 200 Metern im Uferbereich keine Gegenstände erbracht, die im Zusammenhang mit dem Vermisstenfall stehen.“ 

Suche nach Malina: Mehr als 70 Hinweise bei Polizei eingegangen

+++ Mehr als 70 Hinweise seien bisher bei der Polizei eingegangen, sagt ein Pressesprecher der Polizei unserer Onlineredaktion. Einige dieser Tipps seien potenzielle Sichtungen der verschwundenen Malina, denen die Polizei nun in den nächsten Tagen nachgeht. Die meisten Zeugen wollen Malina an unterschiedlichen Stellen im Stadtgebiet Regensburg gesehen haben. 

Allerdings gab es auch Zeugenaussagen, dass Malina in anderen deutschen Städten entdeckt wurde. Genauer möchte sich die Polizei dazu derzeit noch nicht äußern. Eine Frau hatte Malina möglicherweise an einem Parkplatz an der tschechischen Grenze gesehen - auch diesem Hinweis folge die Polizei weiterhin.

Die Taucher haben bis 15 Uhr keine Habseligkeiten von Malina gefunden - und auch Malina nicht, berichtet der Sprecher. Die Taucher sollen diesen Freitag noch bis 17 Uhr im Einsatz bleiben. Auch am Wochenende arbeitet die Polizei mit Hochdruck am Vermisstenfall: "Weitere große Suchaktionen sind bisher jedoch nicht geplant", sagte der Polizeisprecher unserer Onlineredaktion. Wie es diesbezüglich Anfang nächster Woche aussieht, kann sich jedoch schnell ändern, wenn die Beamten neue Spuren finden.

Polizeisprecher zu Suche nach vermisster Studentin Malina: „Möglicherweise findet man nichts in der Donau“

+++ Keine neue Spur im Fall der vermissten Studentin. Die Polizei sucht weiter nach Malina Klaar. Am Freitag kamen Polizeitaucher auf Höhe des Herzogsparks zum Einsatz. Polizeihunde hatten am Donnerstagvormittag an dieser Stelle angeschlagen. Armin Bock, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberpfalz, erklärt gegenüber den Reportern vor Ort zum Einsatz der Taucher: „Sie müssen sich vortasten. Und da können Sie sich vorstellen, wie das im trüben Wasser ist. Wenn man im Prinzip mit geschlossenen Augen seine Umgebung in unmittelbarer Nähe im Wasser abtasten muss. Man weiß auch gar nicht so genau, was man da ertastet. Das ist eine langwierige Geschichte. Ich habe jetzt überhaupt keine Vorstellung, was man finden kann. In der Donau ist natürlich sehr viel möglich. Es können auch Tierkadaver in der Donau sein. So ein lebloser Körper eines Tieres zum Beispiel, der geht auch unter Wasser. Der verhängt sich vielleicht im Gestrüpp unter Wasser. Man kann derzeit überhaupt nicht sagen, was man hier finden wird. Man muss heute abwarten, wie das Ergebnis ausfällt und was man hier findet. Möglicherweise findet man auch nichts und man kann die Spur, die die Hunde gezeigt haben, nicht erklären. Man muss auch die weiteren Ermittlungen abwarten, was sich da noch ergibt.“

Taucher suchen nach Malina: Polizei sperrt Weg entlang der Donau ab

+++ Auch die Polizei selbst meldet sich auf Facebook zu Wort:

Die Tauch-Aktion ergab bisher nichts Neues: „Die Männer haben zwei Abschnitte mit einer Länge von insgesamt etwa 150 Metern abgesucht. Sollten sie auch bei einem dritten Abschnitt nichts finden, werden die Einsatzkräfte neu überlegen, ob sie weitermachen oder den Einsatz im Wasser beenden,“ sagte ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur.

