“Erkennbar negativ“

„Promis unter Palmen“-Skandal-Folge mit Claudia Obert: Jugendschutz macht Kehrtwende - „Das abstoßende Verhalten...“

Das Finale von „Promis unter Palmen“ stand unter keinem guten Stern. Jetzt rechnet Claudia Obert mit den Mobbern ab.

  • Im Halbfinale der Sat.1-Show „Promis unter Palmen“wurde Claudia Obert von ihren Mitkandidaten fies gemobbt. Das sorgte sogar für eine Anzeige und laufende Ermittlungen.
  • Nun kam heraus: Die Skandal-Folge hätte so garnicht gezeigt werden dürfen.
  • Der Jugendschutz hat jetzt aber offenbar seine Einschätzung der Folge revidiert.
  • Viele weitere spannende Geschichten aus der Welt von Stars und TV gibt es in unserer App.

Update vom 7. Juni: Der Jugendschutz hat bei der Sat-1-Show „Promis unter Palmen“ plötzlich seine Meinung geändert. Die umstrittene Folge, in der vornehmlich Bastian Yotta seine Mitbewohnerin Claudia Obert so lange dissten, bis sie in Tränen ausbrach und prompt die Show verließ, wurde von Sat.1 aus der Mediathek entfernt (siehe Update vom 15. Mai) - jetzt ist sie aber bei Joyn wieder zu streamen.

Das berichtet das Branchenportal Wunschliste.de und fragte deshalb bei der Freiwilligen Selbstkontrolle Fernsehen (FSF) nach. Die Begründung fiel so aus: „Das antisoziale Verhalten der Gruppenmitglieder gegen vorwiegend eine Mitspielerin in der fünften Episode der Realityshow wird durch die teils ironischen und entlarvenden Off-Kommentare, durch das abstoßende Verhalten selbst als auch durch die klaren Einlassungen und Interventionen von Mitspieler Tobi für Kinder und Jugendliche ab 12 erkennbar negativ eingeordnet.“  Eine Vorbildwirkung des ausgrenzenden Verhaltens werde daher nicht vermutet.

Was Claudia Obert von dieser Einschätzung hält, steht in dem Bericht nicht. Sie genießt aber, zumindest ihrem Instagram-Account nach zu urteilen, das Leben:

„Promis unter Palmen“: Claudia Obert rechnet in Talk-Show ab - plötzlich auch mit einer Bahn-Schaffnerin

Update vom 26. Mai: Claudia Obert war im Youtube-Format „World Wide Wohnzimmer“ zu Gast und legte einen denkwürdigen Auftritt in der Talk-Show hin. Klar, dass ein Gläschen Schampus die Stimmung angekurbelt hatte. 

Die Luxus-Lady war nicht zu bremsen. Was allerdings nicht am Perlwein lag, den verträgt sie, das sagt sie selbst, wie Apfelsaft. Die Zunge sitzt bei Claudia Obert offensichtlich auch ohne Schwips sehr locker. 

Es hagelt ein Sprüche-Feuerwerk inklusive pikanter Ratschläge und Details. „Wenn man 50 ist, ist man gut beraten, zwei 25-Jährige zu nehmen“, empfiehlt sie der Frauen-Welt. Sie selbst ist besonders stolz auf ihre Hände und Füße. Außerdem wurde sie einmal von Hollywood-Legende Mel Gibson fast abegknutscht, plaudert sie aus dem Nähkästchen. 

In dieser lockeren Stimmung fiel auch ihre Abrechnung mit dem Mobbing-Skandal aus der Sat.1-Show „Promis unter Palmen“ ähnlich flapsig aus.

„Promis unter Palmen“ (Sat.1): Claudia Obert rechnet mit Yotta und Nick ab - „Queen of Mean“ wird fies nachgeäfft 

„Dieser eine Amerikanski, der hat mir echt Kopfschmerzen bereitet“, ersetzt sie den Namen von Bastian Yotta durch ihr ganz eigenes Wort, „weil es einfach nervt, solche Leute um sich zu haben.“ Als sie den Skandal-Promi dann los hatte, dankte sie dem lieben Gott, führt Obert aus. 

