Schnee bis in tiefe Lagen

Wintereinbruch in Bayern: Zahlreiche Unfälle - Chaos in der Oberpfalz

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Zu einem Unfall nach Schneefall kam es in der Oberpfalz.

Der Winter meldet sich. Glätte und erste Schneefälle sorgen für zahlreiche Behinderungen. Das dürfte so bleiben.

München - Ein Wintereinbruch in Teilen Bayerns hat am Sonntag für zahlreiche Unfälle gesorgt. In der Oberpfalz kam es laut Polizei zu rund 20 Unfällen wegen erhöhter Geschwindigkeit und glatter Fahrbahn. Fünf Menschen wurden bei den Unfällen leicht verletzt. Im Landkreis Amberg-Sulzbach wurde eine Person bei einem Unfall leicht verletzt, bei zwei weiteren Unfällen entstand nur Sachschaden. Außerdem gab es zehn Verkehrsbehinderungen durch umgestürzte Bäume oder anderweitig blockierte Fahrbahnen. Im Kreis Neustadt an der Waldnaab haben umgestürzte Bäume und umgefallene Baustellensicherungen für 23 Einsätze gesorgt, zudem gab es drei Unfälle.

Schneebedeckte Landstraße bei Bernbeuren (Weilheim-Schongau).

Im Landkreis Tirschenreuth wurde eine Person bei einem Unfall verletzt, außerdem gab es zwei Unfälle mit Sachschäden. Hier mussten die Einsatzkräfte zudem 13 Mal wegen Verkehrsbehinderungen ausrücken. Im Kreis Regensburg gab es acht Blockaden durch Bäume und umgefallene Gerüste, sowie zwei Unfälle mit Sachschäden. Auch in den Landkreisen Cham, Neumarkt in der Oberpfalz und Schwandorf kam es zu Behinderungen und Unfällen. Verletzt wurde dabei niemand. In Unterfranken berichtet die Polizei von elf witterungsbedingten Unfällen mit einem Verletzten. Im Bereich des Polizeipräsidiums Oberfranken kam es aufgrund des Wetters zu sechs Unfällen mit insgesamt sieben Verletzten.

Ein Kreuz neben der Kirche Sankt-Georg auf dem Auerberg bei Stötten (Ostallgäu) im dichten Schneetreiben.

Auf der Zugspitze soll es einen halben Meter Neuschnee geben

Bereits in der Nacht zum Samstag war es wegen Schneeregens und nasser Fahrbahn auf der Autobahn 9 bei Berg (Landkreis Hof) zu einigen Unfällen gekommen. Drei Fahrer kamen mit ihren Autos ins Schleudern, sie waren alle noch mit Sommerreifen unterwegs. Verletzt wurde aber niemand.

In den nördlichen Mittelgebirgen, im Bayerischen Wald und im südlichen Alpenvorland erwartet der DWD bis zum Montagvormittag bis zu fünf Zentimeter Schnee. Auf Deutschlands höchstem Berg, der Zugspitze, soll es etwa einen halben Meter Neuschnee geben.

In der Nacht zum Samstag war es wegen Schneeregens und nasser Fahrbahn auf der A9 bei Berg (Landkreis Hof) bereits zu einigen Unfällen gekommen. Drei Fahrer kamen mit ihren Autos ins Schleudern, sie waren alle noch mit Sommerreifen unterwegs. Verletzt wurde aber niemand.

Der DWD hatte am Wochenende für mehrere Teile Bayerns Warnungen wegen Dauerregens ausgegeben. Lediglich der Landkreis Cham hatte am Sonntagmittag die erste von vier Hochwasser-Meldestufen überschritten, wie der Hochwassernachrichtendienst des Landesamtes für Umwelt mitteilte.

Skifahrer sehnen den Start der Wintersportsaison herbei. Die Liftbetreiber warten mit einer Reihe von Neuerungen auf ihren Skipisten auf - und haben oft die Preise angehoben. Ein Tag Brettlspaß mit der Familie geht ins Geld, wie passionierte Skifahrer wissen. 

Ohne Anspruch auf Vollständigkeit ein Überblick über die Liftpreise in der bald beginnenden Wintersaison:

Das sind die Liftpreise in der bald beginnenden Wintersaison: 

OBERBAYERN

Der Erwachsenen-Tagesskipass für das Skigebiet auf der Zugspitze kostet 45 Euro, für einen Erwachsenen mit einem Kind 61 Euro. Im Gebiet Garmisch-Classic zahlt der erwachsene Skifahrer für die Tageskarte nun 43 Euro, ein Euro mehr als in der Vorsaison. Der Preis für das Zwei-Tage-Ticket für beide Gebiete ist um 2 Euro gestiegen und kostet nun 83 Euro. Starten soll die Skisaison am 17. November.