+++ Regensburger und die Medien vor Ort posten Bilder der Suchaktion in den sozialen Medien:

Die Polizei hat den Weg entlang der Donau abgesperrt, damit die Taucher in Ruhe arbeiten können:

+++ "Die Taucher können hier nicht auf Sicht arbeiten. Das heißt, sie müssen sich vortasten und das ist schwierig in so einem trüben Wasser, da weiß man gar nicht so genau, was man ertastet," sagt Polizeisprecher Armin Bock zum BR über den laufenden Tauchgang

Außerdem äußerte er sich zu dem Fakt, dass mittlerweile vier Leichenspürhunde an derselben Stelle angeschlagen haben, dass dies kein Beweis sei, dass sie die vermisste Regensburger Studentin Malina gefunden hätten: "Es können Tierkadaver in der Donau sein, die sich im Gestrüpp verheddert haben. Das kann man derzeit nicht sagen, was man finden wird. Ein Hund kann nicht unterscheiden zwischen Mensch und Tier." 

Einer der Taucher am Freitagvormittag auf der Suche nach der vermissten Studentin Malina.

Suche nach Malina: Neue Pressemeldung der Polizei zu vermisster Studentin 

+++ Die Polizei veröffentlichte heute Morgen folgende Pressemeldung: 

„Im Zusammenhang mit der Suche nach der vermissten Studentin prüfen die Ermittler der Kriminalpolizei Regensburg am Freitagvormittag, 24.03.2017 zusammen mit Spezialisten der Bayerischen Bereitschaftspolizei, ob weitere Suchmaßnahmen in der Donau möglich sind.

Die Bemühungen der Kriminalpolizeiinspektion Regensburg den Aufenthaltsort der jungen Frau festzustellen laufen nach wie vor auf Hochtouren. Über die bisher durchgeführten, umfangreichen Suchmaßnahmen hinaus sind weiterhin alle Streifenbeamten im Stadtgebiet Regensburg besonders sensibilisiert und halten nach wie vor Ausschau nach der Gesuchten oder nach Hinweisen zum Verbleib der jungen Frau.“

+++ Taucher der Bereitschaftspolizei Nürnberg sollen jetzt auf der Suche nach der vermissten Malina helfen. „Die Spezialisten bereiten sich am Donauufer an der Stelle vor, an der am Donnerstag Leichenspürhunde angeschlagen hatten“, sagte ein Polizeisprecher am Freitagvormittag in Regensburg der Deutschen Presse-Agentur.

Die Tiere hatten an der Stelle gebellt, an der ein Spaziergänger das Handy der jungen Frau entdeckt hatte. Neue Erkenntnisse zu dem Fall hat die Polizei nach eigenen Angaben derzeit nicht.

Wurde Malina an der tschechischen Grenze gesehen?

+++ Zu der Spur zu einem Parkplatz nahe der tschechischen Grenze sagt ein Polizeisprecher unserer Onlineredaktion, dass es ein Hinweis von vielen sei. Eine Zeugin soll die vermisste Studentin Malina dort gesehen haben. Die Ermittler bekämen derzeit sehr viele Tipps, nicht jeder davon sei bedeutsam. „Wir sind dran, alle Tipps auszuwerten. Derzeit haben wir keine heiße Spur, wo Malina ist,“ sagt der Sprecher.

Wo ist Malina? Rechts ein Foto des Herzogparks.

+++ „Ob die Taucher oder andere Maßnahmen zum Einsatz kommen, klärt sich in der nächsten halben Stunde bis Stunde,“ sagt ein Polizeisprecher unserer Onlineredaktion. Laut Mittelbayerische soll ein weiterer Leichenspürhund an derselben Stelle angeschlagen haben, wie drei weitere gestern schon. Dass die Polizei dort die vermisste Studentin Malina findet, ist jedoch nur eine von mehreren Möglichkeiten, sagt der Sprecher unserer Onlineredaktion. Die Hundeführer ziehen weiterhin in Betracht, dass die Gase, die in der dort befindlichen Kanalisation entstehen, auch die Hunde dazu veranlassen könnte zu bellen. 

+++ Steht der Mord an der Joggerin Carolin G. (27) im November in Endingen im Zusammenhang mit Malinas Verschwinden? Bisher gibt es dafür keine konkreten Hinweise, die Ermittler der beiden Fälle stehen jedoch in Kontakt und tauschen sich aus, berichtet die Badische Zeitung. Endingen liegt zirka vier Autostunden von Regensburg entfernt.

