"Die Raumsituation ist angespannt“

Bis 2027 soll das Hauptgebäude der Realschule saniert werden / Kosten: vier Millionen Euro

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Die staatliche Realschule in Wolfratshausen.

Wolfratshausen/Bad Tölz – Vor allem Informationen standen auf der Tagesordnung des ersten regulären Schul- und Bauausschuss-Sitzung des Kreistages in der laufenden Periode. Neben der Neugestaltung des Pausenhofes am Gabriel-von-Seidl-Gymnasium in Bad Tölz (wir berichteten) wurde ein weiterer Beschluss gefasst, die Teilgeneralsanierung der Realschule Wolfratshausen betreffend.

Ursprünglich wollte der Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen einen Neubau für die offene Ganztagsbetreuung auf dem Grundstück des ehemaligen Forstamtes errichten. Das geht bislang nicht, da sich der Freistaat von seinem Areal noch nicht getrennt hat. Weil im Zuge des mit mindestens 13 Millionen Euro veranschlagten Projektes aber aktuell Platz zum Auslagern von Klassen gebraucht wird, soll die offene Ganztagsschule ein eigenes Gebäude auf dem Gelände am Franz-Kölbl-Weg 2 erhalten. Den Plan stellte Hauptamtsleiter René Beysel den Kreisräten vor.

Der ursprünglich angedachte Neubau mit Hausmeisterwohnung kann nicht begonnen werden. Trotzdem muss die Sanierung im laufenden Betrieb organisiert werden. Die Raumsituation in der Realschule sei angespannt, sagte Beysel, vier Klassenräume würden verloren gehen. So sei die Sanierung und Aufstockung des Fachsaalgebäudes nicht machbar. Beysel stellte dem Ausschuss die Idee vor, ein eigenes Gebäude für etwa 1,5 Millionen Euro zu errichten. Wenn es im nächsten Jahr fertig gestellt sei, könne die offene Ganztagsschule dauerhaft umziehen. Im Haupthaus würden so Ausweichmöglichkeiten für die Dauer der Baumaßnahmen am Fachsaalgebäude frei.

Die Arbeiten sollen auf vier „Pakete“ aufgeteilt werden. Bis 2021 ist eine Teilsanierung mit dem Einbau eines Aufzugs im Haupthaus vorgesehen. Die Kosten belaufen sich auf etwa 1,7 Millionen Euro. In den Haushaltsjahren 2024 bis 2027 steht die Sanierung der Gebäudehülle des Haupthauses an. Diese Maßnahme wird auf vier Millionen Euro geschätzt. Der Baubeginn am Fachsaalgebäude wird auf 2021 verschoben. Fertig sein sollen die Sanierung und Aufstockung 2023.

Kein Keller aber ein begrüntes Pultdach

Sollte der Freistaat das Forstamtsgrundstück doch noch rechtzeitig an den Landkreis verkaufen, könnte dort ein Hausmeisterhaus realisiert werden, betonte Beysel. Kreisrat Nikolaus Mair (Grüne) vermisste ein Nahwärmekonzept. Das liege noch nicht vor, erwiderte der Hauptamtsleiter. Es solle aber unter Einbeziehung der benachbarten Berufsschule entwickelt werden.

Stefan Fadinger (CSU) fragte nach, ob es nicht sinnvoll wäre, das Gebäude für die Ganztagsschule mit einem Keller zu versehen, was Beysel jedoch verneinte. Beim über zwölf Meter hohen vierstöckigen Fachsaalgebäude ist ein sehr flaches Dach mit abgeschrägten Seiten vorgesehen, nach dessen Sinn sich Alois Bauer (Freie Wähler) erkundigte. Dies benötige man, um die Abstandsflächen zum Nachbargebäude einzuholen, gestand Beysel.

Das Pultdach der Ganztagsschule soll begrünt werden, damit nicht soviel Wasser anfällt, das man auf dem verbleibenden Grünstreifen versickern lassen muss. Vom Ausschuss unter der Sitzungsleitung von Stellvertretendem Landrat Thomas Holz wurde die Verwaltung einstimmig beauftragt, die entsprechende schulaufsichtliche Genehmigung und die entsprechenden Zuschüsse zu beantragen. Wie Beysel zuvor noch sagte, habe der Bauausschuss des Wolfratshauser Stadtrates dem Vorhaben bereits zugestimmt. bo

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