Der Schrecken von Hamburg

Nach G20: Polizei in Bayern bekommt rührende Dankesbotschaft

Viele Menschen wollen sich nach den Ereignissen in Hamburg rund um den G20 Gipfel bedanken. Ein außergewöhnliche Mail aus der Hansestadt hat die Polizei in der Oberpfalz erreicht. 

Hamburg/Regensburg - Es sind schöne Gesten, die die Polizei derzeit in ganz Deutschland erreichen. Nach den schrecklichen Ereignissen von Hamburg rund um den G20-Gipfel - aggressive Demonstranten haben Autos und Barrikaden angezündet, Läden geplündert und zerstört, 467 Polizisten wurden verletzt - bekommen die Beamten viel Zuspruch, viele Menschen wollen sich bedanken.

Ein ganz außergewöhnliche Nachricht hat die Polizei in der Oberpfalz erreicht. „Uns hat eine E-Mail einer Familie aus Hamburg erreicht. Die warmen und aufmunternden Worte der Familie tun nach den Tagen nicht enden wollender Gewalt einfach gut!“, schreiben die Beamten bei Facebook. 

Eine Familie aus Hamburg hofft, dass es den Polizisten aus Weiden, die sie „während der Absperrungen zum G20 Gipfel an der Ecke Barmbekerstraße /Maria-Louisen-Straße“ kennenlernten, gut geht. Und: „Wir schämen uns für die schlimmen Chaoten, die in unsere Stadt gekommen sind.“ 

Unsere Meinung zu den Hamburger Krawallen:  Ein Gipfel der Abgründe

Die ganze aufmunternde Nachricht

Das erreichte die Polizei München nach den Ausschreitungen in Hamburg

Viele wollen sich bei den Beamten für deren Arbeit und das „Kopf hinhalten“ bedanken, auch die Münchener Polizei bekommt viel Zuspruch im Internet. Eine Userin schreibt: „Wir sind FROH, dass es EUCH gibt. DANKE AN ALLE POLIZISTEN/INNEN. Und GUTE BESSERUNG euren verletzten Kollegen.“ 

Viele wollen Danke sagen. 

Enormes Hasspotential gegen bayerische Bereitschaftspolizei

Die bayerische Bereitschaftspolizei war bei den Ausschreitungen in Hamburg direkt an der vordersten Linie eingesetzt. Deren Sprecher Andreas Luxem berichtet, dass das „Gewalt- und Hasspotential“ vieler Demonstranten „enorm“ gewesen sei. Insgesamt waren 1034 Polizistinnen und Polizisten im Einsatz, 78 wurden bei den Ausschreitungen verletzt. 

Auf der A7: „Danke Polizei“

Doch neben Hass haben die Beamten vereinzelt auch schöne Szenen erlebt. Friedliche Demonstranten seien zu ihnen gekommen und hätten sich bedankt, sagt Luxem. Bei der Heimfahrt nach Bayern habe es eine Szene gegeben, die den müden Bereitschafts-Polizisten „gut getan hat“: Auf der A7 bei Kassel habe jemand ein großes Transparent an einer Brücke aufgehängt; darauf stand: „Danke Polizei“. 

Auch diese Mail hat die bayerische Bereitschaftspolizei erreicht: 

„Liebe Polizeibeamten, ich möchte euch für euren Einsatz hier bei uns im Viertel und auch in der ganzen Stadt danken. Ich glaube, keiner hat damit gerechnet, dass so viel Hass und Gewalt euch und auch uns Anwohnern entgegen schlägt. Ich hoffe ihr könnt für euch auch sehen, dass ihr hier nicht gehasst werdet und die kleinen Gesten wie Süßigkeiten, Getränke und Co. von Herzen kamen. Wir wissen, dass hinter euren angsteinflößenden Monturen auch nur ganz normale Menschen mit Familie und Freunden stecken. Ich hoffe ihr behaltet Hamburg nicht als ein Ort des Grauens in Erinnerung. Nochmals ich möchte euch für euren Einsatz und euer Durchhaltevermögen danken!“

Mit diesem Bild denkt die Polizei Oberbayern an ihre Kollegen

Kopf für die Demokratie hingehalten

Dank kommt auch von der Politik. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann sagt, dass unsere Polizistinnen und Polizisten hier im wahrsten Sinne des Wortes ihren Kopf für die Demokratie hingehalten hätten. „Dafür danke ich ihnen sehr herzlich. Ich wünsche den Polizeibeamten, die bei dem Einsatz von linksextremen Schlägern und gewalttätigen Chaoten verletzt worden sind, baldige Genesung.“

Am Mittwoch ärgern sich aber viele Leser über diese Nachrichten: Keine G20-Festnahme: Darum sind die Dach-Randalierer wieder frei

ch

Rubriklistenbild: © Screenshot/Polizei Oberbayern Süd

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