Zu den Mädels aus der Show habe sie sogar noch Kontakt, sagt sie. Außer zu einer. Falsch, es ist nicht Carina Spack sondern Desirée Nick. „Ich bin die Königin der Booooshaftigkeit“, äfft sie die selbsternannte „Queen of Mean“ nach. 

Denkwürdiger Auftritt in Talk-Show: Claudia Obert hätte Bahn-Angestellte „fast verkloppt“

Claudia Obert hofft, dass ihre eigenen Aktionen im TV lustig rüberkamen. Aber die Unternehmerin kann auch anders. „Gestern hätte ich fast eine im Zug verkloppt“, verrät sie ungefragt. Dass eine Bahn-Schaffnerin sie darauf hinwies, ihr Ticket sei erst am nächsten Tag gültig, brachte sie auf die Palme. „Dann habe ich gesagt: Sch***-egal! Der Zug ist doch leer“, schmückt Obert die Geschichte aus. Auf die Ankündigung der DB-Angestellten, den Zugchef zu holen, reagierte sie bissig: „Ich brauche meinen Chef Gott sei Dank nicht holen, ich bin der Chef“, habe sie der Diskussion ein Ende bereitet.

„Promis unter Palmen“: Skandal-Folge hätte nicht gezeigt werden dürfen - Sat.1 wehrt sich gegen Konsequenzen

Update vom 15. Mai, 13.03 Uhr: Nicht nur Carina Spack, Bastian Yotta und Matthias Mangiapane müssen nach ihrem bodenlosen Mobbing gegen Claudia Obert mit öffentlichen Reaktionen leben. Das Verhalten der Stars fällt auch auf Sender Sat.1 zurück. 

Die FSF (Freiwillige Selbstkontrolle Fernsehen) hat die Skandal-Folge nun noch einmal revisiert und ist zu einem eindeutigen Urteil gekommen. „Promis unter Palmen“ hätte mit diesem Inhalt so gar nicht ausgestrahlt werden dürfen

„Promis unter Palmen“: Sat.1 zeigt extremes Mobbing - Jugenschutz schlägt Alarm

Das Mobbing sei so extrem, dass junge Zuschauer von den Szenen überfordert werden könnten, erläuterte FSF-Geschäftsführerin Claudia Mikat dem RND. „Besonders problematisch hat unser Ausschuss beurteilt, dass die Mobbingattacke letztlich erfolgreich ist“, erläutert sie weiter. Das Mobbing werde als übliches Sozailverhalten dargestellt und nicht ausreichend kritisiert

Claudia Obert wurde bei „Promis unter Palmen“ aus der Villa gemobbt - Sat.1 reagierte

Deshalb wird die Folge von der FSF nicht nur aus der Sat.1-Mediathek verbannt, sondern ab sofort auch im Hauptprogramm verboten. Sie darf erst nach 22 Uhr ausgestrahlt werden und ist für Zuschauer unter 16 Jahren offiziell nicht geeignet

„Promis unter Palmen“: Skandal-Folge wird verboten - Sat.1 kämpft gegen FSF-Entscheidung

Sat.1 legte prompt Berufung gegen das Urteil ein. „Die Zuschauer entwickeln sehr wohl ein Gefühl dafür, wer sich anständig verhält und wer nicht“, schimpft Vorstand Wolfgang Link, ihr Verhalten würde schließlich auf die Stars selbst zurückfallen. Außerdem seien bei den Dreharbeiten stets Psychologen und Seelsorger vor Ort, die immer kontaktiert werden könnten. Einfluss auf die Bilder haben diese aber nicht gehabt, der Sender darf sich auf eine schwierige Ausgangslage im Streit mit der FSF vorbereiten. Dass die Folge bereits gezeigt wurde, wird für den Sender keine Konsequenzen haben, das war der Fehler der Jugendschützer. In Zukunft darf sie aber eben nicht mehr in dieser Form oder zu dieser Uhrzeit ausgestrahlt werden. 