Der Verbund Alpen Plus mit den Skigebieten Brauneck-Wegscheid, Spitzingsee-Tegernsee, Sudelfeld und Wallberg kassiert für seinen Tagesskipass Sudelfeld 35 Euro von einem Erwachsenen, 2 Euro mehr als bisher. 68 Euro kostet den Erwachsenen (ab 19 Jahren) der Zwei-Tage-Skipass für alle vier Regionen.

Für das Skigebiet rund um die Winklmoosalm in Reit im Winkl und die Steinplatte auf Tiroler Seite gibt es eine Erwachsenen-Tageskarte für 25,50 Euro nur für die Lifte im Gebiet Winklmoosalm in der Nebensaison, in der Hauptsaison sind 3 Euro mehr fällig. Wer das Skigebiet Steinplatte mitbenutzen will, muss 42,50 beziehungsweise 47 Euro für die Tageskarte hinblättern. Die Preise wurden um 50 Cent bis 1 Euro im Vergleich zur Saison 2016/17 erhöht.

ALLGÄU

In Oberstdorf und im angrenzenden Kleinwalsertal gibt es ab dieser Saison erstmals einen einheitlichen Tagesskipass. Dieser sei für 48 Anlagen mit 130 Pistenkilometern gültig, teilten die Bergbahnen mit. Der neue Pass kostet 47 Euro für Erwachsene, 36 Euro für Jugendliche und 18 Euro für Kinder.

Am Ifen im österreichischen Kleinwalsertal sollen bis zur geplanten Eröffnung am 23. Dezember zwei neue Seilbahnen in Betrieb gehen. Seit rund zwei Jahren wird die touristische Infrastruktur inklusive Restaurant und Beschneiungsanlage an dem 2230 Meter hohen Berg erneuert, das Projekt hat ein Gesamtvolumen von rund 40 Millionen Euro und ist damit aktuell das größte Bauvorhaben bei den Allgäuer Bergbahnen.

Die Bergbahnen Hindelang-Oberjoch kassieren für die Tageskarte von Erwachsenen 38 Euro, 50 Cent mehr als im Vorjahr. Kinder und Jugendliche flitzen für 19,50 oder 29 Euro die Pisten hinab. Die Wintersportanlagen in Bolsterlang und Ofterschwang-Gunzesried verlangen für einen Tag ebenfalls 38 Euro für Erwachsene, 2 Euro mehr als zuletzt. Die Drei-Tages-Karte kostet in der Region Bolsterlang 102 Euro für Erwachsene und 52 bis 80 Euro für Kinder und Jugendliche. Darin sind auch weitere Lifte und der einmalige Besuch eines Freizeitbades enthalten.

Urlaubsgäste bekommen in einigen Skigebieten mit der Allgäu-Walser-Card Rabatt an den Kassen der Bahnen. Die Karte bekommen die Feriengäste kostenlos von den Hotels zur Verfügung gestellt.

NIEDERBAYERN

Im Skigebiet am Arber im Bayerischen Wald sollen die Preise im Vergleich zum Vorjahr gleich bleiben, Familienkarten günstiger werden, wie ein Sprecher der Arber-Bergbahnen in Bayerisch Eisenstein sagte. Um das Skivergnügen für die Freizeitsportler zu verbessern, sei unter anderem in das Beschneiungssystem investiert worden. Das gesamte Gebiet sei digital vermessen worden, so dass künftig leichter zu erkennen sei, an welchen einzelnen Stellen die Hänge beschneit werden müssten, um eine gleichmäßige Schneedecke zu erreichen. Es müsse nicht flächendeckend beschneit werden - das sei effizienter und umweltfreundlicher, sagte der Sprecher.

Der Tagespass kostet 33 Euro für Skifahrer ab 17 Jahren, 31 Euro für Senioren und Studenten sowie 25 Euro für Kinder von 6 bis 16 Jahren. Die Familienkarte für zwei Erwachsene mit einem Kind liegt bei 82 Euro und die für zwei Erwachsene mit zwei Kindern bei 92 Euro - das sind jeweils 4 Euro weniger als im Vorjahr. Die Saisoneröffnung am Arber ist für Mitte Dezember geplant.

Video: Wettervorhersage - 3-Tage-Trend

dpa/MM

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