„Webcam Child Sex Tourism“

Wegen Kindesmissbrauch per Webcam: Altöttinger muss vor Gericht

„Webcam Child Sex Tourism“ nennt sich ein Phänomen, das seit es erst seit wenigen Jahren gibt. Ein Mann aus dem Landkreis Altötting muss deshalb nun vor Gericht.

Traunstein - Für den gewissermaßen ferngesteuerten Kindesmissbrauch per Webcam muss sich ein Mann aus dem Landkreis Altötting im April vor Gericht verantworten. Der 10. und der 24. April seien als Termine zur Hauptverhandlung bestimmt worden, teilte ein Sprecher des Landgerichts Traunstein der Deutschen Presse-Agentur mit. Beim „Webcam Child Sex Tourism“ werden Kinder sexuell missbraucht, während der Kunde - meist im Ausland - das Geschehen per Webcam live beobachten und Täter wie Opfer Anweisungen geben kann.

Das Phänomen Webcam-Kindersextourismus gibt es seit wenigen Jahren, genaue Zahlen nicht. Experten gehen von einer hohen Dunkelziffer aus. Wegen der Einflussmöglichkeiten auf Täter und Opfer macht sich der Kunde genauso strafbar, wie derjenige, der das Kind missbraucht.

Lesen Sie auch: Experte sagt, Kindesmissbrauch per Webcam wird immer heftiger

Die Staatsanwaltschaft Traunstein wirft dem Mann aus Oberbayern nach früheren Angaben unter anderem jeweils mehrere Fälle von Anstiftung zum schweren sexuellen Missbrauch von Kindern und Besitz kinderpornografischer Schriften vor. An den Ermittlungen war das Bundeskriminalamt wegen der internationalen Dimension des Falls beteiligt. Fahnder hatten die Wohnung des Mannes im August durchsucht. Der damals 48-Jährige kam in Untersuchungshaft.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa / Martin Gerten

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