Vergiftet und angeschossen

Unfassbare Quälerei: Katzenhasser in Niederbayern unterwegs? 

Die Polizei Niederbayern sucht nach Tierquälern. Zwei Angriffe auf Katzen in jüngster Zeit waren besonders grausam.

Im ersten Fall stellten unbekannte Täter in einem Garten in Simbach bei Landau eine Rattenfalle auf. Als die Anwohnerin die Konstruktion entdeckte, war sie bereits gefallen und voller Blut. Später kehrte die Katze der Frau mit einer zerfetzten Pfote nach Hause, die amputiert werden musste. Laut Polizei ist es „sehr wahrscheinlich“, dass der Stubentiger mit seiner Pfote in der Falle gefangen war. In der Gegend gibt es keine Probleme mit Ratten, daher gehen die Polizeibeamten davon aus, dass es die Täter bewusst auf Katzen abgesehen haben.

Vergangene Woche erstattete eine 39-Jährige aus dem Altlandkreis Viechtach Anzeige gegen Unbekannt, weil ihre Hauskatze typische Symptome einer Vergiftung aufwies. Ein Tierarzt bestätigte dies, konnte die Katze aber behandeln. Da dieselbe Kate bereits im Vorjahr von einem Unbekannten mit einem Luftgewehr angeschossen worden war, geht die Polizei davon aus, dass das Tier absichtlich und böswillig vergiftet worden war.

Zeugen gesucht

In beiden Fällen laufen Ermittlungen, unter anderem wegen Verstößen gegen das Tierschutzgesetz. Wer Hinweise zu den Vorfällen geben kann, meldet sich bei der Polizeiinspektion Viechtach unter Telefon 09942/94040. Die Polizei bittet die Mitbürger aus der Gemeinde Böbrach, sich momentan besonders um ihre Haustiere zu kümmern. 

mm/tz

Rubriklistenbild: © dpa

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