Verbotene Liebe

18-Jähriger hat mehrfach Sex mit 13-jährigem Mädchen

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Amtsrichter urteilt milde und verurteilt den 19-Jährigen Angeklagten zu Sozialstunden und zwei Wochen Arrest.

Bad Tölz – Insgesamt 47 Fälle von schwerem sexuellem Missbrauch wurden einem mittlerweile 19-jährigem Asylbewerber aus Sierra Leone vor dem Amtsgericht Wolfratshausen zur Last gelegt. Der Schüler verliebte sich nach eigenen Angaben in ein jüngeres Mädchen, dessen Alter er nicht gekannt haben will.

„Ich hatte eine ganz normale Beziehung mit ihr“, berichtete der Angeklagte. Kennengelernt habe er das Mädchen im Januar vorigen Jahres in einer Asylbewerberunterkunft in Fürstenfeldbruck. Bereits dort kam es nach Angaben des aus dem Kongo stammenden Mädchens fast täglich zum Geschlechtsverkehr. Um ihr eine Aussage vor Gericht zu ersparen wurde ihre Vernehmung vorab auf Video aufgezeichnet. „Wir hatten oft Sex. Es war freiwillig“, gestand sie. Dass das Mädchen zu diesem Zeitpunkt gerade einmal 13 Jahre alt gewesen ist, habe der Angeklagte laut der Aussage des Vaters des Mädchens gewusst. Dennoch kam es auch nach der Verlegung in eine Tölzer Asylbewerberunterkunft zu weiteren Begegnungen. „Ich war voller guter Absichten und wollte sie sogar heiraten“, berichtete der Angeklagte. Der Vater des Mädchens erstattete schließlich Anzeige. Nach einer fast sechsstündigen Verhandlung verurteilte das Schöffengericht den jungen Mann schließlich zu einer vergleichsweise moderaten Strafe.

Neben einem zweiwöchigen Dauerarrest muss der Schüler auch 32 Sozialstunden ableisten. „Das Mädchen ist von ihrem körperlichen, geistigen und sittlichen Empfinden deutlich weiter als eine normale 13-Jährige und machte nicht den Eindruck eines verängstigten, traumatisierten Mädchens, sondern einer offensiv agierenden Jungen Frau“, begründete Richter Urs Wäckerlin das milde Urteil. Zudem sah das Schöffengericht „nur“ 15 Fälle als erwiesen an.

Während der Rechtsanwalt vergeblich auf Freispruch plädierte, forderte der Staatsanwalt einen dreiwöchigen Dauerarrest und eine Freiheitsstrafe von einem Jahr und acht Monaten, die aber noch einmal zu Bewährung ausgesetzt werden könne. Die Jugendgerichtshelferin und Richter Urs Wäckerlin gingen dagegen davon aus, dass dem Afrikaner die Konsequenzen seines Tuns nicht bewusst waren. „Von Ihnen wird aber erwartet, dass Sie sich an die hiesigen Rechtsmaßstäbe halten“, empfahl Wäckerlin dem Verurteilten. ph

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