Vermisste Malina Klaar: Kommen Taucher in Regensburg zum Einsatz? 

+++ Ab 10 Uhr nimmt die Regensburger Polizei die Stelle genauer unter die Lupe, an der gestern drei Leichenspürhunde angeschlagen haben, sagt Polizeisprecher Albert Brück am Freitagmorgen zu BILD. „Der Unterschied zu gestern ist, dass wir heute punktuell suchen können. Ich gehe davon aus, dass die Taucher dabei sind und dann gleich loslegen könnten.“

+++ Ein Spaziergänger fand das Handy wie berichtet im Herzogspark nahe der Donau. „Wir halten es inzwischen für wahrscheinlich, dass Malina sich an der Stelle des Fundorts aufgehalten hat“, sagte ein Polizeisprecher. Das habe die erste Auswertung des Handys ergeben. „Wir hoffen immer noch, dass Malina lebt“, sagte er. „Die Hoffnung stirbt schließlich zuletzt.“

+++ Der Vater der Vermissten, Joseph Zawadzki, hofft, dass die 20-Jährige von der Donau aus weiter Richtung Straße gegangen ist. Spürhunde hätten ihren Geruch bis dorthin verfolgen können, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. „Wir können uns vorstellen, dass Malina dort in ein fremdes Auto gestiegen ist.“ Eine Zeugin will die junge Frau an einem Parkplatz nahe der tschechischen Grenze gesehen haben. 

Die Familie versucht nun, Kontakt mit tschechischen und polnischen Behörden und Pressevertretern aufzunehmen. Die Polizei will dazu keine Stellung nehmen. „Wir tun alles, was uns möglich ist“, versicherte ein Polizeisprecher.

Vermisste Malina in Regensburg: Polizeisprecher hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben

+++ Polizeisprecher Albert Brück hat laut Mittelbayerische die Hoffnung nicht aufgegeben. Er sieht drei Optionen: dass Malina für ein paar Tage untergetaucht ist oder ein Unfall vorliegt oder eine Straftat.

+++ Die Polizei möchte nun den zahlreichen Hinweisen aus der Bevölkerung nachgehen. „Wir kommen mit der Prüfung kaum noch hinterher. Wir bitten deshalb, wirklich nur wertvolle Hinweise zu melden“, sagte ein Polizeisprecher. Eine heiße Spur gebe es nach wir vor nicht - aber auch keine Anzeichen auf ein Verbrechen.

+++ Bisher war ein Taucheinsatz nicht möglich. Der Pegel der Donau war zu hoch, die Strömung zu stark und das Wasser zu trüb. Taucher hätten sich nur vorantasten können. Die Beamten suchten deshalb vom Boot aus nach Hinweisen. Mit Stöcken tasteten sie ins Wasser ragende Äste nach persönlichen Gegenständen oder Kleidungsstücken der Vermissten ab.

+++ Drei Leichenspürhunde haben also bei der Suche nach Malina am Regensburger Donauufer gebellt - ausgerechnet an der Stelle, an der auch das Handy der jungen Frau entdeckt wurde. „Das ist noch kein Beweis, dass wir Malina gefunden haben“, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstagnachmittag. In dem Bereich fließe über die Kanalisation sogenanntes Oberflächenwasser in die Donau, das viele Gerüche der Stadt mit anschwemme.

Suche nach Malina: Das passierte am Donnerstag, 23. März 2017

+++ Am morgigen Freitag soll nun in Absprache mit den Polizeihundeführern geklärt werden, wie das Bellen der Spürhunde zu deuten ist. „Dann entscheiden wir, ob weitere Maßnahmen an der Stelle sinnvoll sind, ob wir beispielsweise versuchen, dort nach der Vermissten zu tauchen“, sagte ein Polizeisprecher.

Suche nach Malina in Regensburg: Leichenspürhunde schlagen an

+++ Malinas Handtasche wurde in dem Lokal gefunden, in dem sie sich am Sonntagmorgen aufgehalten hat, berichtet die Polizei in einer aktuellen Meldung. Demnach war die Studentin entgegen der bisherigen Beschreibung ohne ihre schwarze Tasche unterwegs.