Die aufrüttelnden 15 Minuten von Joko und Klaas wurden indes als unbedenklich eingestuft. Zwar zeige „Männerwelten“ extreme Bilder und liefere teils schockierende Aussagen, als Aufruf gegen Gewalt stelt es allerdings keine Jugendgefährdung dar, so die FSF. „Let‘s Dance“-Jurorin Motsi Mabuse findet die gezeigten Inhalte sogar noch harmlos. Zumindest, wenn man sie mit dem vergleicht, was sie immer wieder erleben muss. 

„Promis unter Palmen“: Weiterer Eklat kommt mit Verspätung raus - Sat.1 gesteht alles

Update vom 8. Mai, 11.00 Uhr: Echte Fans der Sat.1-Sendung „Promis unter Palmen“ werden sich wohl gewundert haben, als die Titelmelodie der Show nach drei Folgen ausgetauscht wurde. Mehr als eine Woche nach dem Finale klärte sich die Angelegenheit, da sich der Sender über einen Konflikt mit den Musikern äußerte. 

„Promis unter Palmen“: Streichung von Finale gefordert

Die ersten drei Episoden der Reality-TV-Show wurde musikalisch vom Song „G€LD“ der bekannten Berliner Band Seeed untermalt. Doch der Titelsong wurde ohne Vorankündigung ausgewechselt, sodass der 2008-Hit „Papaya“ von Alexander Marcus über Nacht zur neuen Titelmusik wurde. Doch wieso wurde der Seeed-Song plötzlich aus dem Programm genommen? 

Die Berliner fanden den Song schlicht unangebracht für die Trash-Sendung, Sat.1 wechselte das Lied also aus, um einen Rechtsstreit zu vermeiden. Eine Sender-Sprecherin erklärte gegenüber Tag24, dass Sat.1 für seine Titelsongs nicht bei Künstlern anfragen müsse, man könne sich die Musikstücke bei der Verwertungsgesellschaft GEMA aussuchen. Obwohl die Verwendung den Musikern Werbung und zusätzliche Vergütung bedeutet, verzichteten Frontmann Peter Fox und seine Bandmitglieder auf die Bereitstellung des Songs. Den Kontext zu „Promis unter Palmen“ fanden die Berliner wohl etwas unpassend.

Auf Wunsch der Künstler haben wir die Titelmusik ab Folge vier gegen ‚Papaya‘ ausgetauscht“, teilte der Sender mit. Trotz der schweren Mobbing-Vorwürfe gegen die Show, der darauffolgenden Anzeige (siehe letzte Updates) und fataler Kritiken hält Sat.1 jedoch an seinem Format fest. Der Sender kündigte an, eine zweite Staffel produzieren zu wollen. Dies wird angesichts der weltweiten Reiseenschränkungen jedoch noch etwas dauern. 

„Promis unter Palmen“: Ermittlungsverfahren wegen Mobbing eingeleitet

Update vom 29. April, 22:22 Uhr: Einige Kandidaten bei „Promis unter Palmen“ hatten ihn auf dem Zettel. Und am Ende hat er sich durchgesetzt. Der Sieger der ersten Staffel überhaupt heißt Bastian Yotta. Er erhält die goldene Kokosnuss und 100.000 Euro Preisgeld. Seine Frage nach dem Triumph war nicht unberechtigt. „Habe ich damit Fernsehgeschichte geschrieben?“, fragte der 43-Jährige.

In der letzten Folge fiel er noch mit Hasstiraden und Beleidigungen gegen Claudia Obert auf, in einem wenig unterhaltsamen Finale zeigte er sich kämpferisch und letztlich souverän. Im entscheidenden Spiel, bei dem man fünf Spielstationen absolvieren und Schlosskombinationen lösen musste, setzte sich Yotta gegen Matthias Mangiapane durch. Platz drei ging an Janine Pink, die vor Tobi Wegener landete. Nach dem ersten Spiel hatte Carina Spack die Koffer packen müssen.

Update vom 29. April: Heute Abend sendet Sat.1 das Finale von „Promis unter Palmen“. Doch für den Sender war das nicht die letzte Folge. Denn nach der Anzeige von Carsten Stahl und einem Berliner Verein wegen Mobbing ist ein Ermittlungsverfahren gegen den Sender und die Produktionsfirma Endemol Shine eingeleitet worden.

