Bauern schlagen Alarm

Erstmals seit zwei Jahren: Wolf zurück in Oberbayern - hier siedelt er sich womöglich an

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Erstmals seit zwei Jahren wurde wieder ein Wolf in Oberbayern gesichtet. (Symbolfoto)

Erstmals seit zwei Jahren bestätigen Experten nun, dass ein Wolf in einem oberbayerischen Landkreis unterwegs ist.

Traunstein - Ein Wolf schleicht im oberbayerischen Landkreis Traunstein durch die Wälder. Ende Januar sei im südlichen Landkreis ein wolfsähnliches Tier gesichtet worden, teilte das Landesamt für Umwelt (LfU) in Augsburg am Freitag mit. Die genetische Untersuchung bestätige nun, dass es sich wirklich um einen Wolf handele. Experten hatten die Probe einer Urinmarkierung an einer Fährte im Schnee untersucht.

Wolf in Bayern: Bauern schlagen Alarm

Der Wolf sei wahrscheinlich aus Ostdeutschland oder Norddeutschland eingewandert. Genetisch zähle er zur zentraleuropäischen Population, hieß es weiter. Zuletzt war im April 2017 ein Wolf in Oberbayern nachgewiesen worden, nämlich im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen. Er stammte aus den Alpen.

Gerade im Alpenraum schlagen Bauern wegen der Rückkehr der Wölfe Alarm (Merkur.de*): Siedelten sich die Raubtiere wieder an, sei die heimische Almwirtschaft und damit die Kulturlandschaft in Gefahr. Im unwegsamen Bergland lasse sich das Vieh nicht angemessen schützen.

Wolf im Landkreis Traunstein: An diesen Orten haben sich Wölfe bereits angesiedelt

Ob der Wolf im Landkreis Traunstein bleibt, ist offen. Er könne auch auf der Durchwanderung sein, hieß es beim LfU. Jungtiere wanderten weite Strecken auf der Suche nach einem eigenen Territorium. Fest angesiedelt haben sich Wölfe in Bayern im Veldensteiner Forst, im Nationalpark Bayerischer Wald und auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr. Dort leben etwa zehn Tiere, darunter vier Jungtiere.

dpa

Ein ganz anderes Thema sorgt derzeit für Aufsehen in Grafenwöhr: Trump droht Deutschland, doch ein Bürgermeister reagiert cool.

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