+++ Die Hundeführer werten derzeit die Reaktionen der Hunde aus - die Polizei spricht von drei Tieren, die an derselben Stelle angeschlagen haben. Sie hatten in einem Bereich gebellt, in dem über die Kanalisation viel Oberflächenwasser in die Donau gespült wird - Wasser also, das von anderen Stellen in der Stadt Gerüche mit anschwemmt. "Diesen Umstand dürfen wir nicht außer Acht lassen", macht Polizeisprecher Albert Brück der PNP deutlich.  Bis die Ermittler zu Erkenntnissen kommen, haben sie die Suchaktion in der Donau vorerst beendet.

+++ Auch der BR berichtet über das Anschlagen des Leichenspürhundes, spricht sogar von zwei: Das Bellen der Tiere könnte demnach darauf hindeuten, dass an der Stelle ein menschlicher Körper unter Wasser liegt. Ein dritter Hund werde nun auch noch an die Stelle gebracht, der Einsatz von Tauchern geprüft. Zunächst sollen Polizeihundeführer das Verhalten der Tiere bewerten.

+++ Eilmeldung: Laut Bild hat ein Leichenspürhund auf einem Boot angeschlagen. Auf genau jener Höhe der Donau, an der Malinas Handy gefunden wurde. Er habe minutenlang gebellt und seine Pfoten aufs Wasser geschlagen, sei kaum zu beruhigen gewesen. Als das Boot zum zweiten Mal am Ufer entlangfuhr, sei es genauso gewesen. Ist Malina tot? Das werden die nächsten bangen Stunden zeigen. Bild-Reporter Jörg Völkerling hat ein Video getwittert:

+++ Taucher sollen vorerst nicht in der Donau nach Malina suchen. „Der Wasserpegel ist zu hoch“, erklärte ein Polizeisprecher am Donnerstagvormittag laut Focus online. Es gebe nach wie vor keine Hinweise auf ein Verbrechen oder einen Unfall.

+++ Die Stimmung bei Malinas Kommilitonen ist gedrückt. Sie tauchte diese Woche nicht wie erwartet zu ihren Kursen an der Regensburger OTH auf, nachdem sie am Wochenende nach einer Party verschwand. Sophie, eine Studentin in Malinas Fachbereich Soziale Arbeit, sagt der Mittelbayerischen, dass sie ein mulmiges Gefühl hat. Ihr Verhalten möchte sie aufgrund des Vorfalls jedoch nicht ändern: „Man weiß ja gar nicht, was genau passiert ist. Als Frau nicht mehr rauszugehen, ist der falsche Weg“. Student Tobias fühlt mit Malinas Familie: „Es muss furchtbar sein, so lange kein Lebenszeichen zu bekommen.“

Letzte Sichtung von Malina Klaar gibt Rätsel auf

+++ Die letzte Sichtung von Malina gibt nach wie vor Rätsel auf: Ein Spürhund hatte ihre Fährte bis zu einer Bushaltestelle verfolgt. „Es gibt einen Busfahrer, der sie vielleicht identifizieren kann“, hatte Malinas Vater der PNP gesagt. Ob der Busfahrer bereits gefunden ist, was er gesagt hat und ob sie eingestiegen ist - all diese Fragen sind noch offen.

+++ Am Donnerstagnachmittag soll die Polizei einen Leichensuchhund einsetzen, berichtet die Mittelbayerische. Bisher gibt es noch keine konkreten Hinweise, was mit Malina passiert ist. Ist sie womöglich in ihrem leicht alkoholisierten Zustand in die kalte Donau gestürzt? Wurde sie entführt? „Wir ziehen alle Möglichkeiten in Betracht“, sagt ein Polizeisprecher.

+++ Hier haben wir etliche Bilder der Suchaktion für Sie zusammengestellt - alle hoffen, dass Malina nicht tot in der Donau gefunden wird.

Suche nach Malina: Bilder aus Regensburg

+++ Der Finder des Handys nahm dieses übrigens zunächst mit nach Hause, berichtet Merkur.de. Die Verzweiflung bei Malinas Familie wächst. „Wir wissen gar nicht mehr, was wir noch tun sollen“, sagte eine Freundin am Mittwoch.