Die Staatsanwaltschaft Berlin bestätigte der Bild den Eingang der Anzeige. „Wie bei einer Strafanzeige üblich, wird jetzt ein Ermittlungsverfahren eingeleitet“, sagte Staatsanwalt Markus Oswald.

„Promis unter Palmen“: Streichung von Finale gefordert

Der Vorsitzende des Vereins „Liebe wen du willst“ forderte Sat.1 auf, das Finale am Mittwoch „aus Respekt vor vielen Opfern von Gewalt, Mobbing und Hetze“ ausfallen zu lassen.

Dem Sender droht weiteres Ungemach. Nicht nur die Staatsanwaltschaft ermittelt, auch die Freiwillige Selbstkontrolle Fernsehen (SFS) leitete eine Prüfung ein. Sat.1 entfernte die Skandal-Folge daher vorsorglich aus der Mediathek.

„Promis unter Palmen“: Carsten Stahl verurteilt Sat.1-Sendung und erstattet Anzeige

Update vom 27. April: Jetzt erhebt sich eine weitere Stimme gegen das Skandal-Halbfinale von „Promis unter Palmen“. Und dieser hat nicht nur harte Worte für die Sendung - er erstattete sogar Anzeige gegen den Sender Sat.1.

Auf Instagram lässt der Anti-Mobbing-Coach Carsten Stahl seinem Ärger Luft. Für ihn zeige die Sendung nicht nur Mobbing, sondern habe sogar eine menschenwürdige Grenze überschritten. 

„Wie kann ein TV-Sender zulassen, dass solche Inhalte ausgestrahlt werden. 'Die Würde des Menschen ist unantastbar.' Davon haben wir jedoch nichts gemerkt und stellen uns klar gegen die Ausstrahlung dieser Sendung von SAT.1 und die Produktionsfirma der 'Unterhaltungssendung'. Gehen hier Einschaltquoten über die Würde des Menschen?", fragt Stahl auf Instagram.

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Stoppt Mobbing - Strafanzeige gestellt !!! " B I T T E T E I L E N " Wir haben Strafanzeige wegen Promis unter Palmen gestellt. Stoppt Mobbing / Camp Stahl e.V. / @stoppt_mobbing_carsten_stahl und @liebewenduwillst erstatten Strafanzeige gegen @sat.1 und @endemolshinegermany bei der Staatsanwaltschaft Berlin. Die Strafanzeige bezieht sich auf die Ausstrahlung von „Promis unter Palmen“ vom 22.04.2020, in der eine Gruppe eine Teilnehmerin derart gemobbt, beleidigt, erniedrigt und diffamiert hat, dass sie die TV-Show unter Tränen verlassen hat. Wie kann ein TV-Sender zulassen, dass solche Inhalte ausgestrahlt werden. „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ Davon haben wir jedoch nichts gemerkt und stellen uns klar gegen die Ausstrahlung dieser Sendung von SAT.1 und die Produktionsfirma der „Unterhaltungssendung“. Gehen hier Einschaltquoten über die Würde des Menschen? Richtigerweise müsste Sat.1 die Reissleine ziehen, das Finale nicht ausstrahlen, Yotta den Sieg aberkennen und ihn einer der wenigen Kandidaten geben, die sich gegen dieses Mobbing stellen oder gestellt haben. Wir und unser Kooperationspartner Carsten Stahl kämpfen seit Jahren gegen Mobbing und Gewalt. Diese Sendung ist für uns sowie viele Opfer ein Schlag ins Gesicht. Es darf nicht geduldet werden, dass beeinflussbare Menschen solche Verhaltensweisen als „normal“ ansehen. Die Verantwortlichen dieser Sendung müssen zur Rechenschaft gezogen werden. Habt wenigstens ein Gewissen und stoppt die Ausstrahlung der kommenden finalen Sendung. Stoppt Mobbing / Camp Stahl e.V. / Carsten Stahl & das „Liebe wen Du willst“-Team #liebewenduwillst #wirsindmehralsdudenkst #stopptmobbing #campstahl

