Seit 6. Januar fehlte jede Spur

Sie haben ihn! Sexualstraftäter macht auf der Flucht diesen entscheidenden Fehler

Seit dem 6. Januar fehlte von ihm jede Spur. Nun wurde der 47-jährige Psychiatriepatient nach dem Hinweis einer Passantin in Frankfurt/Main gefasst.

Seit dem 6. Januar fehlte von ihm jede Spur. Nun wurde der 47-jährige Psychiatriepatient nach dem Hinweis einer Passantin in Frankfurt/Main gefasst.

Update 29.01., 15.10 Uhr: Der gesuchte Psychiatriepatient ist in Frankfurt/Main von der Polizei gefasst worden. Das bestätigte am Montag eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft in Nürnberg. Zuvor hatten mehrere Medien darüber berichtet. Der Flüchtige machte einen Fehler: Er sprach eine Passantin aus Frankfurt an und fragte nach dem Weg. Diese verständigte am Montag die Polizei. Zivile Beamte konnten den Mann kurz darauf festnehmen. Beamte des Bayerischen Landeskriminalamtes sollten ihn abholen und zurück ins Bezirksklinikum Ansbach bringen. Das Amtsgericht Nürnberg hatte Haftbefehl gegen den Mann erlassen.

Update 29.01., 9.00 Uhr: Der flüchtige Psychiatriepatient Peter J. ist immer noch nicht gefasst, wie Oberstaatsanwältin Anita Traudt von der Staatsanwaltschaft Nürnberg -Fürth unserer Redaktion am Montagmorgen sagte. „Es sind viele Hinweise am Wochenende bei den Polizeidienststellen eingegangen - leider ohne Erfolg“, so Traudt. Am Samstag und Sonntag gab es mehrere Einsätze wegen des 47-Jährigen. Mehrere Menschen, die den Mann erkannt haben wollen, meldeten sich bei der Polizei. In Frammersbach (Unterfranken) ist es wohl am Samstag zu gleich zwei Einsätzen gekommen, wie focus.de berichtet. Hier wurde laut verschiedener Zeugenaussagen eine Person in einem Bus kurzzeitig festgenommen und kontrolliert. Es handelte sich hierbei aber nicht um den Gesuchten.

Verurteilter Straftäter Peter J. auf freiem Fuß

Ansbach - Die Polizei in Mittelfranken hat die Bevölkerung erneut vor einem flüchtigen Psychiatriepatienten gewarnt. Der vermisste 47-Jährige sei wegen einer schweren Straftat verurteilt worden. „Nach aktueller Einschätzung ist nicht auszuschließen, dass von dem Mann eine Gefahr für die Öffentlichkeit ausgeht“, teilte die Polizei am Montag in Nürnberg mit. 

Wie der Bayerische Rundfunk berichtet, geht aus einem internen Papier der Polizei hervor, dass sich der Gesuchte, mit vollem Namen Reinhard Peter J., mindestens einmal in der Nähe eines kirchlichen Kindergartens in Würzburg aufgehalten haben soll. Es könne zudem sein, dass er sich mit der Bitte um Unterstützung, Nahrungsmittel oder einer Schlafmöglichkeit auch an Pfarrbüros wendet.

Meldungen in den sozialen Medien, dass der Straftäter nahe einer Kita in Ammerndorf und Cadolzburg (Landkreis Fürth) gesehen wurde, entpuppten sich laut Nachrichtenportal Nordbayern.de als Falschmeldungen.

Der wegen schwerer Straftaten verurteilte 47-Jährige war nach Angaben der Polizei auf richterlich Anordnung in die psychiatrische Fachklinik in Ansbach eingewiesen worden. Er lebt dort seit 25 Jahren. Just kehrte von einem genehmigten Ausgang am 6. Januar nicht mehr zurück. Noch immer fehlt von ihm jeder Spur. Je länger Just unterwegs ist, desto gefährlicher könnte er werden: Bisher wurde sein Sexualtrieb chemisch unterdrückt, die Wirkung lässt allerdings nach einiger Zeit nach.

Bei der Suche nach dem 47-Jährigen hofft die Kripo nun auf Hinweise aus der Bevölkerung. Bei Antreffen des Gesuchten soll umgehend die Polizei über den Notruf verständigt werden.

Hinweise zum Aufenthalt des Gesuchten nimmt der Kriminaldauerdienst Mittelfranken rund um die Uhr unter der Telefonnummer 0911 2112 – 3333 entgegen.

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