+++ Malinas Familie und Freunde sowie die Polizei hoffen immer noch auf neue Hinweise von möglichen Zeugen. Caro, Malinas Freundin, postet regelmäßig auf Facebook:

Bisher gab es viele Tipps der Bevölkerung. Jedoch keiner, der ahnen lässt, wo sich Malina befindet. Der Vater der Vermissten ist dankbar für die Anteilnahme, er sagte zur Mittelbayerischen: „Vielen, vielen Dank von Herzen an jeden, der uns unterstützt.“ Jeder, der Malina noch gesehen hat oder etwas in der Nacht ihres Verschwindens beobachtet hat, soll sich bei der Regensburger Polizei unter der Telefonnummer 0941/506-2888 melden. 

+++ Die Suchmaßnahmen der Regensburger Polizei laufen auf Hochtouren. Heute, am Donnerstag, ab 10 Uhr suchen Beamte den Fluss mit einem Boot ab. Eventuell werde auch nach der 20-Jährigen getaucht, hatten die Beamten erklärt. 

+++ Die Auswertung des Handys sei schwierig, sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch. „Es wird wohl noch eine Weile dauern, bis wir Erkenntnisse haben.“ Bisher gebe es keine konkreten Hinweise auf ein Verbrechen oder einen Unfall. Ein Spaziergänger hatte das Mobiltelefon am Donauufer gefunden.

+++ Die Sorgen bei Malinas Vater sind nach wie vor groß. „Sie war neu in der Stadt, sie vermisste ihr Zuhause und ihren Freund“, so Joseph Zawadzki (46) zur Bild. „Viel­leicht war sie etwas kopflos.“ Dazu hatte sie womöglich Alkohol konsumiert. Das gepaart mit der Orientierungslosigkeit war wohl eine gefährliche Mischung. Aber wozu hat diese geführt? Zawadzki erklärt zudem: „Der Hund hat ihre Fährte vom Stadt­park bis zu einer Bushalte­stelle aufgenommen.“

Suche nach Malina Klaar: Das passierte am Mittwoch, 22. März 2017

+++ Die Suche nach Malina wird ausgeweitet. Am Donnerstag will die Polizei auf der Donau nach der vermissten Studentin suchen. Ob auch Taucher zum Einsatz kommen, ist noch unklar. Vorerst ist geplant, das Gebiet mit dem Boot zu durchkämmen. 

+++ Es gibt laut Polizei außerdem genauere Details zu Malinas Kleidung. Als sie verschwand, hatte sie einen beigen beziehungsweise hellbraunen Wollmantel mit auffallendem Fischgrätenmuster an. Außerdem trug sie eine schwarze Lederjacke, eine enge schwarze Jeans und ein schwarz-weiß gemustertes Top mit Spaghettiträgern.

+++ Die Polizei bestätigt, dass das im Herzogspark gefundene Handy zweifelsfrei Malina gehört. Die Kripo Regensburg wertet die Daten auf dem Mobiltelefon weiter aus. Wie lange das dauert, kann nicht abgeschätzt werden.

+++ Eine Zeugin sagte aus, sie hätte beobachtet, wie jemand auf Malina zugerannt ist, in der Nacht, in der sie verschwunden ist. "Das hat eine Frau, die im Auto vorbei gefahren ist, beobachtet und uns mitgeteilt", erzählt Malinas Vater RTL Next.

+++ Die bislang eingegangenen Hinweise deuten weder auf ein Verbrechen noch einen Unfall hin, sagte Kriminalhauptkommissar Armin Bock der Mittelbayerischen. Am Mittwoch vernehmen die Ermittler die Eltern von Malina. Ihnen "geht es den Umständen entsprechend“, sagt Bock. „Zwischen Hoffen und Bangen.“

+++ Der Facebook-Beitrag ihrer Freundin Caro wurde inzwischen mehr als 19.000 Mal geteilt. In ganz Deutschland nimmt man Anteil an der Suche nach Malina. Dennoch hat der Post bisher keine hilfreichen Hinweise zutage gefördert.

