30 Menschen im Einsatz

Trupps suchen weiter nach entlaufenen Wölfen im Bayerischen Wald

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Ein Wolf (Canis lupus), aufgenommen im Tier-Freigelände im Nationalpark Bayerischer Wald. 

Immer noch sind sechs entlaufene Wölfe aus dem Nationalpark Bayerischer Wald in Freiheit, 30 Menschen sind für die Suche im Einsatz. Die Tiere sollen möglichst lebendig eingefangen werden. 

Lindberg/Vimperk - Fast eine Woche nach dem Ausbruch von sechs Wölfen aus dem Nationalpark Bayerischer Wald sind noch drei Tiere in Freiheit. Die Suche gehe weiter, sagte eine Sprecherin am Mittwoch. Zuletzt waren rund 30 Menschen im Einsatz, um die Wölfe aufzuspüren. Nach Angaben der Nationalparkverwaltung bestehen die Suchtrupps aus zwei Personen, die mit einem Blasrohr mit Narkose-Pfeilen, einem Narkose-Gewehr oder mit einer scharfen Waffe ausgerüstet sind. Ziel sei es, die Tiere möglichst lebend einzufangen. Notfalls sei aber auch ein Abschuss möglich, hieß es.

Ein Wolf wurde bereits am Sonntag erschossen, ein anderer war wenige Stunden nach seinem Entwischen von einem Zug erfasst worden. Am Dienstag wurde das dritte Tier erlegt. Drei weitere Wölfe waren nicht entlaufen und leben weiter in dem Gehege.

In der Nacht zu Freitag waren sechs Wölfe aus einem sechs Hektar großen Freigehege des Nationalparks bei Lindberg entkommen. Unbekannte hatten nach Angaben der Polizei ein Vorhängeschloss an einem Tor entfernt. Das Gehege war mit einem durchgehenden, vier Meter hohen Zaun gesichert, der im unteren Bereich unter Strom stand.

Die Wölfe aus dem Gehege könnten sich einem wilden Rudel anschließen

Unterdessen wird auch im tschechischen Nationalpark Böhmerwald (Sumava) nach den Wölfen gefahndet. Am Wochenende war ein Tier nördlich von Zelezna Ruda (Markt Eisenstein) gesichtet worden. In der südöstlichen Hälfte des Böhmerwalds leben fünf wilde Wölfe, ein ausgewachsenes Wolfspaar und seine drei Jungen. Anders als die entlaufenen Gehegewölfe sind diese von Natur aus sehr scheu.

Das Hauptproblem sei, dass sich einer der Gehegewölfe dem wilden Rudel anschließen und seine mangelnde Scheu vor Menschen weitergeben könnte, sagte Martin Stary von der Nationalparkverwaltung in Vimperk (Winterberg) am Mittwoch. „Aus diesem Grund ist es erforderlich, die entkommenen Wölfe einzufangen und in das Gehege zurückzubringen.“

Der Nationalpark Böhmerwald hat Fotofallen und Käfige mit Lockfutter installiert. Auch im tschechischen Besucherzentrum Srni gibt es ein drei Hektar großes Wolfsgehege.

dpa

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