Nach dem Tod von George Floyd

Simpsons-Fans müssen sich an riesige Neuerung gewöhnen - das steckt dahinter

Die „Simpsons“-Macher reagieren auf Rassismusvorwürfe und tauschen Synchronsprecher aus.
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Die „Simpsons“-Macher reagieren auf Rassismusvorwürfe und tauschen Synchronsprecher aus.

Das Aussehen der „Simpsons“-Figuren soll sich nicht ändern - aber ein anderes wichtiges Feature. Die Macher der US-Fernsehserie reagieren damit auf schwerwiegende Vorwürfe.

  • Die Macher der TV-Serie „Die Simpsons“ gehen mit einer Maßnahme inmitten der Black-Lives-Matter-Demos* voran.
  • Mit einer Neuerung wollen sie ein Zeichen gegen Rassismus setzen.
  • Auf Twitter wird die Neuigkeit von vielen mit Begeisterung aufgenommen.

„Die Simpsons“ sind nicht nur Kult, eine der langlebigsten Serien aller Zeiten - und sollen sogar eine Vorhersage zur Corona-Pandemie* gemacht haben. Die Macher der TV-Serie reagieren auch blitzschnell auf das Weltgeschehen - und wollen in Zukunft keine weißen Synchronsprecher mehr für die Vertonung von nicht-weißen Figuren einsetzen. 

Simpsons und Rassismusvorwürfe: TV-Serien-Produzenten wollen sich von Klischees verabschieden

Die Entscheidung inmitten der landesweiten Anti-Rassismus-Proteste, die der Tod des Schwarzen George Floyd* angestoßen hat, betrifft die „Simpsons“-Charaktere Apu Nahasapeemapetilon und Dr. Hibbert. Bereits Anfang des Jahres hatte der langjährige Synchronsprecher des indisch-stämmigen Ladenbesitzers Apu Nahasapeemapetilon, Hank Azaria, angekündigt, die Vertonung aufgeben zu wollen. Zuvor hatte es immer wieder Rassismusvorwürfe gegeben. Kritiker warfen Azaria eine klischeehafte Darstellung Apu Nahasapeemapetilons vor, weil er dessen indischen Akzent stark überspitzte.

Simpsons: Sprecher von „Mr. Burns“ und „Ned Flanders“ vertont eine Figur nicht mehr

Die Entscheidung von Fox Studios betrifft auch die Figur des Arztes Dr. Hibbert, der vom weißen Schauspieler Harry Shearer vertont wird. Shearer leiht zahlreichen weiteren „Simpsons“-Figuren seine Stimme, darunter dem berüchtigten Unternehmer Mr. Burns und dem quirligen Nachbarn der Familie Simpson, Ned Flanders.

Landesweite Anti-Rassismus-Proteste in den USA haben auch die Debatte über strukturellen Rassismus und Diskriminierung in der US-Gesellschaft befeuert. Die Proteste wurden vom brutalen Tod Floyds* bei einem Polizeieinsatz in Minneapolis Ende Mai ausgelöst.

„Die Simpsons“: 30. Staffel ist in Deutschland auf ProSieben gestartet

Die Simpsons wurden vergangenes Jahr zwar von ihrem bisherigen Sendeplatz verdrängt, zuvor gab es Gerüchte um eine Absetzung der US-Serie und Sorgen, dass bestimmten Charakteren der Rauswurf droht. Nichtsdestotrotz wird in Deutschland gerade die 30. Staffel ausgestrahlt. 

Los ging es mit den neuen Folgen am Montag, den 8. Juni, um 20.15 Uhr auf ProSieben mit der 652. Folge „Fett's Dance“. Homer hatte sich mal wieder einen Klops geleistet und will es bei Marge wiedergutmachen - was natürlich zum Fiasko gerät. „Die Simpsons“ waren 1991 im deutschen Fernsehen gestartet, damals liefen sie noch beim ZDF.

AFP/dpa/frs

*tz.de und Merkur.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Quelle: tz

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