Ein Beitrag geteilt von Carsten Stahl (@stoppt_mobbing_carsten_stahl) am

Und der Anti-Mobbing-Coach hat viel zu sagen: Ganze acht Minuten dauert das Video, dass er auf Instagram gepostet hat. „Diese Sendung ist für uns sowie viele Opfer ein Schlag ins Gesicht“, beschreibt Carsten Stahl die Geschehnisse aus der Sendung. Er fordert deshalb von Sat.1: Sendestopp der finalen Folge und Sat.1 solle „Yotta den Sieg aberkennen und ihn einer der wenigen Kandidaten geben, die sich gegen dieses Mobbing stellen oder gestellt haben.“

Heftige Worte für die Sendung. Carsten Stahl reiht sich damit in einen großen Shitstorm ein. In der Halbfinal-Sendung zu „Promis unter Palmen“ hatten drei Kandidaten Claudia Spack gemobbt. Sat.1 hat bisher noch nicht auf die Anzeige reagiert. 

„Promis unter Palmen“: Derbe Abrechnung nach Mobbing-Skandal - Desiree Nick legt erst so richtig los

Update vom 26. April: Desirée Nick ist für ihre teils heftigen Worte bekannt. Dass die selbsternannte „Queen of Mean“ nicht mehr im Haus war, als Claudia Spack, Bastian Yotta und Matthias Mangiapane für den Mobbing-Skandal sorgten, könnte für die Truppe lebensrettend gewesen sein. 

Mobbing-Skandal bei RTL: Desirée Nick erkennt Parallelen zu sozial-benachteiligten Mördern

„Ich kenne die Beteiligten natürlich intensiver als jeder Zuschauer und ich stelle fest: Hätte ich gewusst, wie Claudia von dieser Gossen-Gang behandelt worden ist, dann hätte ich ganz andere Seiten aufgezogen“, droht Nick in der Einleitung eines langen Facebook-Postings, dass es mächtig in sich haben soll. Als ehemalige Seelsorgerin in einer Jugendstrafanstalt erkennt sie Parallelen zum Gruppenverhalten „milieugeschädigter, inhaftierter Straftäter (...), die für 30,00 Euro die eigene Oma erschlagen haben.“

An Spack, Yotta und Mangiapane lässt „La Nick“ kein gutes Haar. Sie lag zwar selbst mit Claudia Oberst im Clinch, doch im Gegensatz zu ihr wurde das Trio übergriffig. Als „übelstes Kaliber deutscher Charakter-Deformation“ verurteilt sie die drei Mobber für ihr Verhalten. Und das ist bei weitem nicht das derbste Zitat aus ihrem Pamphlet. Wir verzichten lieber darauf, die heftigsten Zeilen mitzuschreiben, also lesen Sie am besten selbst.

Fest steht, dass viele Fans der abschließenden Forderung von Desirée Nick zustimmen dürften. „Ich bin der Meinung, dass nicht nur der Luftpolsterfolien-Yotta, sondern auch Mangiapane und Spack wegen dieser Mobbing-Parade miesester Form nicht mehr auf TV-Kanälen stattfinden dürfen“, gibt die Blondine den deutschen TV-Sendern eine Empfehlung mit auf den Weg. 

„Promis unter Palmen“: Shitstorm nach Mobbing-Skandal - Sat.1 reagiert

Erstmeldung vom 24. April: Phuket - Ein paar C-Promis in einer Villa oder einem Camp, tägliche Aufgaben und jede Menge Streitereien und Zickenkrieg. Das Konzept scheint bekannt. Seit Jahren laufen „Reality“- Formate wie Dschungelcamp oder Promi Big Brother im deutschen TV. 

Doch mit „Promis unter Palmen“ scheint Sat.1 einen neuen Quotenhit geschaffen zu haben. Die verrückten Szenen mit Désirée Nick und Co. aus der Villa am Strand von Phuket kamen bei den TV-Zuschauern mehr als gut an. Bis jetzt. Denn eine Folge löste nun einen Shitstorm aus.

