Betriebsame „Badehäusler“

Der 3.000. Besucher im Erinnerungsort in Waldram begrüßt

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Die Vorsitzende des Badehaus-Vereins, Dr. Sybille Krafft (rechts), überreichte mit ihren Stellvertreter Jonathan Coenen (zweiter von rechts) dem 3.000. Besucher, Yochanan Rauert, ein Lichterhäuschen in Form des Erinnerungsortes; links daneben die Grafikdesignerin Christiane Rauert.

Waldram – Das Badehaus bleibt auf Erfolgskurs. Am vergangenen Sonntag wurde – nach nur einem Dreivierteljahr seit seiner Eröffnung Ende Oktober 2018 – der 3.000. Besucher des Erinnerungsortes in Waldram begrüßt: der Videokünstler Yochanan Rauert aus Münster mit seiner Mutter, der Grafikdesignerin Christiane Rauert aus Königsdorf.

Beide zeigten sich sehr beeindruckt von der Arbeit des ehrenamtlichen Bürgerprojekts. Die Königsdorfer Künstlerin war so begeistert, dass sie dem Verein „Bürger fürs Badehaus Waldram-Föhrenwald“ spontan ihre grafische Unterstützung anbot.

Seit der Eröffnung des Erinnerungsortes hat das ehrenamtlich tätige Badehaus-Team 85 reguläre Führungen und rund 100 Sonderführungen, darunter auch viele Schulklassen, bewältigt. Mit den ebenfalls rein ehrenamtlich durchgeführten Kassendiensten an regelmäßig drei Tagen die Woche (von Freitag bis Sonntag) sowie mit der Konzeption von drei Sonderausstellungen („Jüdische Architekten der Moderne“, „Wasser“ und ganz aktuell „Mitgenommen - Heimat in Dingen“ zum Fluchtgepäck der Waldramer Heimatvertriebenen) wurden von den engagierten Bürgern allein im letzten Dreivierteljahr mehr als 1.000 Ehrenamtsstunden erbracht. Seit Beginn der Erinnerungsinitiative vor mehr als acht Jahren, als die Vereinsmitglieder gegen den Abriss des historischen Gebäudes am Waldramer Kolpingplatz kämpften, haben die „Badehäusler“ nun insgesamt mehr als 18.000 ehrenamtliche Arbeitsstunden absolviert. „Es wäre schön, wenn die Politik dieses überregional bedeutsame Leuchtturmprojekt auch nach der Eröffnung des Museums fördern und damit die ehrenamtlichen Helfer etwas entlasten könnte“, sagte die Vorsitzende Dr. Sybille Krafft bei der Feier des 3000. Besuchers im Badehaus. Der laufende Betrieb dieses Ortes der Erinnerung, der Begegnung und des Lernens werde seit seiner Eröffnung nämlich von keiner kommunalen oder staatlichen Seite mehr finanziell unterstützt. tka

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