Nach Einigung mit Krankenkasse

Rettender Flug in die USA: Kleine Bayerin Aria bekommt ein Spenderherz

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Die kleine Aria bekommt in Memphis ein Spenderherz.

Die einjährige Aria leidet an einem angeborenen Herzfehler. Nun hat sie eine wohl überlebenswichtige Reise nach Memphis angetreten. 

Nürnberg - Voller Anspannung warten die 28-jährige Sabrina und ihre kleine Tochter Aria am Nürnberger Flughafen darauf, dass es endlich los geht. Ihre Aufregung hat einen guten Grund. Es handelt sich nämlich um eine ganz besonderen Flug für die Einjährige. Die Reise ist wohl Arias einzige Überlebenschance.

Aria (1) leidet an einem angeborenen Herzfehler

Denn Aria leidet an einem schweren Herzfehler. Wegen einer fortschreitenden Herzmuskelerkrankung ist Arias linke Herzkammer viel zu groß. Ihr Herz hat dadurch nur noch neun Prozent Funktionsfähigkeit - und die nimmt immer weiter ab. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis Arias Herz komplett aufhört zu schlagen.

Die einjährige Aria braucht dringend ein Spenderherz

Das Mädchen ist daher dringend auf ein Spenderherz angewiesen. Aber da gibt es ein großes Problem: In Deutschland müsste Aria bis zu zwei Jahre auf ein passendes Organ warten - viel zu lange für die Einjährige. 

Doch es gibt eine andere Chance für Aria. Ihr Papa ist Amerikaner, deshalb hat die Einjährige auch die US-Staatsbürgerschaft. Die rettet ihr nun wohl das Leben. Denn in Memphis (US-Staat Tennessee) beträgt Arias Wartezeit nur vier Stunden bis 21 Tage.

Allerdings schien auch dieser Ausweg für Aria und ihre Familie erst einmal unerreichbar. Allein die Behandlung in Memphis kostet mehr als 500.000 Euro. Hinzu kommt der Flug, begleitet von einem Kinderkardiologen und einer Krankenschwester, der mit 60.000 Euro veranschlagt wird. Viel Geld - das die Familie nicht hat.

Rettende Herzoperation wird von Spenden und der Krankenkasse finanziert

Nach langem Hin und Her wurde nun eine Lösung gefunden. Die Krankenkasse übernimmt die teure Behandlung. Über die Hilfsorganisation „Ein Herz für Kinder“ wurde außerdem genug Geld für den Flug und die Nachsorge vor Ort gesammelt. Auch der Radiosender Bayern 3 rief zusammen mit dem Verein Kinderschicksale Mittelfranken zu Spenden auf.

Arias rettender Operation steht nun also nichts mehr in Wege. Und so trat die Kleine die lange Reise in die USA am Mittwochmorgen an. Begleitet wurde die Einjährige von ihrer Mama Sabrina (28) und dem Kinderarzt Matthias Hübner. Der überwachte auf einem kleinen Monitor ständig Arias Herzfrequenz.

Rückblick: Arias Herzfehler wird durch einen schockierenden Vorfall entdeckt

Dass Aria an einem Herzfehler leidet und dringend auf ein Spenderherz angewiesen ist, kam nur durch einen tragischen Vorfall zu Tage, dem die Mutter im Nachhinein allerdings durchaus Positives abgewinnen kann. 

Am 13. November 2017 erleidet die kleine Aria einen Herzstillstand. Ihr Opa Martin Gruber, der zufällig in der Nähe ist, reanimiert seine damals erst 4,5 Monate alte Enkelin. Im Krankenhaus wird anschließend Arias angeborene Herzschwäche festgestellt.

„Der Herzstillstand war im Nachhinein Arias Rettung“, sagte Mama Sabrina gegenüber der Bild. „Ohne den wäre der Herzfehler wohl unentdeckt geblieben und sie wäre einfach gestorben.“

Arias Mutter blogt über den Krankheitsverlauf: Herzkind Aria.

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