Promis unter Palmen (Sat.1): Das Halbfinale eskaliert - Mobbing-Skandal in der Villa

Statt „Promis unter Palmen“ hieß es im Halbfinale „Mobbing unter Palmen“. Dass Claudia Obert nicht die Beliebteste in der Villa ist, ist kein Geheimnis. Doch nun gingen Carina Spack,Bastian Yotta und Matthias Mangiapane eindeutig zu weit. 

Die drei Teilnehmer mobbten und provozierten ihre Kollegin Claudia Obert so lange, bis sie in Tränen ausbrach und eine Nacht später die Show freiwillig verließ. Den Zuschauern war das zu viel.

Promis unter Palmen: Heftige Kritik am Sat.1-Format

„Ich gucke seit Jahren Trash TV, aber das, was Yotta, Carina, Mangiapane und der Rest da abziehen ist das ekelhafteste, widerwärtigste, niveauloseste, beschissenste Verhalten, was ich jemals gesehen habe“, wird ein Twitter-User deutlich.

Doch der Shitstorm richtet sich nicht nur an die Kandidaten selbst. Auch Sat.1 steht in der Kritik. „Das war keine TV-Unterhaltung mehr“, heißt es beispielsweise in einem Kommentar der Bild-Zeitung. Zudem fordern Twitter-Nutzer, die Zusammenarbeit mit den C-Promis zu beenden. Mobbing ist für viele Menschen ein reales Problem. Das wollten die TV-Zuschauer nicht einfach hinnehmen.

Promis unter Palmen: Sat.1 reagiert - „Wir schreiben den Promis nicht vor...“

Sat.1 reagierte gegenüber bild.de auf die Vorwürfe der Medien und Zuschauer.

„Bei der Reality-Show ‘Promis unter Palmen’ handelt es sich – wie der Name schon sagt – um eine Show mit Reality-erfahrenen Promis, die ihre Sendezeit daher meist sehr gezielt zu nutzen wissen und sich sehr bewusst sind, dass die Kamera permanent läuft. Wir schreiben den Promis nicht vor, wie sie sich als erwachsene Menschen zu verhalten haben“, so Sat.1.

Des Weiteren verweist der Sender darauf, dass während der Dreharbeiten jederzeit Betreuer und Psychologen vor Ort gewesen seien. Diese hätten von den Promis kontaktiert werden können. 

„Wichtig ist: Kein Teilnehmer ist zu Schaden gekommen, die Sicherheit am Set war stets gewährleistet. Alle fertigen Sendungen sind außerdem vom Jugendschutz abgenommen worden.“

Promis unter Palmen (Sat.1): Claudia Obert kann schon wieder lachen

Claudia selbst scheint die Szenen in Thailand wieder verdaut zu haben. Im Sat.1 -Frühstücksfernsehen am 23. April sagte sie: „[Promis unter Palmen] war bisschen ne merkwürdige Veranstaltung. Aber: „Ich hab da meine Zeit verbracht - lukrativ. Also Promis auf der Palme war geil, es war super.“ Zudem erzählt sie, dass sie von den Chefs von Sat.1 und Endemol Shine Germany Glückwünsche erhalten habe. Sie habe das toll gemacht.

Doch hat RTL den Gewinner der „Promis unter Palmen“-Staffel etwa schon verraten? - Sat.1 reagierte.

Claudia Obert hat bei Instagram ein Bild geteilt, worauf sie nicht wiederzuerkennen ist.

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Kein Mobbing, aber einen dennoch sehr bitteren Moment musste Bauer Ashok erleben. Der „Bauer sucht Frau international“-Kandidat war extra von Indien nach Deutschland gereist um seine potenziellen Herzensdamen kennenzulernen. Aber dann wurde er komplett kurzfristig einfach versetztSarah Knappik wettert in einem Instagram-Video über „Promis unter Palmen“ und die TV-Zuschauer.

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Ihre eigene TV-Show bekommt Cathy Hummels: Sie moderiert „Kampf der Realitystars“ bei RTL2.

Quelle: tz

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa / Henning Kaiser

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