Kranker, gewählter Landrat

Wahlleiter will Gutachten über Martin Wolf

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Pfaffenhofener Landrat Martin Wolf.

Pfaffenhofen - Nach der Wiederwahl des kranken Pfaffenhofener Landrats Martin Wolf (CSU) will der Wahlleiter Heinz Taglieber laut einem Zeitungsbericht ein amtsärztliches Gutachten über die Geschäftsfähigkeit des 61-Jährigen.

Dazu habe er ein gerichtliches Verfahren angestoßen, berichtete der „Donaukurier“ (Samstag). Der Wahlleiter hätte damit Rechtssicherheit - und Martin Wolf mehr Zeit, seine Amnesie doch noch rechtzeitig zu überwinden. Beim Landratsamt war am Freitagabend niemand mehr erreichbar.

Wolf war am Sonntag mit 74,56 Prozent im Amt bestätigt worden - leidet nach einem Motorradunfall Anfang April aber an einer Gedächtnisstörung und kann derzeit nicht über die Annahme seiner Wiederwahl entscheiden. Nach dem Gesetz hat ein gewählter Landrat von der Mitteilung des Ergebnisses an eine Woche Zeit, das Votum anzunehmen oder abzulehnen. Üblicherweise geschieht dies durch Unterschrift. Die Regierung von Oberbayern prüft, ob Wolf seinen Willen auch anders kundtun kann. Sollte er die Wahl nicht annehmen, müsste binnen drei Monaten eine Neuwahl stattfinden.

dpa

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