Ihre Freundin Caro besuchte mit Malina das Gymnasium in der Nähe von München und studiert jetzt ebenfalls in Regensburg. Sie sagte der Mittelbayerischen über ihre Freundin „Malina ist sehr zuverlässig. Sie hat ein gutes Sozialleben und viele Freunde.“

Der Screenshot zeigt Malinas planmäßigen Heimweg - und links oben den Herzogspark, wo ihr Handy gefunden wurde.

+++ Malina befand sich auf dem Heimweg von einer Technoparty in der Alten Mälzerei in Regensburg, als sie verschwand. Ihr Heimweg ist eigentlich nicht kompliziert: Er hätte sie immer entlang der Galgenbergstraße geführt, die zwar ihren Namen ändert, jedoch stets geradeaus führt. In diese Richtung ging Malina auch von der Party aus los: Sie rief ihre Mitbewohnerin an, als sie am Ernst-Reuter-Platz war. Weiter geradeaus die Hauptstraße entlang liegt die Eiserne Brücke zur Donau-Insel Unterer Wöhrd, wo Malina in einer WG wohnt.
Statt diesem Weg weiter zu folgen, driftete die Studentin nach Westen ab und landete im Stadtpark, der sich etwa 1,7 Kilometer von ihrem eigentlichen Weg befindet. Von dort ging sie eventuell weiter nördlich in den Herzogspark direkt an der Donau - zumindest wurde hier ihr Handy gefunden. Weiter kann die Polizei ihre Spur bisher nicht verfolgen. Nach Angaben ihrer Familie kennt sich Malina nicht gut in Regensburg aus, sie ist erst vor einer Woche in die Stadt gezogen.

Die Karte zeigt ihren eigentlichen, „planmäßigen“ Heimweg - knapp eine halbe Stunde zu Fuß. Malinas Spur verliert sich jedoch im Herzogspark (links im Bild, nördlich des Stadtparks). Wie kam sie dort hin? Und vor allem warum? Das ist das größte Rätsel derzeit.

„Das Problem begann schon auf der Party“ - Malinas Freundin schildert die Nacht

+++ Das Wochenblatt sprach mit Malinas WG-Mitbewohnerin Sandra (Name geändert), die mit ihr auf der Party in der Alten Mälzerei in Regensburg war. Sie verlor sie schon dort aus den Augen, schildert die Freundin: „Das Problem begann schon auf der Party. Ich habe sie in dem Moment verloren, als ich meine Jacke abgegeben habe. Malina, eine Freundin und ich, wir waren zu dritt unterwegs, waren dann schon auf der Tanzfläche. Und diese Party war riesig. Und ich habe dann die beiden dort nicht wieder gefunden. Ich war dann noch bei Freunden, die ich aus der Uni kenne.“ 

Sandra schildert weiter: Malina hätte sich bei ihrer Freundin nach einiger Zeit abgemeldet und angekündigt, gleich wiederzukommen - doch die beiden sahen sich an dem Abend nicht wieder. Später, gegen 3 oder 4 Uhr, dachten Malinas Freundinnen, sie sei auf dem Heimweg - und sind dann ebenfalls gegangen. Plötzlich hätte Sandras Handy dann geklingelt, erklärt sie. 

„Dann hat die Mali mich eben angerufen, sie ist am Ernst-Reuter-Platz. Das ist einfach von mir zu Hause zehn Minuten entfernt. Ich habe ihr dann gesagt, du musst halt immer nur geradeaus laufen. Dann klang sie so, ja ok mache ich. Also noch zurechnungsfähig." 

Es folgten zwei weitere Telefonate: "Sie klang jetzt nicht so betrunken, dass sie jetzt nicht mehr laufen konnte oder so. Sonst hätten wir sie ja geholt. Und es war nun wirklich auch keine große Distanz", so Sandra.

Es war das letzte Telefonat der beiden am Sonntagmorgen - danach verlor sich Malinas Spur. Die detaillierte Schilderung des Abends aus Sandras Sicht lesen Sie hier auf wochenblatt.de.

Wurde Malina Klar noch am Sonntagabend gesehen?

