Schadenshöhe zunächst nicht zu beziffern 

Tornado über Unterfranken deckt Dutzende Dächer ab

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Ein Tornado über Norddeutschland im Jahr 2015 (Symbolbild). 

Kürnach - Er kam zwar nicht aus heiterem Himmel, war aber plötzlich da und fast genauso schnell wieder weg: Ein Tornado hat in Unterfranken für Wirbel gesorgt.

Im unterfränkischen Kürnach (Landkreis Würzburg) hat ein Tornado am Donnerstag für einigen Schaden gesorgt. „Es wurden 20 bis 30 Dächer abgedeckt, zwei Bäume umgeknickt und Gartenhäuschen umgeweht“, sagte ein Polizeisprecher. Verletzt wurde niemand. Der Tornado hatte sich am späten Nachmittag zeitlich und räumlich eng begrenzt im Rahmen einer Gewitterzelle entwickelt. Die Schadenshöhe war zunächst nicht zu beziffern.

„Es ist eine einzelne kleine Zelle gewesen“, erläuterte ein Meteorologe vom Deutschen Wetterdienst (DWD). „Es gab einige Schauer, die unterwegs waren, auch mal kräftigere Schauer, aber dieses eine Gewitter hat sich ausgehend vom Main-Kinzig-Kreis in Hessen gebildet und ist dann Richtung Würzburg weitergezogen.“ Da das Gewitter zunächst auch innerhalb Unterfrankens noch weiterzog, bestanden vorübergehend noch Warnungen für die Landkreise Kitzingen und Neustadt a.d. Aisch-Bad Windsheim. Die Experten rechneten aber damit, dass sich das Gewitter schnell abschwäche.

Tornados sind um diese Jahreszeit nicht ungewöhnlich

„Es war nicht unerwartet, aber nicht sehr wahrscheinlich“, schilderte der DWD-Fachmann. „Die Grundbedingungen, dass Tornados auftreten, waren gegeben. In Kürnach hat es gereicht, dass die Winddrehungen vom Boden in die höheren Luftschichten so stark waren, dass sich ein Tornado hat ausbilden können.“

Neben Unterfranken hatten die Wetterexperten auch Südbayern im Blick - dort allerdings wegen Dauerregens. „Der hält am Alpenrand, vor allem rund um Berchtesgaden, noch an“, sagte der Meteorologe am Abend. „In der zweiten Nachthälfte wird der Regen aber deutlich schwächer, am Freitagvormittag hört er größtenteils auf.“

dpa

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