+++ Ein Pressesprecher der Polizei äußert sich gegenüber unserer Onlineredaktion, dass laut ihrem Ermittlungsstand Malina seit Sonntagfrüh nicht mehr gesehen wurde. Die Information, dass sie noch Sonntagabend in einer Kneipe gesehen wurde, wurde dementiert.

+++ Es gibt einen neuen Hinweis: Sonntagabend will ein Zeuge Malina Klaar in einer Regensburger Kneipe gesehen haben. Die Spur führt jedoch auch ins Nichts, berichtet die Bild.

+++ Hier noch einmal die offizielle Personenbeschreibung: „Malina Klaar ist 1,67 Meter groß, schlank, sie trägt eine schwarze Hose, schwarze Schuhe und eine braune Wolljacke. Auffällig ist ihre Lederband-Halskette mit einer silbernen Schnecke als Anhänger.“

+++ Malinas Vater Joseph Zawadzki gibt der Fall Rätsel auf: „Das ist genau der Punkt, der uns beschäftigt: Wie kann sie sich so verlaufen haben?“, fragte er gegenüber dem BR. „Malina kann - auf gut Deutsch - ein verplantes Huhn sein; und sie ist hier neu und war betrunken, da kommen viele Dinge zusammen. Vielleicht hatte sie eine Begegnung mit jemandem. Sie ist ein Mädchen und damit angreifbar. Das ist unsere größte Befürchtung.“

+++ Die Polizei sucht jetzt je nach Wetterlage auch mit Tauchern nach Spuren von Malina, sagte der Polizeisprecher FOCUS Online. Das letzte Lebenszeichen gab es von Malina im Regensburger Stadtpark nahe der Donau. Sie telefonierte mit ihrer Mitbewohnerin. Von hier aus ist sie wohl weiter in Richtung Fluss gegangen in den Herzogspark, denn dort wurde ihr Handy von einem Passanten gefunden.

+++ Auch ihr Papa sucht verzweifelt nach ihr. Er setzt laut PNP große Hoffnung in einen Busfahrer.  Zu diesem Zeitpunkt verliert sich an einer Bushaltestelle ihre Spur. „Wir haben über einen Polizeihundeführer aufklären können, dass sie nochmal gegen sechs Uhr morgens auf die andere Seite des Stadtparks gelaufen ist“, sagte Malinas Vater demnach dem BR. „An der Bushaltestelle verliert sich die Spur. Es gibt einen Busfahrer, der sie vielleicht identifizieren kann.“

+++ Was hat es zu bedeuten, dass ihr Handy gefunden wurde? Wurde sie entführt oder verschleppt? Oder war sie einfach durch den Wind und hat das Handy verloren, nachdem der Akku schlapp gemacht hat? Das gilt es nun für die Ermittler zu klären.

Wir berichten ab sofort im News-Ticker von der Suche nach Malina Klaar.

Handy von Malina Klaar gefunden

Seit Sonntagmorgen ist die 20-jährige Studentin Malina Klaar aus dem Raum Fürstenfeldbruck unauffindbar. Sie wohnt erst seit einer Woche in Regensburg - studierte dort Sozialarbeit. 

Die Kriminalpolizei sucht seit Tagen mit Spürhunden und Helikoptern nach der Vermissten. Ihre Freunde und Familie sind nach Regensburg gereist, um zu helfen. Sie hängen Plakate auf und durchsuchen die Altstadt nach einem Lebenszeichen von Malina.

Mittlerweile gibt es einen neuen Hinweis: Malinas Handy wurde gefunden. Und das wohl bereits am Sonntag. Der Passant, der das Handy im Herzogspark entdeckte, übergab es am Dienstag der ermittelnden Polizei.

Kurz vor ihrem Verschwinden telefonierte Malina damit noch mit ihrer Mitbewohnerin. Um 6 Uhr verlor sich dann ihre Spur.

Vielleicht hatte Malina danach noch Kontakt mit jemand anderem? Und wo hielt sie sich auf? Darüber soll jetzt das gefundene Telefon Aufschluss geben. 

an/lin/Video: snacktv

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